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Aus denselben Gründen kann auch dargelegt werden, daß ein Mensch sich von einer Todsünde nur durch die Gnade wieder erheben kann.
Denn durch eine Todsünde kehrt sich der Mensch vom letzten Ziel ab. Auf das letzte Ziel aber ist der Mensch nur durch die Gnade hingeordnet (III 147). Also kann der Mensch sich nur durch die Gnade von der Sünde wieder erheben.
Zudem. Eine Kränkung wird nur durch Liebe getilgt. Aber durch eine Todsünde begeht der Mensch eine Kränkung Gottes: es heißt nämlich, daß „Gott die Sünder haßt“ (Weish 14, 9; Eccli 12, 6), insofern er sie des letzten Ziels beraubt, das er denen vorbehält, die er liebt. Also kann ein Mensch sich von einer Todsünde nur durch die Gnade wieder erheben, durch die gewissermaßen Freundschaft zwischen Gott und Mensch geschlossen wird.
Hierzu können alle Beweisgründe angeführt werden, die oben (III 147 ff.) zur Notwendigkeit der Gnade aufgestellt wurden.
Daher heißt es Jes 43, 25: „Ich bin es selbst, der ich deine Ungerechtigkeiten um meinetwillen tilge.“ Und Ps 85, 3 steht: „Du hast die Ungerechtigkeit deines Volks vergeben: alle ihre Sünden hast du bedeckt.“
Hierdurch wird aber der Irrtum der Pelagianer ausgeschlossen, die behaupteten, der Mensch könne sich durch seinen freien Willen von der Sünde wieder erheben.
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Die Reinheit unseres Gesetzes ist es also, wodurch sich unsere heilige Religion vor allen übrigen Sekten ganz besonders auszeichnet.
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Wer weiß nun nicht den späteren Ursprung aller Ketzereien? Die Arianer waren gewiss nicht vor dem Arius noch die Macedonianer, Nestorianer, Pelagianer, Mohammedaner und Lutheraner vor Macedonius, Nestorius, Pelagius, vor Mohammed und Luther.
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Je kühner jemand das Alte umstößt, die Überlieferung und die kirchliche Lehre von sich weist, für um so gelehrter gilt er.
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Es gibt Zeiten, da bin ich ganz für mich allein, und da überkommt mich ein derart herzliches Lachen, dass es geradezu ein Wunder wäre, wenn ich mich in Gegenwart anderer noch beherrschen könnte.
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O Gott, wie werden ihm jene Augenblicke der Lust sodann erscheinen, nach hundert, nach tausend Millionen Jahren der Hölle!
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Ach, mein Jesus! Ich sehe, wie viel Ihr getan und gelitten habt, um mich in die Notwendigkeit zu versetzen, Euch zu lieben – und ich bin Euch so undankbar gewesen?