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Die Schriften des heiligen Thomas von Aquin genießen in der katholischen Kirche einen einzigartigen Status. Sie gelten nicht nur als wissenschaftlich brillant, sondern als durch göttliche Gnade besonders beglaubigt.
Gegen Ende seines Lebens, im Jahr 1273, ereignete sich in der Kapelle des heiligen Nikolaus in Neapel eine zentrale mystische Begebenheit. Während Thomas vor einem Kruzifix betete, vernahmen Mitbrüder eine Stimme, die vom Kreuz ausging:
Die Vertrauenswürdigkeit seiner Texte wurde durch das höchste Lehramt der Kirche feierlich unterstrichen:
Zahlreiche Päpste haben die Sicherheit seiner Lehre betont:
Trotz der hohen Anerkennung blieb Thomas von tiefer Demut geprägt. Nach einer weiteren großen Offenbarung kurz vor seinem Tod stellte er das Schreiben ein und sagte: „Alles, was ich geschrieben habe, kommt mir wie Stroh vor im Vergleich zu dem, was ich gesehen habe.“ Für die Kirche ist gerade diese Demut ein Garant für die Echtheit und die göttliche Quelle seiner Inspiration.
Das Kirchenrecht (Codex Iuris Canonici, Can. 252 §3) schreibt vor, dass die Theologiestudierenden insbesondere den heiligen Thomas von Aquin als Lehrer haben sollen. Dies stellt sicher, dass die zukünftigen Priester auf einem Fundament ausgebildet werden, das als „sicher und bewährt“ gilt.
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Einwand 1: Es scheint, dass alle Dinge dem Schicksal unterworfen sind. Denn Boethius sagt (De Consol. 4): „Die Kette des Schicksals bewegt den Himmel und die Sterne, stimmt die Elemente aufeinander ab und formt sie durch eine wechselseitige Umwandlung. Durch das Schicksal werden alle Dinge, die in…
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Einwand 1: Es scheint, dass das Schicksal nicht unveränderlich ist. Denn Boethius sagt (De Consol. 4): „Wie das Überlegen zum Intellekt, wie das Gewordene zu dem, was ist, wie die Zeit zur Ewigkeit, wie der Kreis zu seinem Mittelpunkt; so verhält sich die wandelbare Kette des Schicksals zur…
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Einwand 1: Es scheint, dass das Schicksal nicht in den geschaffenen Dingen ist. Denn Augustinus sagt (De Civ. Dei 5, 1), dass der „göttliche Wille oder die Macht Schicksal genannt wird“. Aber der göttliche Wille oder die Macht ist nicht in den Geschöpfen, sondern in Gott. Also ist das Schicksal…
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Einwand 1: Es scheint, dass das Schicksal nichts ist. Denn Gregor sagt in einer Homilie zur Erscheinung des Herrn (Hom. 10 in Evang.): „Fern sei es von den Herzen der Gläubigen zu denken, dass das Schicksal etwas Wirkliches sei.“ Einwand 2: Ferner ist das, was durch Schicksal geschieht, nicht…
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Einwand 1: Es scheint, dass die Gesamtheit der Geschöpfe, Welt genannt, keinen Anfang hatte, sondern von Ewigkeit her existierte. Denn alles, was zu existieren beginnt, ist ein mögliches Seiendes, bevor es existiert; andernfalls wäre es unmöglich, dass es existiert. Wenn also die Welt zu…
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Wie es nun gegen die Vernunft ist, daß jemand die leibliche Vereinigung entgegen dem Zweck ausübt, der Zeugung und Aufzucht von Nachwuchs zu dienen, so ist es auch der Vernunft gemäß, daß jemand die leibliche Vereinigung ausübt, insofern sie der Zeugung und Aufzucht von Nachwuchs dient. Durch…
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Thomas von Aquin (Summa Theologiae) erklärt: Dinge sind an sich immer wahr, da sie dem göttlichen Verstand entsprechen. Falschheit existiert in Dingen nur relativ zu unserem Verstand, wenn ihre äußere Erscheinung uns dazu verleitet, sie für etwas zu halten, das sie nicht sind.
