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Nach der katholischen Lehre und der Philosophie des Thomas von Aquin lautet die Antwort uneingeschränkt: Ja, der Mensch bleibt vollkommen frei. Um diesen scheinbaren Widerspruch aufzulösen, muss man verstehen, dass Gott nicht wie wir in der Zeit existiert, sondern in der Ewigkeit lebt. Für Gott gibt es kein „Morgen“ oder „Gestern“, sondern nur ein einziges, ewiges „Jetzt“. Wenn wir sagen, Gott wisse „vorher“, was geschehen wird, übertragen wir fälschlicherweise unsere zeitliche Begrenztheit auf Ihn; in Wirklichkeit sieht Er unsere zukünftigen Handlungen in Seiner Ewigkeit als gegenwärtig, genau in dem Moment, in dem wir sie vollziehen.
Sein Wissen ist dabei nicht die Ursache unseres Handelns, sondern vielmehr dessen Spiegelbild der Wahrheit. So wie ein Zuschauer, der von einem hohen Turm auf eine Straße blickt, sieht, welchen Weg ein Wanderer unten einschlägt, ohne ihn durch dieses bloße Sehen dazu zu zwingen, so erkennt Gott unsere freien Entscheidungen, ohne sie festzulegen. Gott wirkt als Schöpfer in uns so mächtig, dass er unsere Freiheit nicht nur zulässt, sondern sie überhaupt erst ermöglicht und im Dasein hält. Seine Vorhersehung ist also kein starres Drehbuch, das wir mechanisch abspielen müssen, sondern ein allumfassender Blick, der unsere freien Entscheidungen ewig umschließt, respektiert und als Teil seines Planes annimmt.
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Der Hymnus Adoro te devote („Gottheit tief verborgen“) von Thomas von Aquin ist eine theologische und dichterische Meditation, die dieses Geheimnis der Wandlung (Transsubstantiation) greifbar macht.
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Das Feuer vernichtet das Gold nicht. Gold ist absolut feuerbeständig. Das Fegefeuer ist kein Ort der Vernichtung (wie die Hölle), sondern ein Ort der Läuterung.
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Ein weit verbreiteter Irrtum, insbesondere in der modernen New-Age-Bewegung des 21. Jahrhunderts.
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Alle Ketzer dieser Zeit leugnen dies. Nun will ich das Gegenteil beweisen. Dazu bediene ich mich der Typologien des Alten Testaments, des göttlichen Rechtes und der Heiligen Schrift. Ich will anfangen mit 1 Makkabäer 14,41-48 darin heißt es: „Darum beschlossen die Juden und ihre Priester, Simeon…
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Der dritte Gewissensbiß des Verdammten wird die Erkenntnis des großen Gutes sein, das er verloren hat. Johannes Chrysostomus sagt, die Verdammten werden mehr wegen des Verlustes des Himmels gequält, als selbst durch die ärgsten Peinen der Hölle.
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Er wird sagen: O hätte ich mir doch jene Mühe für Gott gegeben, welche ich anwendete, um verdammt zu werden! Ich wäre ein großer Heiliger geworden; jetzt aber habe ich davon nichts als Gewissensbisse und eine ewige Pein die niemals aufhört.