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Gratisschriften zum katholischen Glauben — Nimm und lies! · Die aufgeführten Schriften besitzen die kirchliche Druckerlaubnis. Sie eignen sich für Schriftenstände, den Unterricht und die Katechese sowie für jede Form von Apostolat.
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Da derlei sichtbare Sakramente aufgrund des Leidens Christi wirksam sind und es in gewisser Weise vergegenwärtigen, so gilt es weiterhin zu beachten, daß sie so beschaffen sein müssen, daß sie dem Heil entsprechen, das durch Christus geschaffen wurde. Vor der Inkarnation Christi jedoch und vor seinem Tod war dieses Heil zwar zugesagt, jedoch nicht dargeboten. Das Wort, das sich inkarnierte und litt, hat dieses Heil erwirkt. Folglich mußten die Sakramente, die der Inkarnation Christi vorweggingen, so beschaffen sein, daß sie auf das Heil verwiesen und es gewissermaßen versprachen. Die auf die Inkarnation Christi folgenden Sakramente jedoch mußten so beschaffen sein, daß sie den Menschen das Heil darboten und nicht nur darauf verwiesen.
Damit vermeidet man auch die Ansicht der Juden, welche glauben, daf man an den Sakramenten des Gesetzes deswegen, weil sie von Gott eingesetzt sind, auf Ewigkeit festzuhalten hat, da Gott weder etwas bereut noch sich selbst ändert.
Doch geschieht es ohne Veränderung oder Reue des Anordnenden, wenn er jeweils verschiedene Anordnungen trifft, die jeweils verschiedenen Zeiten angemessen sind. Gleichwie der Familienvater seinem Kind jeweils verschiedene Anweisungen gibt, wenn es noch klein und wenn es erwachsen ist, so gab auch Gott angemessenerweise vor der Inkarnation die einen Sakramente und Anweisungen zum Verweis auf Zukünftiges, und die anderen nach der Inkarnation, um Gegenwärtiges darzubieten und an Vergangenes zu erinnern.
Weit absurder ist der Irrtum der Nazaräer und Ebioniten, die sagten, man müsse zugleich an den Sakramenten des Gesetzes und am Evangelium festhalten. Dieser Irrtum impliziert Widersprüchliches. Während sie nämlich an den Sakramenten des Evangeliums festhalten, bekennen sie, daß die Inkarnation und andere Mysterien Christi bereits erfüllt sind. Bewahren sie aber die Sakramente des Gesetzes, so bekennen sie, dies liege erst in der Zukunft.
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Es scheint, dass die Heiligen im Himmel nicht für uns beten.
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Warum die Fürbitte für eine verdammte Seele vor Gott niemals verloren geht, obwohl der Zustand der Verdammnis ewig und unwiderruflich ist.
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Wenn als Grundsatz hingestellt wird, ohne die Taufe gebühre niemandem das Heil, ganz besonders wegen des Ausspruches des Herrn: „Wenn jemand nicht aus dem Wasser wiedergeboren sein wird, so hat er das Leben nicht“ [^1] — dann erheben sich die zweifelsüchtigen, oder richtiger die verwegenen…
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Am teuersten sind Gott nicht die Seelen, die ständige Tröstung brauchen, sondern jene, die ihm auch in tiefer Verlassenheit treu dienen.
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Vigilantius und später Wyclif sagten, dass die Anrufung der Heiligen eitel und nutzlos sei, aber das Konzil von Trient befiehlt den Bischöfen im Dekret über die Anrufung und Verehrung der Heiligen, das Gegenteil zu lehren.
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Der erste, der die den Heiligen geschuldete Verehrung leugnete, war Simon der Magier, der seinen Jüngern auferlegte, nicht die Bilder der Heiligen zu verehren, sondern sein eigenes Bild und das seiner Frau Helena.