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Nach der Lehre des Thomas von Aquin beruht die Antwort auf der radikalen Wesensunterscheidung zwischen der Zeit (tempus), in der wir Geschöpfe leben, und der Ewigkeit (aeternitas), die Gott allein eigen ist. Während unsere menschliche Existenz durch ein ständiges Nacheinander geprägt ist – ein beständiges Fließen, bei dem der Augenblick sofort zur Vergangenheit wird und die Zukunft noch nicht existiert –, ist Gottes Ewigkeit kein unendlich langer Zeitstrahl, sondern ein „stehendes Jetzt“ (nunc stans). In diesem absoluten Dasein besitzt Gott sein Leben nicht stückweise, sondern in einer vollkommenen, gleichzeitigen Fülle (tota simul), weshalb Ihm nichts entgleitet und nichts erst noch kommen muss.
Daraus folgt zwingend, dass Gott kein Gedächtnis im menschlichen Sinne benötigt, denn Erinnerung setzt voraus, dass etwas vergangen und abwesend ist, das man geistig zurückholen muss. Da Gott jedoch erhaben über dem Fluss der Zeit steht, verliert Er nichts an die Vergangenheit. Was wir Menschen als historisch vergangen oder zukünftig betrachten, liegt vor Seinem göttlichen Blick offen und unverborgen als reine, unmittelbare Gegenwart. Er schaut auf die gesamte Geschichte der Schöpfung nicht wie jemand, der nacheinander eine Landschaft durchwandert, sondern wie jemand, der von einem hohen Gipfel aus den ganzen Weg – Anfang, Mitte und Ende – in einem einzigen, allumfassenden Blick gleichzeitig erfasst.
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Der Hymnus Adoro te devote („Gottheit tief verborgen“) von Thomas von Aquin ist eine theologische und dichterische Meditation, die dieses Geheimnis der Wandlung (Transsubstantiation) greifbar macht.
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Das Feuer vernichtet das Gold nicht. Gold ist absolut feuerbeständig. Das Fegefeuer ist kein Ort der Vernichtung (wie die Hölle), sondern ein Ort der Läuterung.
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Ein weit verbreiteter Irrtum, insbesondere in der modernen New-Age-Bewegung des 21. Jahrhunderts.
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Alle Ketzer dieser Zeit leugnen dies. Nun will ich das Gegenteil beweisen. Dazu bediene ich mich der Typologien des Alten Testaments, des göttlichen Rechtes und der Heiligen Schrift. Ich will anfangen mit 1 Makkabäer 14,41-48 darin heißt es: „Darum beschlossen die Juden und ihre Priester, Simeon…
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Der dritte Gewissensbiß des Verdammten wird die Erkenntnis des großen Gutes sein, das er verloren hat. Johannes Chrysostomus sagt, die Verdammten werden mehr wegen des Verlustes des Himmels gequält, als selbst durch die ärgsten Peinen der Hölle.
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Er wird sagen: O hätte ich mir doch jene Mühe für Gott gegeben, welche ich anwendete, um verdammt zu werden! Ich wäre ein großer Heiliger geworden; jetzt aber habe ich davon nichts als Gewissensbisse und eine ewige Pein die niemals aufhört.