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Wie es nun gegen die Vernunft ist, daß jemand die leibliche Vereinigung entgegen dem Zweck ausübt, der Zeugung und Aufzucht von Nachwuchs zu dienen, so ist es auch der Vernunft gemäß, daß jemand die leibliche Vereinigung ausübt, insofern sie der Zeugung und Aufzucht von Nachwuchs dient. Durch göttliches Gesetz ist nun allein verboten, was der Vernunft widerspricht, wie aus dem oben Gesagten (III 121) ersichtlich ist. Es ist also unangemessen, zu sagen, jede leibliche Vereinigung sei Sünde.
Zudem. Da die Glieder des Körpers gewissermaßen Werkzeuge der Seele sind, ist der Zweck eines jeden Gliedes sein Gebrauch, wie es bei jedem anderen Werkzeug so ist. Der Gebrauch bestimmter Körperteile ist aber die leibliche Vereinigung. Also ist die leibliche Vereinigung der Zweck dieser bestimmten Körperteile. Was aber Zweck irgendwelcher natürlicher Dinge ist, kann nicht an sich schlecht sein: denn was von Natur aus ist, ist von der göttlichen Vorsehung auf einen Zweck hingeordnet, wie aus dem oben Gesagten (III 64) ersichtlich ist. Es ist also unmöglich, daß die leibliche Vereinigung an sich böse wäre.
Weiter. Die natürlichen Neigungen wohnen den Dingen von Gott her inne, der alles bewegt. Es ist also unmöglich, daß die natürliche Neigung irgendeiner Art auf etwas ginge, das an sich böse ist. Allen vollkommnen Lebewesen wohnt aber die natürliche Neigung zur leiblichen Vereinigung inne. Also ist es unmöglich, daß die leibliche Vereinigung an sich böse wäre.
Ebenso. Dasjenige, ohne das etwas Gutes oder sehr Gutes nicht sein kann, ist nicht an sich schlecht. Die Fortdauer der Art wird aber bei den Lebewesen nur durch Zeugung erhalten, und diese besteht in leiblicher Vereinigung. Es ist also unmöglich, daß die leibliche Vereinigung an sich böse wäre.
Daher heißt es 1 Kor 7, 28: „Eine Frau sündigt nicht, wenn sie heiratet.“
Hierdurch wird aber der Irrtum gewisser Leute ausgeschlossen, die behaupteten, jede leibliche Vereinigung sei unerlaubt: daher lehnen sie Ehe und Hochzeit völlig ab. Einige von ihnen behaupteten dies darum, weil sie glaubten, der leibliche Bereich stamme nicht aus einem guten, sondern aus einem bösen Prinzip.
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Zum Schlusse der ganzen Erörterung wollen wir ein göttliches Gericht oder Zeugnis beifügen. Denn Gott zeigte, nach Entstehung der Spaltung, auf vielfache Art, ob die Griechen irrten oder die Lateiner. Bis zur Zeit der Spaltung hatte Griechenland eine solche Blüte von gelehrten und heiligen…
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Aber es ist notwendig, ihre Einwürfe zu widerlegen. Der erste lautet: die dritte allgemeine Synode verbot jede Änderung an dem Symbol, denn es steht am Ende des Conciliums: „Die hl. Synode setzte fest, dass es niemanden erlaubt sei, einen anderen Glauben vorzutragen oder schriftlich zu verfassen,…
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Noch habe ich zu zeigen, dass die Lateiner durch die Hinzufügung jenes Teiles „Und vom Sohne“ das Symbol erklären konnten und mussten. Zuerst will ich nun zeigen, dass sie es tun mussten. Sodann, dass die Lateiner es ohne die Griechen konnten. Dass das Symbol erklärt werden müsse, erhellt nun…
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In diesem Auszug aus der Summa Theologiae untersucht Thomas von Aquin, ob lässliche Sünden zu Todsünden werden können. Er verneint eine direkte Umwandlung des Aktes, zeigt aber auf, wie sie dispositiv oder durch die Zielsetzung dazu führen können.
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Viele leben in Todsünde und merken es nicht. Die moderne Welt hat das Gewissen umgedeutet, die Sünde verharmlost und Gott zum Schweigen gebracht. Ein Mahnruf, der unbequem ist, aber notwendig.
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Manchmal verlasse ich den Beichtstuhl mit Zweifeln im Kopf: „Habe ich wirklich richtig gebeichtet? Hätte ich bei bestimmten Dingen genauer sein müssen? War ich am Ende aufrichtig genug?“