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Der intellektuell und künstlerisch hochbegabte Adlige Alfonso Maria de’ Liguori erhielt bereits als 17jähriger den Doktortitel in kirchlichem und weltlichem Recht und schlug eine erfolgreiche Juristenkarriere ein, in deren Folge er seine frommen und karitativen Gewohnheiten vernachlässigte. 1722 brachten ihn Fastenexerzitien wieder zur religiösen Besinnung, und nachdem er 1723 über einen verlorenen, spektakulären Adelsprozess aufs tiefste gedemütigt wurde, setzte er gegen den Willen des Vaters den Entschluss durch, Priester zu werden, und nahm das Theologiestudium auf.Mit 31 Jahren zum Priester geweiht, lebte er zuerst zurückgezogen im väterlichen Haus und wirkte dann unter den zum Tode Verurteilten, Tagelöhnern und unheilbar Kranken, denen er statt Höllenstrafen die unendliche Barmherzigkeit und den Rettungswillen Gottes verkündigte. Er führte in und um Neapel Volksmissionen durch und band im „Kapellenwerk“ Laien in seine seelsorgerische Arbeit mit ein.Als sich der überarbeitete Liguori in Scala bei Amalfi erholte und den Ziegenhirten widmete, um die sich niemand kümmerte, gründete er mit Thomas Falcoia und Maria Celeste Crostarosa die „Kongregation vom Allerheiligsten Erlöser“ zur Volksmission: die Redemptoristen, deren Ordensregel 1749 anerkannt wurde. Alfons Maria von Liguori verfasste als Ordensoberer zahlreiche Schriften, um seinen Ordenspriestern Hilfestellung beim Beichthören zu geben, und führte infolge seiner zunehmenden Krankheiten immer weniger Volksmissionen durch. Trotzdem wurde er 1762 zum Bischof von Sant’Agata dei Goti berufen. 13 Jahre brauchte er, um die geistlich verwahrloste Diözese wieder aufzurichten, und er wirkte so segensreich im Bistumsgebiet, dass die Bevölkerung ihn „Vater der Armen“ nannte.Ab 1768 von Gelenkrheumatismus befallen, war Alfons Maria von Liguori halbseitig gelähmt, konnte nur noch sitzend die heilige Messe lesen und zuletzt nur noch durch einen Strohhalm Nahrung aufnehmen. Dennoch durfte er sich erst 1775 von seinem Amt ins Kloster Nocera dei Pagani zurückziehen, von wo aus er endlich die Ausbreitung seines Ordens erleben konnte und wo er 1787 mit 91 Jahren starb.
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O Gott, wie werden ihm jene Augenblicke der Lust sodann erscheinen, nach hundert, nach tausend Millionen Jahren der Hölle!
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Ach, mein Jesus! Ich sehe, wie viel Ihr getan und gelitten habt, um mich in die Notwendigkeit zu versetzen, Euch zu lieben – und ich bin Euch so undankbar gewesen?
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Einst hatten die Juden die wahre Religion, das wahre Gesetz und die wahre Kirche; aber nach der Ankunft des Messias kann ihre Religion nicht mehr wahr sein weil sie von Christus erfüllt worden ist.
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Das Paradies, welches der Koran verspricht, ist ein Paradies, für das sich selbst die Tiere schämen würden: Es ist ein Paradies, in dem es keine anderen als sinnliche Freuden gibt.
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Der dritte Gewissensbiß des Verdammten wird die Erkenntnis des großen Gutes sein, das er verloren hat. Johannes Chrysostomus sagt, die Verdammten werden mehr wegen des Verlustes des Himmels gequält, als selbst durch die ärgsten Peinen der Hölle.
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Er wird sagen: O hätte ich mir doch jene Mühe für Gott gegeben, welche ich anwendete, um verdammt zu werden! Ich wäre ein großer Heiliger geworden; jetzt aber habe ich davon nichts als Gewissensbisse und eine ewige Pein die niemals aufhört.
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Wegen eines elenden viehischen Genusses also, der einen Augenblick lang dauerte, und kaum genossen, wie der Wind vorübereilte, werde ich, wird er sagen, in diesem Feuer sein und brennen müssen, voll Verzweiflung, und verlassen von allen.
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Sage mir, wenn du in deiner Hand einen Edelstein im Werte von tausend Dukaten hättest, würdest du ihn wohl in den Fluß werfen und sprechen: hernach will ich mir schon Mühe geben, und hoffentlich werd' ich ihn wieder finden.
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„Für die Gottlosen ist kein Friede, spricht der Herr" (Jes 48,22) „Die dein Gesetz lieben, haben großen Frieden" (Ps 119,165)
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O wie töricht sind die Sünder! Sie wenden allen Fleiß an, sich weltliche Wissenschaften eigen zu machen oder Kunst, sich Güter zu erwerben für ein Leben, welches bald zu Ende gehen wird; um die Güter aber eines Lebens ohne Ende bekümmern sie sich nic
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Das größte Unglück dieser Elenden besteht aber darin, daß sie sich weise und klug wähnen, während sie die törichtesten und dümmsten Leute der Welt sind.
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„Wenn das Bedrängnis über sie kommt, werden sie den Frieden suchen und ihn nicht finden: dann wird Schrecken über Schrecken kommen." (Ez 7,25)
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„Du bist Staub und sollst zum Staube wiederkehren." (Gen 3,19)