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1. Einwand: Es scheint, dass Gott alle Dinge gleichermaßen liebt. Denn es wird gesagt: „Er trägt gleichermaßen Sorge für alle“ (Weish 6,8). Aber Gottes Vorsehung über die Dinge kommt aus der Liebe, mit der Er sie liebt. Also liebt Er alle Dinge gleichermaßen.
2. Einwand: Ferner ist die Liebe Gottes sein Wesen. Aber Gottes Wesen lässt keine Abstufung zu; daher auch nicht seine Liebe. Er liebt also nicht einige Dinge mehr als andere.
3. Einwand: Ferner erstrecken sich Gottes Wissen und Wille so weit, wie sich seine Liebe auf die geschaffenen Dinge erstreckt. Aber von Gott wird nicht gesagt, dass Er einige Dinge mehr wisse als andere; noch dass Er ein Ding mehr wolle als ein anderes. Also liebt Er auch nicht einige Dinge mehr als andere.
Dagegen spricht, dass Augustinus sagt (Tract. in Joan. 110): „Gott liebt alle Dinge, die Er gemacht hat, und unter diesen die vernunftbegabten Geschöpfe mehr, und von diesen besonders jene, die Glieder seines eingeborenen Sohnes selbst sind.“
Ich antworte darauf, dass, da ein Ding zu lieben bedeutet, ihm Gutes zu wollen, etwas auf zweifache Weise mehr oder weniger geliebt werden kann. Auf eine Weise hinsichtlich des Aktes des Willens selbst, der mehr oder weniger intensiv ist. Auf diese Weise liebt Gott nicht einige Dinge mehr als andere, weil Er alle Dinge durch einen Akt des Willens liebt, der eins, einfach und immer derselbe ist. Auf eine andere Weise hinsichtlich des Guten selbst, das eine Person für den Geliebten will. Auf diese Weise sagt man, dass wir denjenigen mehr lieben als einen anderen, für den wir ein größeres Gut wollen, auch wenn unser Wille nicht intensiver ist. Auf diese Weise müssen wir notwendigerweise sagen, dass Gott einige Dinge mehr liebt als andere. Denn da Gottes Liebe die Ursache der Güte in den Dingen ist, wie gesagt wurde (Artikel 2), wäre kein Ding besser als ein anderes, wenn Gott nicht für das eine ein größeres Gut wollte als für das andere.
Antwort auf den 1. Einwand: Von Gott wird gesagt, dass Er gleichermaßen Sorge für alle trägt, nicht weil Er durch seine Sorge allen gleiches Gut austeilt, sondern weil Er alle Dinge mit gleicher Weisheit und Güte verwaltet.
Antwort auf den 2. Einwand: Dieses Argument basiert auf der Intensität der Liebe hinsichtlich des Aktes des Willens, welcher das göttliche Wesen ist. Aber das Gut, das Gott für seine Geschöpfe will, ist nicht das göttliche Wesen. Daher gibt es keinen Grund, warum es nicht im Grad variieren könnte.
Antwort auf den 3. Einwand: Verstehen und Wollen bezeichnen den Akt allein und schließen in ihrer Bedeutung keine Objekte ein, aufgrund deren Verschiedenheit man sagen könnte, Gott wisse oder wolle mehr oder weniger, wie es in Bezug auf Gottes Liebe gesagt wurde.
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