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In diesem Auszug aus der Summa Theologiae untersucht Thomas von Aquin, ob lässliche Sünden zu Todsünden werden können. Er verneint eine direkte Umwandlung des Aktes, zeigt aber auf, wie sie dispositiv oder durch die Zielsetzung dazu führen können.
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Diese Nahrung heißt bei uns Eucharistie. Niemand darf daran teilnehmen, als wer unsere Lehren für wahr hält, das Bad zur Nachlassung der Sünden und zur Wiedergeburt empfangen hat und nach den Weisungen Christi lebt. Denn nicht als gemeines Brot und als gemeinen Trank nehmen wir sie; sondern wie…
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Nach der katholischen Lehre und der Philosophie des Thomas von Aquin lautet die Antwort uneingeschränkt: Ja, der Mensch bleibt vollkommen frei. Um diesen scheinbaren Widerspruch aufzulösen, muss man verstehen, dass Gott nicht wie wir in der Zeit existiert, sondern in der Ewigkeit lebt. Für Gott…
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Einwand 1: Es scheint, dass alle Dinge dem Schicksal unterworfen sind. Denn Boethius sagt (De Consol. 4): „Die Kette des Schicksals bewegt den Himmel und die Sterne, stimmt die Elemente aufeinander ab und formt sie durch eine wechselseitige Umwandlung. Durch das Schicksal werden alle Dinge, die in…
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Einwand 1: Es scheint, dass das Schicksal nicht unveränderlich ist. Denn Boethius sagt (De Consol. 4): „Wie das Überlegen zum Intellekt, wie das Gewordene zu dem, was ist, wie die Zeit zur Ewigkeit, wie der Kreis zu seinem Mittelpunkt; so verhält sich die wandelbare Kette des Schicksals zur…
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Einwand 1: Es scheint, dass das Schicksal nicht in den geschaffenen Dingen ist. Denn Augustinus sagt (De Civ. Dei 5, 1), dass der „göttliche Wille oder die Macht Schicksal genannt wird“. Aber der göttliche Wille oder die Macht ist nicht in den Geschöpfen, sondern in Gott. Also ist das Schicksal…
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Einwand 1: Es scheint, dass das Schicksal nichts ist. Denn Gregor sagt in einer Homilie zur Erscheinung des Herrn (Hom. 10 in Evang.): „Fern sei es von den Herzen der Gläubigen zu denken, dass das Schicksal etwas Wirkliches sei.“ Einwand 2: Ferner ist das, was durch Schicksal geschieht, nicht…
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Einwand 1: Es scheint, dass die Gesamtheit der Geschöpfe, Welt genannt, keinen Anfang hatte, sondern von Ewigkeit her existierte. Denn alles, was zu existieren beginnt, ist ein mögliches Seiendes, bevor es existiert; andernfalls wäre es unmöglich, dass es existiert. Wenn also die Welt zu…
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Thomas von Aquin (Summa Theologiae) erklärt: Dinge sind an sich immer wahr, da sie dem göttlichen Verstand entsprechen. Falschheit existiert in Dingen nur relativ zu unserem Verstand, wenn ihre äußere Erscheinung uns dazu verleitet, sie für etwas zu halten, das sie nicht sind.
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Denn zu bestrafen oder zu belohnen steht dem zu, dem es zusteht, ein Gesetz zu erlassen: die Gesetzgeber veranlassen nämlich durch Belohnungen und Strafen die Beachtung des Gesetzes. Zur göttlichen Vorsehung gehört es aber, den Menschen ein Gesetz zu erlassen, wie aus dem oben Gesagten (III 114)…
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Einwand 1: Es scheint, dass die Ehe kein Sakrament ist. Denn jedes Sakrament des Neuen Gesetzes hat eine Form, die wesentlich für das Sakrament ist. Aber der Segen, der vom Priester bei einer Hochzeit gegeben wird, ist nicht wesentlich für die Ehe. Also ist sie kein Sakrament. Einwand 2: Ferner…
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Einwand 1: Es scheint, dass es nicht notwendig ist, einem Priester zu beichten. Denn wir sind nur kraft der göttlichen Einsetzung zur Beichte verpflichtet. Nun wird uns ihre göttliche Einsetzung bekannt gemacht durch Jakobus 5,16: „Bekennt einander eure Sünden“, wo kein Priester erwähnt wird. Also…
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1. Vor allem muß man zu Gott beten und seinen Namen anrufen. Das lehrt schon der bloße Naturtrieb im Menschenherzen; noch mehr die HI. Schrift, wo wir den Befehl Gottes lesen: »Ruf zu mir am Tag der Not« (Ps. 49, 15). Unter »Gott« sind natürlich die drei göttlichen Personen zu verstehen. 2. An…
