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Gratisschriften zum katholischen Glauben — Nimm und lies! · Die aufgeführten Schriften besitzen die kirchliche Druckerlaubnis. Sie eignen sich für Schriftenstände, den Unterricht und die Katechese sowie für jede Form von Apostolat.
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Nach der Lehre des Thomas von Aquin beruht die Antwort auf der radikalen Wesensunterscheidung zwischen der Zeit (tempus), in der wir Geschöpfe leben, und der Ewigkeit (aeternitas), die Gott allein eigen ist. Während unsere menschliche Existenz durch ein ständiges Nacheinander geprägt ist – ein beständiges Fließen, bei dem der Augenblick sofort zur Vergangenheit wird und die Zukunft noch nicht existiert –, ist Gottes Ewigkeit kein unendlich langer Zeitstrahl, sondern ein „stehendes Jetzt“ (nunc stans). In diesem absoluten Dasein besitzt Gott sein Leben nicht stückweise, sondern in einer vollkommenen, gleichzeitigen Fülle (tota simul), weshalb Ihm nichts entgleitet und nichts erst noch kommen muss.
Daraus folgt zwingend, dass Gott kein Gedächtnis im menschlichen Sinne benötigt, denn Erinnerung setzt voraus, dass etwas vergangen und abwesend ist, das man geistig zurückholen muss. Da Gott jedoch erhaben über dem Fluss der Zeit steht, verliert Er nichts an die Vergangenheit. Was wir Menschen als historisch vergangen oder zukünftig betrachten, liegt vor Seinem göttlichen Blick offen und unverborgen als reine, unmittelbare Gegenwart. Er schaut auf die gesamte Geschichte der Schöpfung nicht wie jemand, der nacheinander eine Landschaft durchwandert, sondern wie jemand, der von einem hohen Gipfel aus den ganzen Weg – Anfang, Mitte und Ende – in einem einzigen, allumfassenden Blick gleichzeitig erfasst.
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Doch da möchte mich vielleicht jemand fragen, was denn ich selbst von jener Stelle des Apostels Paulus halte und wie ich meine, daß man sie auffassen müsse. Ich muß aber gestehen, es wäre mir viel lieber, wenn ich einsichtsvollere und gelehrtere Männer hören könnte, die sie so erklären, daß mein…
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Das Gericht ist in der Tat zu fürchten.
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Alle Menschen werden gerichtet – jene, die sind, die waren und die sein werden: „Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder empfange, was er bei seinen Lebzeiten getan hat, ob es gut oder böse war“ (2 Kor 5,10).
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Bei keiner Kunst maßt man sich an, sie zu lehren, bevor man sie gewissenhaft erlernt hat. Wie groß ist demnach der Leichtsinn, wenn Unerfahrene das Lehramt übernehmen, denn die Kunst aller Künste ist die Seelenleitung.
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Sie behaupteten einst, die Bewahrer des wahren katholischen Glaubens zu sein, weihen aber heute Frauen.
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Meine Gegner werfen mir ein: „Jener Eunuch, den Philippus taufte, sagte doch auch nur: 'Ich glaube, daß Jesus Christus Gottes Sohn ist', und wurde auf dieses Bekenntnis hin sogleich getauft.“ Soll also jemand nur dies zu antworten brauchen?