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Einwand 1: Es scheint, dass die Taufe des Johannes nicht von Gott war. Denn nichts Sakramentales, das von Gott ist, wird nach einem bloßen Menschen benannt: so wird die Taufe des Neuen Gesetzes nicht nach Petrus oder Paulus benannt, sondern nach Christus. Jene Taufe aber wird nach Johannes…
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Einwand 1: Es scheint, dass es nicht angemessen war, dass Johannes taufte. Denn jeder sakramentale Ritus gehört zu einem Gesetz. Johannes aber führte kein neues Gesetz ein. Also war es nicht angemessen, dass er den neuen Ritus der Taufe einführte. Einwand 2: Ferner wurde Johannes „von Gott gesandt…
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Aus denselben Gründen kann auch dargelegt werden, daß ein Mensch sich von einer Todsünde nur durch die Gnade wieder erheben kann. Denn durch eine Todsünde kehrt sich der Mensch vom letzten Ziel ab. Auf das letzte Ziel aber ist der Mensch nur durch die Gnade hingeordnet (III 147). Also kann der…
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Hieraus ist aber offensichtlich, daß ein Mensch, auch wenn er nicht im Guten verharrt hat, sondern in Sünde gefallen ist, durch die Hilfe der Gnade zum Guten wieder aufgerichtet werden kann. Es liegt nämlich in ein und derselben Kraft, das Heil eines Dinges aufrechtzuerhalten und ein gestörtes…
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Denn zu bestrafen oder zu belohnen steht dem zu, dem es zusteht, ein Gesetz zu erlassen: die Gesetzgeber veranlassen nämlich durch Belohnungen und Strafen die Beachtung des Gesetzes. Zur göttlichen Vorsehung gehört es aber, den Menschen ein Gesetz zu erlassen, wie aus dem oben Gesagten (III 114)…
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Einwand 1: Es scheint, dass die Ehe kein Sakrament ist. Denn jedes Sakrament des Neuen Gesetzes hat eine Form, die wesentlich für das Sakrament ist. Aber der Segen, der vom Priester bei einer Hochzeit gegeben wird, ist nicht wesentlich für die Ehe. Also ist sie kein Sakrament. Einwand 2: Ferner…
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Einwand 1: Es scheint, dass es nicht notwendig ist, einem Priester zu beichten. Denn wir sind nur kraft der göttlichen Einsetzung zur Beichte verpflichtet. Nun wird uns ihre göttliche Einsetzung bekannt gemacht durch Jakobus 5,16: „Bekennt einander eure Sünden“, wo kein Priester erwähnt wird. Also…
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Einwand 1: Es scheint unerlaubt zu sein, aus Not zu stehlen. Denn Buße wird nur dem auferlegt, der gesündigt hat. Nun wird festgestellt (Extra, De furtis, Cap. Si quis): „Wenn jemand aus Hunger oder Nacktheit Nahrung, Kleidung oder Vieh stiehlt, soll er drei Wochen lang Buße tun.“ Also ist es…
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Einwand 1: Es scheint, dass Diebstahl nicht immer eine Sünde ist. Denn keine Sünde wird von Gott befohlen, da geschrieben steht (Sir 15,21): „Er hat niemandem befohlen, frevelhaft zu handeln.“ Doch finden wir, dass Gott Diebstahl befahl, denn es steht geschrieben (Ex 12,35.36): „Und die Kinder…
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Die Vollkommenheit geistlicher Stärke besteht nun darin, daß man es wagt, den Glauben an Christus öffentlich zu bekennen und ihn hierauf nicht aufgrund irgendeiner Verwirrung oder Angst zurückzunehmen. So vertreibt die Tapferkeit die ungeordnete Furcht. Mithin macht das Sakrament, wodurch dem…
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Der Tod Christi ist, wie es bereits hieß (IV 55), gleichsam die Universalursache des menschlichen Heils. Jedoch muß eine Universalursache seine Anwendung in jedem einzelnen Effekt finden. Deshalb war es notwendig, den Menschen bestimmte Heilmittel anzubieten, durch die ihnen die Wohltat des Todes…
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Da derlei sichtbare Sakramente aufgrund des Leidens Christi wirksam sind und es in gewisser Weise vergegenwärtigen, so gilt es weiterhin zu beachten, daß sie so beschaffen sein müssen, daß sie dem Heil entsprechen, das durch Christus geschaffen wurde. Vor der Inkarnation Christi jedoch und vor…
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Da die Mittel für das geistliche Heil, wie es hieß (IV 56), den Menschen unter sinnlich wahrnehmbaren Zeichen überliefert sind, so folgte ebenfalls daraus, daß sich die Mittel, die dem geistlichen Leben dienen, auf ähnliche Weise voneinander unterscheiden, wie es beim leiblichen Leben der Fall…
