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Gut informierte Eltern, geschützte Kinder — Elternnetzwerk-Kinderschutz und Prävention · Diese Website wurde geschaffen, um Eltern über das neue Rahmenkonzept „Sexuelle Bildung" zu informieren, das das Erzbistum Hamburg ab dem Schuljahr 2026/2027 an allen katholischen Schulen einführen möchte. Es geht weit über eine altersgerechte Sexualaufklärung hinaus. Es fördert ein neues Verständnis von Sexualität, Geschlechtsidentität, Ehe, Familie und menschlichen Beziehungen und widerspricht der katholischen Lehre sowie dem Erziehungsauftrag der Eltern.
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Einwand 1: Es scheint, dass Häretiker geduldet werden müssen. Denn der Apostel sagt (2 Tim 2,24.25): „Ein Knecht des Herrn soll nicht zanken... mit Bescheidenheit soll er die zurechtweisen, die der Wahrheit widerstehen, ob ihnen Gott vielleicht Buße gebe, die Wahrheit zu erkennen, und sie sich aus den Fallstricken des Teufels befreien. Wenn nun Häretike nicht geduldet, sondern getötet werden, verlieren sie die Gelegenheit zur Buße. Daher scheint dies dem Befehl des Apostels zuwiderzulaufen.
Einwand 2: Ferner sollte alles, was in der Kirche notwendig ist, geduldet werden. Nun sind Häresien in der Kirche notwendig, da der Apostel sagt (1 Kor 11,19): „Es muss... Häresien geben, damit jene..., die bewährt sind, unter euch offenbar werden." Daher scheint es, dass Häretiker geduldet werden sollten
Einwand 3: Ferner befahl der Herr seinen Knechten (Mt 13,30), das Unkraut „wachsen zu lassen bis zur Ernte", d.h. bis zum Ende der Welt, wie eine Glosse erklärt. Nun erklären heilige Männer, dass das Unkraut die Häretiker bezeichnet. Daher sollten Häretiker geduldet werden
Dagegen spricht, dass der Apostel sagt (Tit 3,10.11): „Einen Menschen, der ein Häretiker ist, meide nach der ersten und zweiten Zurechtweisung: wissend, dass er, der ein solcher ist, verkehrt ist."
Ich antworte darauf: In Bezug auf Häretiker müssen zwei Punkte beachtet werden: einer auf ihrer eigenen Seite; der andere auf der Seite der Kirche. Auf ihrer eigenen Seite ist die Sünde, wodurch sie verdienen, nicht nur durch die Exkommunikation von der Kirche getrennt zu werden, sondern auch durch den Tod aus der Welt geschieden zu werden. Denn es ist eine viel schwerwiegendere Sache, den Glauben zu verderben, der die Seele belebt, als Geld zu fälschen, das das zeitliche Leben stützt. Weshalb, wenn Geldfälscher und andere Übeltäter von der weltichen Obrigkeit sogleich zum Tode verurteilt werden, viel mehr Grund besteht, Häretiker, sobald sie der Häresie überführt sind, nicht nur zu exkommunizieren sondern sogar hinzurichten. Auf Seiten der Kirche jedoch ist Barmherzigkeit, die auf die Bekehrung des Irrenden schaut, weshalb sie nicht sogleich verurteilt, sondern „nach der ersten und zweiten Zurechtweisung", wie der Apostel anweist: danach, wenn er noch hartnäckig ist, schaut die Kirche, da sie nicht mehr auf seine Bekehrung hofft, auf das Heil der anderen, indem sie ihn exkommuniziert und von der Kirche trennt, und ferner übergibt sie ihn dem weltlichen Gericht, um von diesem durch den Tod aus der Welt getilgt zu werden. Denn Hieronymus sagt im Kommentar zu Gal. 5,9, „Ein wenig Sauerteig": Schneide das verfaulte Fleisch ab, treibe das räudige Schaf aus der Hürde, damit nicht das ganze Haus, der ganze Teig, der ganzo Leib, die ganze Herde verbrenne, zugrunde gehe, verrotte, sterbe. Arius war nur ein Funke in Alexandria, aber da dieser Funke nicht sogleich gelöscht wurde, wurde die ganze Erde von seiner Flamme verwüstet."
Antwort auf Einwand 1: Eben diese Bescheidenheit verlangt, dass der Häretiker ein erstes und zweites Mal ermahnt werde: und wenn er nicht willens ist zu widerrufen, muss er als bereits „verkehrt" gerechnet werden, wie wir aus den oben zitierten Worten des Apostels entnehmen können
Antwort auf Einwand 2: Der Nutzen, der aus der Häresie folgt, liegt außerhalb der Absicht der Häretiker, denn er besteht in der Beständigkeit der Gläubigen, die auf die Probe gestellt wird, und „lässt uns unsere Trägheit abschütteln und die Schriften sorgfältiger durchsuchen", wie Augustinus feststellt (De Gen. cont. Manich. i, 1). Was sie wirklich beabsichtigen ist die Verderbnis des Glaubens, was bedeutet, sehr großen Schaden zuzufügen. Folglich sollten wir betrachten, was sie direkt beabsichtigen, und sie vertreiben, anstatt dessen, was außerhalb ihrer Absicht liegt, und sie so dulden.
Antwort auf Einwand 3: Gemäß Decret. (xxiv, qu. ii, can. Notandum) bedeutet „exkommuniziert zu werden nicht, entwurzelt zu werden". Ein Mensch wird exkommuniziert, wie der Apostel sagt (1 Kor 5,5), damit sein „Geist gerettet werde am Tag unseres Herrn". Doch wenn Häretiker durch den Tod gänzlich entwurzelt werden, ist dies nicht gegen den Befeh unseres Herrn, der so zu verstehen ist, dass er sich auf den Fall bezieht, wenn das Unkraut nicht ausgerissen werden kann, ohne den Weizen auszureißen, wie wir oben erklärt haben (Frage [10], Artikel [8], ad 1), als wir von den Ungläubigen im Allgemeinen handelten.
Quelle: Summa Theologiae, Zweiter Teil des zweiten Teils, Frage 11, Artikel 3
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