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Das Lob der Armut
„Selig sind die Armen im Geiste" (Mt 5,3). Betrübst du dich also, weil du auf einem Pfade wandelst, der zur Tugend führt? Weißt du nicht, dass dies uns große Zuversicht verleiht?
Messbund der Priesterbruderschaft St. Petrus · Für Mitglieder dieses Bunds werden regelmäßig heilige Messen im Priesterseminar St. Petrus gefeiert.
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Thema
Geistliche Betrachtungen zur Vertiefung des Glaubens: Themen des geistlichen Lebens, Gebet, Tugenden, Heiligkeit und Nachfolge Christi werden nach katholischer Lehre betrachtet und zur inneren Erneuerung und Ausrichtung auf Gott entfaltet.
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„Selig sind die Armen im Geiste" (Mt 5,3). Betrübst du dich also, weil du auf einem Pfade wandelst, der zur Tugend führt? Weißt du nicht, dass dies uns große Zuversicht verleiht?
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Es gibt Zeiten, da bin ich ganz für mich allein, und da überkommt mich ein derart herzliches Lachen, dass es geradezu ein Wunder wäre, wenn ich mich in Gegenwart anderer noch beherrschen könnte.
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O Gott, wie werden ihm jene Augenblicke der Lust sodann erscheinen, nach hundert, nach tausend Millionen Jahren der Hölle!
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Ach, mein Jesus! Ich sehe, wie viel Ihr getan und gelitten habt, um mich in die Notwendigkeit zu versetzen, Euch zu lieben – und ich bin Euch so undankbar gewesen?
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Die Herzen der Menschen sind nicht selten so sehr um sich allein bekümmert, dass sie nichts anderes suchen und lieben als sich selbst, ja, dass es scheint, sie seien nur um ihrer selbst willen in der Welt.
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Der dritte Gewissensbiß des Verdammten wird die Erkenntnis des großen Gutes sein, das er verloren hat. Johannes Chrysostomus sagt, die Verdammten werden mehr wegen des Verlustes des Himmels gequält, als selbst durch die ärgsten Peinen der Hölle.
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Er wird sagen: O hätte ich mir doch jene Mühe für Gott gegeben, welche ich anwendete, um verdammt zu werden! Ich wäre ein großer Heiliger geworden; jetzt aber habe ich davon nichts als Gewissensbisse und eine ewige Pein die niemals aufhört.
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Wegen eines elenden viehischen Genusses also, der einen Augenblick lang dauerte, und kaum genossen, wie der Wind vorübereilte, werde ich, wird er sagen, in diesem Feuer sein und brennen müssen, voll Verzweiflung, und verlassen von allen.
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Wäre wohl ein Herz denkbar, welches an unserem Elend einen innigeren Anteil nähme, als das seinige? Das Mitleid mit uns bewog ihn, vom Himmel auf die Erde herabzusteigen.
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Sage mir, wenn du in deiner Hand einen Edelstein im Werte von tausend Dukaten hättest, würdest du ihn wohl in den Fluß werfen und sprechen: hernach will ich mir schon Mühe geben, und hoffentlich werd' ich ihn wieder finden.
Tretet ein durch die enge Pforte! Denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der ins Verderben führt, und gar viele gehen ihn. Eng dagegen ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und nur wenige gehen ihn. (Mt 7, 13)
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„Für die Gottlosen ist kein Friede, spricht der Herr" (Jes 48,22) „Die dein Gesetz lieben, haben großen Frieden" (Ps 119,165)
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O wie töricht sind die Sünder! Sie wenden allen Fleiß an, sich weltliche Wissenschaften eigen zu machen oder Kunst, sich Güter zu erwerben für ein Leben, welches bald zu Ende gehen wird; um die Güter aber eines Lebens ohne Ende bekümmern sie sich nic
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Das größte Unglück dieser Elenden besteht aber darin, daß sie sich weise und klug wähnen, während sie die törichtesten und dümmsten Leute der Welt sind.
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„Wenn das Bedrängnis über sie kommt, werden sie den Frieden suchen und ihn nicht finden: dann wird Schrecken über Schrecken kommen." (Ez 7,25)
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„Du bist Staub und sollst zum Staube wiederkehren." (Gen 3,19)
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Wie kommt es, dass der Mensch in allem so vorsichtig ist – in allem, außer in dem, was am meisten zählt?
