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Da die Mittel für das geistliche Heil, wie es hieß (IV 56), den Menschen unter sinnlich wahrnehmbaren Zeichen überliefert sind, so folgte ebenfalls daraus, daß sich die Mittel, die dem geistlichen Leben dienen, auf ähnliche Weise voneinander unterscheiden, wie es beim leiblichen Leben der Fall ist. Nun finden wir beim leiblichen Leben eine zweifache Ordnung. So gibt es einerseits jene, welche leibliches Leben auf andere fortpflanzen und ordnen; andererseits gibt es solche, die hinsichtlich ihres leiblichen Lebens hervorgebracht und geordnet werden. Nun sind drei Dinge für das leibliche und natürliche Leben wesentlich erforderlich, ein viertes ist beiläufig erforderlich.
Erstens muß etwas durch Zeugung oder Geburt Leben annehmen.
Zweitens muß durch Wachstum zur Vollgestalt auch Kraft hinzukommen.
Drittens ist für die Erhaltung des derart gezeugten und entwickelten Lebens Nahrung erforderlich. Dies ist für ein natürliches Leben wesentlich erforderlich, denn ohne dies kann sich leibliches Leben nicht realisieren. Daher werden auch der vegetativen Seele, die das Prinzip des Lebens ist, drei natürliche Kräfte zugeschrieben, die Zeugungskraft, die Wachstumskraft und die Ernährungskraft. Da das leibliche Leben jedoch auf Hemmnisse stößt, wodurch eine lebendige Sache erkrankt, so ist viertens beiläufig erforderlich, daß es hierfür Heilung gibt.
Mithin gibt es auch beim geistlichen Leben erstens eine geistliche Entstehung durch die Taufe. Zweitens gibt es ein geistliches Wachstum, das zur vollkommenen Stärke führt, durch das Sakrament der Firmung. Drittens gibt es eine geistliche Nahrung durch das Sakrament der Eucharistie.
Viertens verbleibt die geistliche Heilung durch das Bußsakrament, die nur in der Seele geschieht; oder sie geht, wenn es geraten ist, durch die letzte Ölung von der Seele auf den Körper über. Mithin betreffen diese (Sakramente) jene, welche zum geistlichen Leben gebracht und in ihm erhalten werden. Jene, welche das leibliche Leben fortpflanzen und ordnen, sind unter zwei Hinsichten erforderlich, nämlich hinsichtlich des natürlichen Ursprungs, welcher Sache der Eltern ist, und hinsichtlich der politischen Leitung, der gemäß das Leben des Menschen friedlich verläuft; dies ist Sache von Königen und Regierungsoberhäuptern. Folglich verhält es sich im geistlichen Leben ebenso. Es gibt nämlich jene, welche lediglich durch geistlichen Dienst das geistliche Leben fortpflanzen und ordnen. Ihnen entspricht das Weihesakrament. Einige leisten zugleich einen leiblichen und einen geistlichen Dienst. Dies geschieht durch das Sakrament der Ehe, bei dem Mann und Frau vereint Nachkommenschaft erzeugen und sie zur Gottesverehrung erziehen.
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In diesem Auszug aus der Summa Theologiae untersucht Thomas von Aquin, ob lässliche Sünden zu Todsünden werden können. Er verneint eine direkte Umwandlung des Aktes, zeigt aber auf, wie sie dispositiv oder durch die Zielsetzung dazu führen können.
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Einwand 1: Es scheint, dass alle Dinge dem Schicksal unterworfen sind. Denn Boethius sagt (De Consol. 4): „Die Kette des Schicksals bewegt den Himmel und die Sterne, stimmt die Elemente aufeinander ab und formt sie durch eine wechselseitige Umwandlung. Durch das Schicksal werden alle Dinge, die in…
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Einwand 1: Es scheint, dass das Schicksal nicht unveränderlich ist. Denn Boethius sagt (De Consol. 4): „Wie das Überlegen zum Intellekt, wie das Gewordene zu dem, was ist, wie die Zeit zur Ewigkeit, wie der Kreis zu seinem Mittelpunkt; so verhält sich die wandelbare Kette des Schicksals zur…
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Viele leben in Todsünde und merken es nicht. Die moderne Welt hat das Gewissen umgedeutet, die Sünde verharmlost und Gott zum Schweigen gebracht. Ein Mahnruf, der unbequem ist, aber notwendig.
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Manchmal verlasse ich den Beichtstuhl mit Zweifeln im Kopf: „Habe ich wirklich richtig gebeichtet? Hätte ich bei bestimmten Dingen genauer sein müssen? War ich am Ende aufrichtig genug?“
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Einwand 1: Es scheint, dass das Schicksal nicht in den geschaffenen Dingen ist. Denn Augustinus sagt (De Civ. Dei 5, 1), dass der „göttliche Wille oder die Macht Schicksal genannt wird“. Aber der göttliche Wille oder die Macht ist nicht in den Geschöpfen, sondern in Gott. Also ist das Schicksal…