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Einwand 1: Es scheint, dass der Mensch keinen freien Willen hat. Denn wer freien Willen hat, tut, was er will. Der Mensch aber tut nicht, was er will; denn es steht geschrieben (Röm 7,19): „Denn das Gute, das ich will, tue ich nicht, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.“ Also hat der…
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1. Einwand: Es scheint unerlaubt zu sein, zu urteilen. Denn nichts wird bestraft außer dem Unerlaubten. Jenen aber, die urteilen, wird Strafe angedroht, welcher jene, die nicht urteilen, entgehen werden, gemäß Mt 7,1: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet." Also ist es unerlaubt zu…
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Einwand 1: Es scheint, dass das Gute nicht Ursache des Übels sein kann. Denn es heißt (Mt 7,18): „Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen." Einwand 2: Ferner kann ein Gegensatz nicht Ursache des anderen sein. Das Übel aber ist der Gegensatz zum Guten. Also kann das Gute nicht Ursache…
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Einwand 1: Es scheint unerlaubt, Menschen zu töten, die gesündigt haben. Denn unser Herr verbot im Gleichnis (Mt 13) das Ausreißen des Unkrauts, welches gemäß einer Glosse die bösen Menschen bezeichnet. Nun ist alles, was von Gott verboten ist, eine Sünde. Daher ist es eine Sünde, einen Sünder zu…
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Einwand 1: Es scheint, dass es unerlaubt ist, irgendein Lebewesen zu töten. Denn der Apostel sagt (Röm 13,2): "Wer der Anordnung Gottes widersteht, zieht sich selbst die Verdammnis zu." Nun hat die göttliche Vorsehung angeordnet, dass alle Lebewesen erhalten bleiben sollen, gemäß Ps 146,8.9: "Der…
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Einwand 1: Es scheint, dass die Dämonen Menschen nicht durch echte Wunder in die Irre führen können. Denn das Wirken der Dämonen wird sich besonders in den Werken des Antichristen zeigen. Aber wie der Apostel sagt (2 Thess 2,9), ist dessen "Kommen gemäß der Wirksamkeit des Satans, in aller Kraft…
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Einwand 1: Es scheint, dass die Kirche in allen Fällen jene wiederaufnehmen sollte, die von der Häresie zurückkehren. Denn es steht geschrieben (Jer 3,1) in der Person des Herrn: „Du hast dich mit vielen Liebhabern prostituiert; dennoch kehre zu Mir zurück, spricht der Herr." Nun ist das Urteil…
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Einwand 1: Es scheint, dass Häretiker geduldet werden müssen. Denn der Apostel sagt (2 Tim 2,24.25): „Ein Knecht des Herrn soll nicht zanken... mit Bescheidenheit soll er die zurechtweisen, die der Wahrheit widerstehen, ob ihnen Gott vielleicht Buße gebe, die Wahrheit zu erkennen, und sie sich aus…
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Einwand 1: Es scheint, dass die Verdammten niemals das Böse bereuen, das sie getan haben. Denn Bernhard sagt über das Hohelied [ Vgl. De Consideratione v, 12; De Gratia et Libero Arbitrio ix], dass „die Verdammten immer dem Bösen zustimmen, das sie getan haben!" Daher bereuen sie niemals die…
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Einwand 1: Es scheint, dass es unpassend für die Mutter Gottes war, in den Tempel zu gehen, um gereinigt zu werden. Denn Reinigung setzt Unreinheit voraus. Aber in der seligsten Jungfrau war keine Unreinheit, wie oben dargelegt (Quaestiones [27], 28). Daher hätte sie nicht in den Tempel gehen…
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Einwand 1: Es scheint, dass nicht alle verpflichtet sind, die Taufe zu empfangen. Denn Christus hat den Weg des Menschen zum Heil nicht verengt. Aber vor der Ankunft Christi konnten Menschen ohne Taufe gerettet werden: also auch nach der Ankunft Christi. Einwand 2: Ferner scheint die Taufe…
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Einige Toren haben sich herausgenommen, die Wahrheit dieser Lehre nach ihrer eigenen Vorstellung zu bemessen, indem sie sich hierüber verschiedene nichtige Ansichten bildeten. Einige von ihnen bemerkten, es sei Gewohnheit der Schrift, jene als „Söhne Gottes“ zu bezeichnen, welche durch die…