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Die überlieferte Lateinische Messe weltweit finden · Alle Messen, die gemäß den 1962 geltenden liturgischen Büchern gefeiert werden, mit Zustimmung der Bischöfe der katholischen Kirche und des Heiligen Stuhls unter der Leitung von Papst Leo XIV.
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Aurelius Augustinus (354–430 n. Chr.) ist eine der wirkungsmächtigsten Gestalten der gesamten Christentumsgeschichte und wird in der katholischen Kirche als „Lehrer der Gnade“ (Doctor Gratiae) verehrt. Geboren in Thagaste (im heutigen Algerien) als Sohn des heidnischen Patricius und der heiligen Monika, deren beharrliches Gebet seine spätere Bekehrung maßgeblich begleitete, verbrachte Augustinus seine Jugend auf einer rastlosen Suche nach der Wahrheit. Diese Suche führte ihn zunächst durch die Philosophie des Manichäismus und des Neuplatonismus, bis er schließlich in Mailand unter dem Einfluss des heiligen Ambrosius zum christlichen Glauben fand.
Seine Bekehrung im Jahr 386 – berühmt geworden durch das „Tolle lege“ (Nimm und lies) im Garten von Mailand – markiert einen Wendepunkt der abendländischen Geistesgeschichte. Nach seiner Taufe kehrte er nach Afrika zurück, wurde 391 zum Priester und 395 zum Bischof von Hippo Regius geweiht. Über 35 Jahre lang leitete er seine Diözese und verteidigte die Einheit der Kirche in intensiven Auseinandersetzungen mit Häresien wie dem Donatismus und dem Pelagianismus. Dabei entwickelte er eine Theologie, die die absolute Notwendigkeit der göttlichen Gnade für das menschliche Heil betont, ohne den freien Willen zu verneinen.
Sein literarisches Werk ist gigantisch und bildet bis heute das Fundament der lateinischen Theologie. In den „Confessiones“ (Bekenntnisse) schuf er die erste psychologisch tiefgründige Autobiografie der Weltliteratur, die den Weg der Seele zu Gott beschreibt. In seinem Monumentalwerk „De Civitate Dei“ (Vom Gottesstaat) entwarf er eine christliche Geschichtsphilosophie als Antwort auf den Untergang des Römischen Reiches, während er in „De Trinitate“ das tiefste Geheimnis des christlichen Glaubens, die Heiligste Dreifaltigkeit, spekulativ durchdrang.
Augustinus starb im Jahr 430 während der Belagerung Hippos durch die Vandalen. Seine Bedeutung für die katholische Kirche kann kaum überschätzt werden: Er systematisierte die christliche Lehre in einer Weise, die Antike und Mittelalter miteinander verband. Sein Grundsatz „Credo ut intelligam“ (Ich glaube, damit ich verstehe) prägte das katholische Verständnis vom Zusammenspiel zwischen Glaube und Vernunft über Jahrhunderte hinweg.
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Menschen, die das rechte Maß nicht einzuhalten wissen, geraten auf Irrwege.
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Doch da möchte mich vielleicht jemand fragen, was denn ich selbst von jener Stelle des Apostels Paulus halte und wie ich meine, daß man sie auffassen müsse. Ich muß aber gestehen, es wäre mir viel lieber, wenn ich einsichtsvollere und gelehrtere Männer hören könnte, die sie so erklären, daß mein…
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Meine Gegner werfen mir ein: „Jener Eunuch, den Philippus taufte, sagte doch auch nur: 'Ich glaube, daß Jesus Christus Gottes Sohn ist', und wurde auf dieses Bekenntnis hin sogleich getauft.“ Soll also jemand nur dies zu antworten brauchen?
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