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Die Geschichte der Kirche ist die in erweiterter Auflage herausgegebene Geschichte des Lebens und Leidens Christi. Denn die Kirche ist der fortlebende Christus. Was einmal geschehen ist, geschieht immer wieder. Wer deswegen die Passio Domini Jesu Christi kennt, die Leidensgeschichte unseres Herrn…
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Ein flammender Appell: Taufschein allein genügt nicht. Wie Hieronymus vor dem Richter müssen wir uns fragen: Sind wir wirklich Christen oder nur dem Namen nach? Mehr Ehrlichkeit! Wer katholisch heißt, lebe auch katholisch.
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Der Mensch lebt vom Gesetz, baut Staaten darauf, sperrt Menschen lebenslang ein – und empört sich über Gottes Gesetz. Dieser Widerspruch ist kein Versehen. Er ist Herzensblindheit. Eine Analyse, die anklagt.
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Viele leben in Todsünde und merken es nicht. Die moderne Welt hat das Gewissen umgedeutet, die Sünde verharmlost und Gott zum Schweigen gebracht. Ein Mahnruf, der unbequem ist, aber notwendig.
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Manchmal verlasse ich den Beichtstuhl mit Zweifeln im Kopf: „Habe ich wirklich richtig gebeichtet? Hätte ich bei bestimmten Dingen genauer sein müssen? War ich am Ende aufrichtig genug?“
Mein Sohn! Du kannst das inbrünstige Verlangen nach Tugend nicht immer bei dir unterhalten noch dich beständig mit hoher Beschaulichkeit beschäftigen, sondern du musst dich wegen des angeborenen Verderbens bisweilen zu niedrigen Dingen herablassen und die Last dieses vergänglichen Lebens auch…
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I. Die Ankündigung „Siehe, dein König kommt zu dir, sanftmütig (Matthäus 21,5). O andächtige Seele, höre die Stimme des Evangelisten, der dir den kommenden König verkündet. Komm und sieh deinen König, den König der Könige und den Herrn der Herrschenden. Aber sieh ihn nicht in der Herrlichkeit…
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Der antichristliche Geist – wie die Kirche lehrt – ist keine ferne Drohung, sondern eine reale Kraft, die sich in Selbstverherrlichung, moralischer Verwirrung und gottloser Ideologie zeigt. Er bereitet den Boden für den persönlichen Antichristen und wirkt bereits in Individuen und Gesellschaften.…
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Der Geist des Antichristen wirkt bereits heute als unsichtbares Fundament für die kommende persönliche Gestalt des Antichristen. Laut kirchlicher Lehre und thomistischer Analyse bereitet die Selbstverherrlichung des Menschen – getragen vom Stolz als „Königin aller Laster“ – den Boden, indem sie…
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Wenn du etwas Gutes und Grosses auf Erden wahrnimmst, so denke an den Himmel, und es wird dir klein und nichtig erscheinen. Begegnet dir etwas Schreckliches, so denke an die Hölle und du wirst über jenes lachen. Wandelt dich sinnliche Begierde an, so denke an das Feuer und erwäge, dass die…
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1. Ich will wider mich meine Bosheit bekennen; ich will Dir, o Herr, meine Schwachheit klagen. Oft nimmt mir etwas Geringes den Mut und versenkt mich in Traurigkeit. Ich mache zwar den Vorsatz, starkmütig zu handeln, aber sobald eine geringe Versuchung über mich kommt, werde ich in große Angst…
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1. In allen Dingen schaue auf das Ende und bedenke, wie du vor jenem strengen Richter bestehen wirst, welchem nichts verborgen ist, der weder durch Geschenke besänftigt wird noch eine Entschuldigung annimmt, sondern nach Gerechtigkeit richten wird. O höchst elender und törichter Sünder! Was wirst…
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1. Hier wird es sehr bald um dich geschehen sein, siehe also zu, wie es mit dir steht. Heute ist der Mensch, und morgen erscheint er nicht mehr. Wenn wir ihn aber nicht mehr sehen, werden wir auch bald nicht mehr an ihn denken. Wie kurzsichtig und hart ist doch das menschliche Herz, das allein das…