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Gratisschriften zum katholischen Glauben — Nimm und lies! · Die aufgeführten Schriften besitzen die kirchliche Druckerlaubnis. Sie eignen sich für Schriftenstände, den Unterricht und die Katechese sowie für jede Form von Apostolat.
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Die Vollkommenheit geistlicher Stärke besteht nun darin, daß man es wagt, den Glauben an Christus öffentlich zu bekennen und ihn hierauf nicht aufgrund irgendeiner Verwirrung oder Angst zurückzunehmen. So vertreibt die Tapferkeit die ungeordnete Furcht. Mithin macht das Sakrament, wodurch dem Wiedergeborenen geistliche Stärke verliehen wird, ihn gewissermaßen zum Streiter für den Glauben an Christus.
Und wie Soldaten das Banner des Herrschers tragen, für den sie kämpfen, so empfangen diejenigen, welche das Sakrament der Firmung empfangen, das Zeichen Christi, d. h. das Zeichen des Kreuzes, mit dem er kämpfte und siegte. Sie empfangen dieses Zeichen auf der Stirn, als Zeichen dafür, daß sie sich nicht schämen, den Glauben an Christus öffentlich zu bekennen.
Es wird ihnen ein Kreuz aus einer Mischung aus Öl und Balsam auf-gezeichnet. Sie heißt Chrisam, was nicht unvernünftig ist, denn das Öl bezeichnet die Kraft des Heiligen Geistes, woher Christus auch als „der Gesalbte" bezeichnet wird (Lk 4, 18; Hebr 1, 9). So sollten sie auch „Chri-sten" von Christus her heißen (Apg 11,26), gleichsam als stritten sie für ihn.
Wegen seines Duftes bedeutet der Balsam aber den guten Ruf, in dem diejenigen stehen müssen, die unter Weltmenschen verkehren und dabei öffentlich den Glauben an Christus bekennen wie Menschen, die sich gleichsam aus den heimischen Grenzen der Kirche heraus auf das Schlachtfeld begeben.
Auch ist es angemessen, daß dieses Sakrament einzig von Bischöfen gespendet wird, die gewissermaßen die Führer des christlichen Heeres sind. So ist es auch bei einer weltlichen Streitmacht Aufgabe des Heerführers, bestimmte Menschen zum Heeresdienst einzuberufen. Ähnlich scheinen diejenigen, welche dieses Sakrament empfangen, gewissermaßen zum geistlichen Heeresdienst berufen. Daher wird ihnen auch zur Bezeichnung dessen, daß sie Kraft von Christus empfangen haben, die Hand aufgelegt.
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Bei keiner Kunst maßt man sich an, sie zu lehren, bevor man sie gewissenhaft erlernt hat. Wie groß ist demnach der Leichtsinn, wenn Unerfahrene das Lehramt übernehmen, denn die Kunst aller Künste ist die Seelenleitung.
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Doch da möchte mich vielleicht jemand fragen, was denn ich selbst von jener Stelle des Apostels Paulus halte und wie ich meine, daß man sie auffassen müsse. Ich muß aber gestehen, es wäre mir viel lieber, wenn ich einsichtsvollere und gelehrtere Männer hören könnte, die sie so erklären, daß mein…
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Meine Gegner werfen mir ein: „Jener Eunuch, den Philippus taufte, sagte doch auch nur: 'Ich glaube, daß Jesus Christus Gottes Sohn ist', und wurde auf dieses Bekenntnis hin sogleich getauft.“ Soll also jemand nur dies zu antworten brauchen?