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Nach der Lehre des Thomas von Aquin beruht die Antwort auf der radikalen Wesensunterscheidung zwischen der Zeit (tempus), in der wir Geschöpfe leben, und der Ewigkeit (aeternitas), die Gott allein eigen ist. Während unsere menschliche Existenz durch ein ständiges Nacheinander geprägt ist – ein beständiges Fließen, bei dem der Augenblick sofort zur Vergangenheit wird und die Zukunft noch nicht existiert –, ist Gottes Ewigkeit kein unendlich langer Zeitstrahl, sondern ein „stehendes Jetzt“ (nunc stans). In diesem absoluten Dasein besitzt Gott sein Leben nicht stückweise, sondern in einer vollkommenen, gleichzeitigen Fülle (tota simul), weshalb Ihm nichts entgleitet und nichts erst noch kommen muss.
Daraus folgt zwingend, dass Gott kein Gedächtnis im menschlichen Sinne benötigt, denn Erinnerung setzt voraus, dass etwas vergangen und abwesend ist, das man geistig zurückholen muss. Da Gott jedoch erhaben über dem Fluss der Zeit steht, verliert Er nichts an die Vergangenheit. Was wir Menschen als historisch vergangen oder zukünftig betrachten, liegt vor Seinem göttlichen Blick offen und unverborgen als reine, unmittelbare Gegenwart. Er schaut auf die gesamte Geschichte der Schöpfung nicht wie jemand, der nacheinander eine Landschaft durchwandert, sondern wie jemand, der von einem hohen Gipfel aus den ganzen Weg – Anfang, Mitte und Ende – in einem einzigen, allumfassenden Blick gleichzeitig erfasst.
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Der moderne Irrtum, dass Himmelskörper unsere Entscheidungen beeinflussen, ist nicht neu, sondern wurde bereits in der Antike vertreten. Dieser Irrtum ist offensichtlich und nichtig. Der hl. Thomas von Aquin widerlegt die Argumente dafür.
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Wer Mühsames meidet und beim kleinsten Lustmangel aufgibt, ist wahrhaft weichlich – nicht wer großen Gefahren nachgibt. Denn echte Schwäche zeigt sich nicht im Scheitern an Überwältigendem, sondern im Nachgeben gegenüber dem Kleinen.
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Der Jakobusbrief stellt die Leser der Bibel vor viele Herausforderungen. Zum einen scheint das, was Jakobus über Glauben und Werke lehrt, dem zu widersprechen, was Paulus im Römer- und Galaterbrief zum selben Thema sagt. Beide behandeln Themen wie Glaube, Werke und Rechtfertigung, scheinen aber zu…
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Die Geschichte der Kirche ist die in erweiterter Auflage herausgegebene Geschichte des Lebens und Leidens Christi. Denn die Kirche ist der fortlebende Christus. Was einmal geschehen ist, geschieht immer wieder. Wer deswegen die Passio Domini Jesu Christi kennt, die Leidensgeschichte unseres Herrn…
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Thomas von Aquin beweist die Vergänglichkeit der Tierseele. Da ihre Tätigkeiten (Wahrnehmung und Bewegung) an den Körper gebunden sind, kann sie ohne ihn nicht fortbestehen. Platons Unsterblichkeitsthese wird widerlegt.
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Damit wir aber die Natur der Religion erkennen können, wollen wir nach dem Ursprung dieses Namens fragen. Der Name „Religion“ ist also, wie Augustinus im Buch Über die wahre Religion anzudeuten scheint, von „wiederverbinden“ [religare] genommen. Im eigentlichen Sinn aber heißt dasjenige gebunden,…