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Einwand 1: Es scheint, dass die Ehe kein Sakrament ist. Denn jedes Sakrament des Neuen Gesetzes hat eine Form, die wesentlich für das Sakrament ist. Aber der Segen, der vom Priester bei einer Hochzeit gegeben wird, ist nicht wesentlich für die Ehe. Also ist sie kein Sakrament.
Einwand 2: Ferner ist ein Sakrament nach Hugo (De Sacram. i) "ein materielles Element". Aber die Ehe hat kein materielles Element als ihre Materie. Also ist sie kein Sakrament.
Einwand 3: Ferner leiten die Sakramente ihre Wirksamkeit vom Leiden Christi ab. Aber die Ehe, da mit ihr Lust verbunden ist, macht den Menschen nicht dem Leiden Christi gleichförmig, welches schmerzhaft war. Also ist sie kein Sakrament.
Einwand 4: Ferner bewirkt jedes Sakrament des Neuen Gesetzes das, was es bezeichnet. Doch die Ehe bewirkt nicht die Vereinigung Christi mit der Kirche, welche Vereinigung sie bezeichnet. Also ist die Ehe kein Sakrament.
Einwand 5: Ferner gibt es in den anderen Sakramenten etwas, das Realität und Sakrament ist. Dies ist aber in der Ehe nicht zu finden, da sie keinen Charakter einprägt, sonst würde sie nicht wiederholt werden. Also ist sie kein Sakrament.
Dagegen spricht, dass geschrieben steht (Eph 5,32): "Dies ist ein großes Sakrament." Also usw.
Ferner ist ein Sakrament das Zeichen einer heiligen Sache. Dies aber ist die Ehe. Also usw.
Ich antworte darauf, dass ein Sakrament ein heiligendes Heilmittel gegen die Sünde bezeichnet, das dem Menschen unter sinnlich wahrnehmbaren Zeichen dargeboten wird. Da dies nun bei der Ehe der Fall ist, wird sie zu den Sakramenten gerechnet.
Antwort auf Einwand 1: Die Worte, durch welche der Ehekonsens ausgedrückt wird, sind die Form dieses Sakraments, und nicht der Segen des Priesters, welcher eine Sakramentalie ist.
Antwort auf Einwand 2: Das Sakrament der Ehe wird, wie das der Buße, durch die Handlung des Empfängers vollendet. Daher hat die Ehe, genau wie die Buße, keine andere Materie als die sinnlich wahrnehmbaren Handlungen selbst, die an die Stelle des materiellen Elements treten.
Antwort auf Einwand 3: Obwohl die Ehe dem Leiden Christi nicht hinsichtlich des Schmerzes gleichförmig ist, so ist sie es doch hinsichtlich der Liebe, durch welche Er für die Kirche litt, die mit Ihm als Seine Braut vereinigt werden sollte.
Antwort auf Einwand 4: Die Vereinigung Christi mit der Kirche ist nicht die in diesem Sakrament enthaltene Realität, sondern die bezeichnete und nicht enthaltene Realität – und kein Sakrament verursacht eine Realität dieser Art –, aber es hat eine andere, die sowohl enthalten als auch bezeichnet ist, welche es verursacht, wie wir weiter unten darlegen werden (ad 5). Der Magister jedoch (Sent. iv, D, 26) behauptet, dass es eine nicht-enthaltene Realität ist, weil er der Meinung war, dass die Ehe keine darin enthaltene Realität habe.
Artikel, die auf diesen Text verweisen — für Kontext, vorangehende Schritte und verwandte Einwände.
Antwort auf Einwand 5: Auch in diesem Sakrament sind jene drei Dinge zu finden, denn die äußerlich sichtbaren Handlungen sind nur das Sakrament; das Band zwischen Ehemann und Ehefrau, das aus diesen Handlungen resultiert, ist Realität und Sakrament; und die letzte enthaltene Realität ist die Wirkung dieses Sakraments, während die nicht-enthaltene Realität jene ist, die der Magister angibt (Sent. iv, D, 26).
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In diesem Auszug aus der Summa Theologiae untersucht Thomas von Aquin, ob lässliche Sünden zu Todsünden werden können. Er verneint eine direkte Umwandlung des Aktes, zeigt aber auf, wie sie dispositiv oder durch die Zielsetzung dazu führen können.
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Einwand 1: Es scheint, dass alle Dinge dem Schicksal unterworfen sind. Denn Boethius sagt (De Consol. 4): „Die Kette des Schicksals bewegt den Himmel und die Sterne, stimmt die Elemente aufeinander ab und formt sie durch eine wechselseitige Umwandlung. Durch das Schicksal werden alle Dinge, die in…
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Einwand 1: Es scheint, dass das Schicksal nicht unveränderlich ist. Denn Boethius sagt (De Consol. 4): „Wie das Überlegen zum Intellekt, wie das Gewordene zu dem, was ist, wie die Zeit zur Ewigkeit, wie der Kreis zu seinem Mittelpunkt; so verhält sich die wandelbare Kette des Schicksals zur…
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Einwand 1: Es scheint, dass das Schicksal nicht in den geschaffenen Dingen ist. Denn Augustinus sagt (De Civ. Dei 5, 1), dass der „göttliche Wille oder die Macht Schicksal genannt wird“. Aber der göttliche Wille oder die Macht ist nicht in den Geschöpfen, sondern in Gott. Also ist das Schicksal…