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I. Die Ankündigung
„Siehe, dein König kommt zu dir, sanftmütig (Matthäus 21,5). O andächtige Seele, höre die Stimme des Evangelisten, der dir den kommenden König verkündet. Komm und sieh deinen König, den König der Könige und den Herrn der Herrschenden. Aber sieh ihn nicht in der Herrlichkeit dieser Welt, nicht in Prunk und Prahlerei, nicht in kostbaren Gewändern oder auf stolzen Rossen, sondern in Sanftmut und Demut, wie es geschrieben steht.“
II. Die Art seines Kommens
„Er kommt nicht mit Schrecken, nicht um zu strafen, sondern um zu retten; nicht um zu herrschen wie ein zeitlicher Herrscher, sondern um den Weg zum himmlischen Reich zu weisen. Er sitzt auf einem geliehenen Eselchen, dem Füllen einer Eselin, damit die Armut geehrt und der Hochmut des Fleisches im Zaum gehalten werde. Wo sind die edlen Sättel? Wo sind die vergoldeten Zügel? Wo sind die Ritter und die Trabanten? Nichts davon ist hier zu sehen. Der Schöpfer der Welt wird von einem armen Tier getragen, und seine Jünger dienen ihm mit ihren einfachen Kleidern.“
III. Über den Jubel und die Tränen
„Die Menge geht ihm entgegen mit Palmzweigen und Blumen. Sie breiten ihre Kleider auf dem Weg aus und rufen: 'Hosanna dem Sohne Davids! Gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn!' O wunderbares Schauspiel! Die Kinder jubeln, die Alten preisen ihn, das ganze Volk gerät in Bewegung. Doch mitten in diesem Jubel – siehe! – der Herr weint. Er weint über die Stadt Jerusalem, die nicht erkennt, was ihr zum Frieden dient. Er sieht die kommenden Leiden, er sieht die Zerstörung der Seelen, die ihn heute empfangen und morgen verwerfen werden.“
IV. Die Unbeständigkeit des menschlichen Lobes
„O wie wandelbar ist der Ruhm der Welt! Wie unsicher ist der Hauch menschlicher Gunst! Wie kurz ist das Lob der Weltkinder! Achtet darauf, ihr geliebten Novizen: Heute rufen sie zusammen: 'Hosanna in der Höhe'; und nach wenigen Tagen schreien sie: 'Kreuzige, kreuzige ihn'. Heute sagen sie: 'Gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn'; und wenig später: 'Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche'. O welch großer Unterschied der Stimmen! Welch große Wandlung der Herzen! Heute preisen sie ihn als den König Israels, und bald darauf rufen sie: 'Wir haben keinen König außer dem Kaiser'.“
V. Die Mahnung an den Gläubigen
„Lerne daraus, o Mensch, nicht auf den Menschen zu vertrauen, noch dein Herz an das Lob der Welt zu hängen. Denn heute folgen sie dir und morgen fliehen sie vor dir. Wenn sie dich heute loben, werden sie dich morgen vielleicht tadeln. Suche allein das Lob Gottes, das ewig bleibt. Wer heute Palmen in der Hand trägt, muss bereit sein, morgen das Kreuz auf den Rücken zu nehmen. Folge ihm nach in seiner Demut, damit du seiner Herrlichkeit teilhaftig wirst.“
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Viele leben in Todsünde und merken es nicht. Die moderne Welt hat das Gewissen umgedeutet, die Sünde verharmlost und Gott zum Schweigen gebracht. Ein Mahnruf, der unbequem ist, aber notwendig.
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Einwand 1: Es scheint, dass das Schicksal nicht unveränderlich ist. Denn Boethius sagt (De Consol. 4): „Wie das Überlegen zum Intellekt, wie das Gewordene zu dem, was ist, wie die Zeit zur Ewigkeit, wie der Kreis zu seinem Mittelpunkt; so verhält sich die wandelbare Kette des Schicksals zur…