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Gratisschriften zum katholischen Glauben — Nimm und lies! · Die aufgeführten Schriften besitzen die kirchliche Druckerlaubnis. Sie eignen sich für Schriftenstände, den Unterricht und die Katechese sowie für jede Form von Apostolat.
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Wie es nun gegen die Vernunft ist, daß jemand die leibliche Vereinigung entgegen dem Zweck ausübt, der Zeugung und Aufzucht von Nachwuchs zu dienen, so ist es auch der Vernunft gemäß, daß jemand die leibliche Vereinigung ausübt, insofern sie der Zeugung und Aufzucht von Nachwuchs dient. Durch göttliches Gesetz ist nun allein verboten, was der Vernunft widerspricht, wie aus dem oben Gesagten (III 121) ersichtlich ist. Es ist also unangemessen, zu sagen, jede leibliche Vereinigung sei Sünde.
Zudem. Da die Glieder des Körpers gewissermaßen Werkzeuge der Seele sind, ist der Zweck eines jeden Gliedes sein Gebrauch, wie es bei jedem anderen Werkzeug so ist. Der Gebrauch bestimmter Körperteile ist aber die leibliche Vereinigung. Also ist die leibliche Vereinigung der Zweck dieser bestimmten Körperteile. Was aber Zweck irgendwelcher natürlicher Dinge ist, kann nicht an sich schlecht sein: denn was von Natur aus ist, ist von der göttlichen Vorsehung auf einen Zweck hingeordnet, wie aus dem oben Gesagten (III 64) ersichtlich ist. Es ist also unmöglich, daß die leibliche Vereinigung an sich böse wäre.
Weiter. Die natürlichen Neigungen wohnen den Dingen von Gott her inne, der alles bewegt. Es ist also unmöglich, daß die natürliche Neigung irgendeiner Art auf etwas ginge, das an sich böse ist. Allen vollkommnen Lebewesen wohnt aber die natürliche Neigung zur leiblichen Vereinigung inne. Also ist es unmöglich, daß die leibliche Vereinigung an sich böse wäre.
Ebenso. Dasjenige, ohne das etwas Gutes oder sehr Gutes nicht sein kann, ist nicht an sich schlecht. Die Fortdauer der Art wird aber bei den Lebewesen nur durch Zeugung erhalten, und diese besteht in leiblicher Vereinigung. Es ist also unmöglich, daß die leibliche Vereinigung an sich böse wäre.
Daher heißt es 1 Kor 7, 28: „Eine Frau sündigt nicht, wenn sie heiratet.“
Hierdurch wird aber der Irrtum gewisser Leute ausgeschlossen, die behaupteten, jede leibliche Vereinigung sei unerlaubt: daher lehnen sie Ehe und Hochzeit völlig ab. Einige von ihnen behaupteten dies darum, weil sie glaubten, der leibliche Bereich stamme nicht aus einem guten, sondern aus einem bösen Prinzip.
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Bereits um 197 n. Chr. setzt Tertullian das Gebet nach Osten bei den Christen als bekannte, allgemein geübte Praxis voraus und muss sich zugleich gegen den heidnischen Verdacht verteidigen, die Christen würden damit tatsächlich die Sonne verehren.
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Menschen, die das rechte Maß nicht einzuhalten wissen, geraten auf Irrwege.
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Meine Gegner werfen mir ein: „Jener Eunuch, den Philippus taufte, sagte doch auch nur: 'Ich glaube, daß Jesus Christus Gottes Sohn ist', und wurde auf dieses Bekenntnis hin sogleich getauft.“ Soll also jemand nur dies zu antworten brauchen?
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Bei keiner Kunst maßt man sich an, sie zu lehren, bevor man sie gewissenhaft erlernt hat. Wie groß ist demnach der Leichtsinn, wenn Unerfahrene das Lehramt übernehmen, denn die Kunst aller Künste ist die Seelenleitung.
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Sie behaupteten einst, die Bewahrer des wahren katholischen Glaubens zu sein, weihen aber heute Frauen.
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Doch da möchte mich vielleicht jemand fragen, was denn ich selbst von jener Stelle des Apostels Paulus halte und wie ich meine, daß man sie auffassen müsse. Ich muß aber gestehen, es wäre mir viel lieber, wenn ich einsichtsvollere und gelehrtere Männer hören könnte, die sie so erklären, daß mein…
