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Einwand 1: Es scheint, dass die Taufe des Johannes nicht von Gott war. Denn nichts Sakramentales, das von Gott ist, wird nach einem bloßen Menschen benannt: so wird die Taufe des Neuen Gesetzes nicht nach Petrus oder Paulus benannt, sondern nach Christus. Jene Taufe aber wird nach Johannes benannt, gemäß Mt 21,25: „Die Taufe des Johannes ... war sie vom Himmel oder von den Menschen?“ Also war die Taufe des Johannes nicht von Gott.
Einwand 2: Ferner wird jede Lehre, die neu von Gott ausgeht, durch irgendwelche Zeichen bestätigt: so gab der Herr (Ex 4) dem Mose die Macht, Zeichen zu wirken; und es steht geschrieben (Hebr 2,3.4), dass unser Glaube, „nachdem er durch den Herrn seinen Anfang genommen hatte, uns von denen bestätigt wurde, die ihn hörten, wobei Gott auch Zeugnis gab durch Zeichen und Wunder.“ Aber es steht von Johannes dem Täufer geschrieben (Joh 10,41), dass „Johannes kein Zeichen tat“. Deshalb scheint es, dass die Taufe, mit der er taufte, nicht von Gott war.
Einwand 3: Ferner sind jene Sakramente, die von Gott eingesetzt sind, in gewissen Geboten der Heiligen Schrift enthalten. Es gibt aber kein Gebot der Heiligen Schrift, das die Taufe des Johannes befiehlt. Deshalb scheint es, dass sie nicht von Gott war.
Dagegen spricht, was geschrieben steht (Joh 1,33): „Der mich sandte, mit Wasser zu taufen, der sprach zu mir: ‚Auf wen du den Geist herabfahren siehst‘“, usw.
Ich antworte darauf, dass bei der Taufe des Johannes zwei Dinge betrachtet werden können: nämlich der Ritus der Taufe und die Wirkung der Taufe. Der Ritus der Taufe war nicht von Menschen, sondern von Gott, der durch eine innere Offenbarung des Heiligen Geistes Johannes sandte zu taufen. Die Wirkung jener Taufe aber war vom Menschen, weil sie nichts bewirkte, was der Mensch nicht vollbringen konnte. Daher war sie nicht von Gott allein, außer insofern Gott im Menschen wirkt.
Zu Einwand 1: Durch die Taufe des Neuen Gesetzes werden die Menschen innerlich durch den Heiligen Geist getauft, und dies wird von Gott allein vollbracht. Aber durch die Taufe des Johannes wurde allein der Körper durch das Wasser gereinigt. Daher steht geschrieben (Mt 3,11): „Ich taufe euch mit Wasser; aber ... er wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.“ Aus diesem Grund wurde die Taufe des Johannes nach ihm benannt, weil sie nichts bewirkte, was er nicht vollbrachte. Aber die Taufe des Neuen Gesetzes wird nicht nach ihrem Spender benannt, weil er nicht ihre Hauptwirkung vollbringt, welche die innere Reinigung ist.
Zu Einwand 2: Die ganze Lehre und das Werk des Johannes waren auf Christus hingeordnet, der durch viele Wunder sowohl seine eigene Lehre als auch die des Johannes bestätigte. Wenn aber Johannes Zeichen gewirkt hätte, hätten die Menschen Johannes und Christus gleiche Aufmerksamkeit geschenkt. Damit die Menschen also Christus größere Aufmerksamkeit schenkten, wurde Johannes nicht gegeben, ein Zeichen zu wirken. Doch als die Juden ihn fragten, warum er taufe, bestätigte er sein Amt durch die Autorität der Schrift, indem er sagte: „Ich bin die Stimme eines Rufers in der Wüste“, usw., wie in Joh 1,23 berichtet wird (vgl. Jes 40,3). Überdies war gerade die Strenge seines Lebens eine Empfehlung seines Amtes, weil, wie Chrysostomus sagt (Hom. x in Matth.), „es wunderbar war, solches Erdulden in einem menschlichen Körper zu bezeugen.“
Artikel, die auf diesen Text verweisen — für Kontext, vorangehende Schritte und verwandte Einwände.
Zu Einwand 3: Die Taufe des Johannes war von Gott dazu bestimmt, nur für eine kurze Zeit zu dauern, aus den oben genannten Gründen (Artikel [1]). Deshalb war sie nicht Gegenstand eines allgemeinen Gebotes, das in der Heiligen Schrift niedergelegt ist, sondern einer gewissen inneren Offenbarung des Heiligen Geistes, wie oben gesagt.
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Zum Schlusse der ganzen Erörterung wollen wir ein göttliches Gericht oder Zeugnis beifügen. Denn Gott zeigte, nach Entstehung der Spaltung, auf vielfache Art, ob die Griechen irrten oder die Lateiner. Bis zur Zeit der Spaltung hatte Griechenland eine solche Blüte von gelehrten und heiligen…
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Noch habe ich zu zeigen, dass die Lateiner durch die Hinzufügung jenes Teiles „Und vom Sohne“ das Symbol erklären konnten und mussten. Zuerst will ich nun zeigen, dass sie es tun mussten. Sodann, dass die Lateiner es ohne die Griechen konnten. Dass das Symbol erklärt werden müsse, erhellt nun…
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In diesem Auszug aus der Summa Theologiae untersucht Thomas von Aquin, ob lässliche Sünden zu Todsünden werden können. Er verneint eine direkte Umwandlung des Aktes, zeigt aber auf, wie sie dispositiv oder durch die Zielsetzung dazu führen können.
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Viele leben in Todsünde und merken es nicht. Die moderne Welt hat das Gewissen umgedeutet, die Sünde verharmlost und Gott zum Schweigen gebracht. Ein Mahnruf, der unbequem ist, aber notwendig.
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Manchmal verlasse ich den Beichtstuhl mit Zweifeln im Kopf: „Habe ich wirklich richtig gebeichtet? Hätte ich bei bestimmten Dingen genauer sein müssen? War ich am Ende aufrichtig genug?“