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Gratisschriften zum katholischen Glauben — Nimm und lies! · Die aufgeführten Schriften besitzen die kirchliche Druckerlaubnis. Sie eignen sich für Schriftenstände, den Unterricht und die Katechese sowie für jede Form von Apostolat.
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Lesezeit ca. 4 Min.
1.
Ich will wider mich meine Bosheit bekennen; ich will Dir, o Herr, meine Schwachheit klagen. Oft nimmt mir etwas Geringes den Mut und versenkt mich in Traurigkeit. Ich mache zwar den Vorsatz, starkmütig zu handeln, aber sobald eine geringe Versuchung über mich kommt, werde ich in große Angst versetzt. Bisweilen entsteht aus einer geringen Kleinigkeit eine heftige Versuchung. Und da ich glaube, ich sei auf eine Zeit sicher, muss ich sehen, dass ich, ohne es zu merken, fast von einem leichten Hauche überwunden worden bin.
2.
Siehe also, o Herr, auf meine Niedrigkeit und auf mein Gebrechlichkeit, welche Dir genug bekannt ist. Erbarme Dich meiner, und ziehe mich aus diesem Schlamme, damit ich nicht stecken bleibe und in gänzliche Trostlosigkeit verfalle. Ich betrübe mich oft und werde vor Deinem Angesichte schamrot, dass ich so leicht falle und so schwach bin, den bösen Neigungen Widerstand zu leisten. Obwohl ich nicht gänzlich einwillige, so ist es für mich doch lästig und beschwerlich, dass ich von ihnen beunruhigt werde, es verursacht mir auch großen Widerwillen, dass ich beständig in diesem Streite leben muss. Daher erkenne ich meine Schwachheit, weil die hässlichsten Vorstellungen weit leichter in mein Herz sich einschleichen, als aus demselben verschwinden.
3.
O dass doch Du, starker Gott Israels, Du Eiferer getreuer Seelen, mich Deinen Diener in meiner Mühseligkeit und in meinen Schmerzen ansähest und mir in allem, was ich unternehme, beiständest! Befestige mich mit himmlischer Stärke, damit nicht der alte Mensch, die Sinnlichkeit, welche dem Geiste noch nicht ganz unterworfen ist, in mir herrsche, denn wider sie muss man beständig streiten, solange noch ein Hauch von diesem äußerst armseligen Leben übrig ist. Ach welch ein elendes Leben ist dies, wo man niemals von Anfechtungen und Trübsalen frei sein kann, wo alles von Nachstellungen und Feinden voll ist. Denn während eine Trübsal oder Versuchung weicht, wird man von einer anderen überfallen und indes noch der Streit mit der ersten dauert, folgen sogleich mehrere, und zwar ganz unvermutet, darauf.
4.
Und wie kann man wohl ein Leben lieben, welches so viel Bitteres hat und das so vielen Unglücksfällen und Armseligkeiten unterworfen ist? Ja wie kann man dieses Leben auch nur ein Leben nennen, da es so vielfältig Tod und Pest mit sich bringt? Und doch liebt man es und viele suchen, in demselben ihre Freuden und Ergötzungen zu finden. Man tadelt oft die Welt wegen ihrer Betrügereien und wegen ihrer Eitelkeit, und doch will man sich nicht entschließen, dieselbe zu verlassen, weil die Begierlichkeit des Fleisches allzu sehr herrscht. Einerseits werden wir gereizt, die Welt zu lieben, andererseits wird sie uns als verächtlich vorgestellt. Fleischeslust, Augenlust und Hoffart des Lebens zieht uns zur Liebe dieser Welt hin, aber wegen der Strafen und des Elendes, welches mit Recht darauf folgt, wird uns die Welt verhasst und ekelhaft.
5.
Und doch wird leider eine Seele, welche der Welt ergeben ist, von der sündhaften Ergötzlichkeit überwunden. Sie glaubt, sie werde unter den Dornen Freude finden, weil sie weder gesehen, noch verkostet hat, wie lieblich der Umgang mit Gott und wie holdselig die Tugend ist. Die aber die Welt vollkommen verachten und sich befleißen, nach einer heiligen Vorschrift nur für Gott zu leben, kennen wohl jene göttliche Süßigkeit, welche denen verheißen ist, die wahrhaft allem entsagen. Sie sehen auch viel besser ein, wie sehr die Welt irrt und wie mannigfach sie betrogen wird.
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Die Keuschheit ist die Lilie unter den Tugenden – und jedem notwendig: Jungfrauen, Verheirateten wie Verwitweten. Drei Stufen führen zur Reinheit des Herzens, denn nur die reinen Herzens sind, werden Gott schauen.
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Warum liebt Gott, als um wieder geliebt zu werden? Dornen, Nägel, Kreuz und Wunden rufen nach Liebe: Der Gekreuzigte hat alles für uns gegeben, und nur eines ist notwendig – Ihn wieder zu lieben.
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Wer bittet, der empfängt; wer also nicht bittet, sagt die heilige Theresia, der erhält nichts. Und vor ihr sprach der heilige Jakobus: Iʜʀ ʜᴀʙᴛ ɴɪᴄʜᴛꜱ, ᴡᴇɪʟ ɪʜʀ ᴜᴍ ɴɪᴄʜᴛꜱ ʙɪᴛᴛᴇᴛ. (Jak 4,2)
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„Aber er ist nicht katholisch!“ Mit diesem Satz beginnt für die junge Marie ein schicksalhaftes Gespräch. Ihr Seelsorger warnt sie eindringlich vor den tiefen Gräben
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Es besteht einige Ähnlichkeit zwischen der Befriedigung des Geschlechtstriebs und der Eßlust; beide beziehen sich auf den Leib, wenn auch nur die erste wegen ihrer elementaren Gewalt Begierde des Fleisches genannt wird.
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Ich ermahne alle Eheleute zu jener gegenseitigen Liebe, die der Heilige Geist so eindringlich in der Heiligen Schrift empfiehlt.