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Der Tod Christi ist, wie es bereits hieß (IV 55), gleichsam die Universalursache des menschlichen Heils. Jedoch muß eine Universalursache seine Anwendung in jedem einzelnen Effekt finden. Deshalb war es notwendig, den Menschen bestimmte Heilmittel anzubieten, durch die ihnen die Wohltat des Todes…
Da derlei sichtbare Sakramente aufgrund des Leidens Christi wirksam sind und es in gewisser Weise vergegenwärtigen, so gilt es weiterhin zu beachten, daß sie so beschaffen sein müssen, daß sie dem Heil entsprechen, das durch Christus geschaffen wurde. Vor der Inkarnation Christi jedoch und vor…
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Da die Mittel für das geistliche Heil, wie es hieß (IV 56), den Menschen unter sinnlich wahrnehmbaren Zeichen überliefert sind, so folgte ebenfalls daraus, daß sich die Mittel, die dem geistlichen Leben dienen, auf ähnliche Weise voneinander unterscheiden, wie es beim leiblichen Leben der Fall…
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Einwand 1: Es scheint, dass der Mensch keinen freien Willen hat. Denn wer freien Willen hat, tut, was er will. Der Mensch aber tut nicht, was er will; denn es steht geschrieben (Röm 7,19): „Denn das Gute, das ich will, tue ich nicht, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.“ Also hat der…
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Innozenz III.: Brief an den Patriarchen v. Konstantinopel Brief »Apostolicae Sedis primatus«, 12. Nov. 1199 Der Primat des Apostolischen Stuhles, den nicht ein Mensch, sondern Gott, richtiger vielmehr der Gott-Mensch einsetzte, wird in der Tat durch viele Zeugnisse sowohl der Evangelien als auch…
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Verehrte Brüder im Bischofsamt! 1. Die Priesterweihe, durch welche das von Christus seinen Aposteln anvertraute Amt übertragen wird, die Gläubigen zu lehren, zu heiligen und zu leiten, war in der katholischen Kirche von Anfang an ausschließlich Männern vorbehalten. An dieser Tradition haben auch…
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Nach der verbindlichen Lehre der Katholischen Kirche und der Philosophie des Thomas von Aquin ist der Mensch in einem fundamentalen und ontologischen Sinne dazu berufen, Ordnung zu schaffen. Dieser Auftrag ist keine bloße kulturelle Aufgabe, sondern er wurzelt tief in der Gottebenbildlichkeit des…
Nach der Lehre des Thomas von Aquin beruht die Antwort auf der radikalen Wesensunterscheidung zwischen der Zeit (tempus), in der wir Geschöpfe leben, und der Ewigkeit (aeternitas), die Gott allein eigen ist. Während unsere menschliche Existenz durch ein ständiges Nacheinander geprägt ist – ein…
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1. Einwand: Es scheint unerlaubt zu sein, zu urteilen. Denn nichts wird bestraft außer dem Unerlaubten. Jenen aber, die urteilen, wird Strafe angedroht, welcher jene, die nicht urteilen, entgehen werden, gemäß Mt 7,1: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet." Also ist es unerlaubt zu…
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Einwand 1: Es scheint, dass das Gute nicht Ursache des Übels sein kann. Denn es heißt (Mt 7,18): „Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen." Einwand 2: Ferner kann ein Gegensatz nicht Ursache des anderen sein. Das Übel aber ist der Gegensatz zum Guten. Also kann das Gute nicht Ursache…
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Einwand 1: Es scheint unerlaubt, Menschen zu töten, die gesündigt haben. Denn unser Herr verbot im Gleichnis (Mt 13) das Ausreißen des Unkrauts, welches gemäß einer Glosse die bösen Menschen bezeichnet. Nun ist alles, was von Gott verboten ist, eine Sünde. Daher ist es eine Sünde, einen Sünder zu…
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Einwand 1: Es scheint, dass es unerlaubt ist, irgendein Lebewesen zu töten. Denn der Apostel sagt (Röm 13,2): "Wer der Anordnung Gottes widersteht, zieht sich selbst die Verdammnis zu." Nun hat die göttliche Vorsehung angeordnet, dass alle Lebewesen erhalten bleiben sollen, gemäß Ps 146,8.9: "Der…
Bist du, o Herr, da die Ewigkeit dein ist, wohl unkundig denen, das ich dir sage, oder siehst du erst zur Zeit, was in der Zeit geschieht? Warum erzähle ich dir erst so vieles? Sicherlich nicht, daß du sie durch mich erführst, sondern ich erhebe mein Herz zu dir und die Herzen meiner Leser, auf…