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1. Vor allem muß man zu Gott beten und seinen Namen anrufen. Das lehrt schon der bloße Naturtrieb im Menschenherzen; noch mehr die HI. Schrift, wo wir den Befehl Gottes lesen: »Ruf zu mir am Tag der Not« (Ps. 49, 15). Unter »Gott« sind natürlich die drei göttlichen Personen zu verstehen.
2. An zweiter Stelle nehmen wir Zuflucht zu den Heiligen im Himmel. Daß man auch sie anrufen soll, ist sichere Lehre der hl. Kirche und wird von guten Christen nicht bezweifelt. Es genügt hier auf das schon früher Gesagte' zu verweisen. Um jedoch von dem einfachen Volke jeden Irrtum fernzuhalten, wird es gut sein, die Gläubigen über den Unterschied der Anrufung Gottes und der Heiligen zu belehren.
3. Ein solcher Unterschied besteht in der Tat. Denn Gott bitten wir, daß er selbst uns Gutes verleihe oder Übles abwende. Zu den Heiligen hingegen beten wir, daß sie als Freunde Gottes bei ihm unsere Sachwalter und Fürsprecher seien. Daher wenden wir auch zwei verschiedene Bittformeln an; denn zu Gott sagen wir »Erbarme dich unser«, »Erhöre uns«, und zu den Heiligen »Bittet für uns«.
4. Doch dürfen wir gleichwohl auch die Heiligen in einem gewissen Sinn bitten, daß sie sich unser erbarmen; sie sind ja überaus barmherzig. Wir können sie anflehen, daß sie sich unserer Not erbarmen und uns unterstützen durch ihr Gebet bei Gott, dessen Freunde sie sind. Nur mul man sich durchaus hüten, etwas, was Gott allein zukommt, sonst jemand zuzuschreiben. - Wenn man also vor dem Bild eines Heiligen das Gebet des Herrn spricht, muß man es in der Gesinnung tun, den Heiligen zu bitten, er möge mit uns (das Vaterunser) beten und uns das erflehen helfen, was im Gebet des Herrn enthalten ist, und überhaupt bei Gott unser Mittler und Fürsprecher sein. Daß die Heiligen in der Tat dieses Amt innehaben, lehrt der hl. Apostel Johannes in der Geheimen Offenbarung (Offb. 8, 3 f.).
Artikel, die auf diesen Text verweisen — für Kontext, vorangehende Schritte und verwandte Einwände.
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Gott ist in allem zu gehorchen, weil er Ursprung aller Wahrheit, Gerechtigkeit und Ordnung ist. Seine Gebote widersprechen nie der Tugend, auch wenn sie menschlich schwer verständlich erscheinen. Wahrer Gehorsam heißt zu wollen, was Gott von uns will
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Gehorsam ist nicht blindes Unterwerfen, sondern Teil der von Gott geordneten Ordnung. Wie in der Natur Höheres das Niedere lenkt, so sollen Menschen rechtmäßiger Autorität folgen. Freier Wille bleibt bestehen, denn wahrer Gehorsam kann freiwillig und
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Liebt Gott wirklich alle gleich? Das klingt gerecht, aber stimmt es auch? Warum sind manche größer beschenkt als andere? Die Antwort führt tiefer: Gottes Liebe ist nicht gleichmachend, sondern ordnend – und gerade darin vollkommen gerecht.
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Thomas von Aquin beweist die Vergänglichkeit der Tierseele. Da ihre Tätigkeiten (Wahrnehmung und Bewegung) an den Körper gebunden sind, kann sie ohne ihn nicht fortbestehen. Platons Unsterblichkeitsthese wird widerlegt.
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Damit wir aber die Natur der Religion erkennen können, wollen wir nach dem Ursprung dieses Namens fragen. Der Name „Religion“ ist also, wie Augustinus im Buch Über die wahre Religion anzudeuten scheint, von „wiederverbinden“ [religare] genommen. Im eigentlichen Sinn aber heißt dasjenige gebunden,…
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Ein flammender Appell: Taufschein allein genügt nicht. Wie Hieronymus vor dem Richter müssen wir uns fragen: Sind wir wirklich Christen oder nur dem Namen nach? Mehr Ehrlichkeit! Wer katholisch heißt, lebe auch katholisch.