Mein Sohn, wenn du gesündigt hast, tu es nicht wieder,und bete wegen deiner früheren Sünden.
Wie vor einer Schlange flieh vor der Sünde,denn wenn du ihr zu nahe kommst, beißt sie dich. Ihre Zähne sind wie die Zähne des Löwen,sie rauben dem Menschen das Leben.
Wie ein zweischneidiges Schwert ist jede Ungerechtigkeit,und für ihren Hieb gibt es keine Heilung.
Gewalttat und Hochmut verwüsten den Wohlstand,so wird das Haus des Übermütigen vernichtet.
Das Gebet des Armen dringt zu seinen Ohren,so wird sein Gericht mit Schnelligkeit kommen.
Wer Ermahnung hasst, geht in des Sünders Spur,doch wer den Herrn fürchtet, nimmt sie sich zu Herzen.
Von weitem erkennt man den Schwätzerund der Weise merkt es, wenn jener entgleist.
Wer sein Haus mit fremdem Geld erbaut,ist wie einer, der Steine zu seinem Grabhügel zusammenträgt.
Ein Bündel Werg ist die Versammlung der Gottlosen,und ihr Ende ist die Feuerflamme.
Der Weg des Sünders ist mit Steinen geebnet,doch an seinem Ende liegt die Tiefe der Unterwelt.
Wer das Gesetz befolgt, beherrscht seinen Trieb,und Vollendung der Gottesfurcht ist Weisheit.
Mancher kann nichts lernen, weil er nicht begabt ist,aber es gibt eine Begabung, die viel Bitterkeit bringt.
Die Erkenntnis des Weisen wächst wie eine Flut,und sein Rat ist wie ein lebendiger Quell.
Das Innere des Toren ist wie ein zersprungenes Gefäß,keinerlei Weisheit hält es in sich fest.
Wenn der Einsichtige ein weises Wort hört,lobt er es und fügt ein weiteres hinzu. Hört es der Leichtfertige, so hat er daran Missfallen,und er wirft es hinter sich.
Das Gespräch mit einem Toren ist wie eine Last auf der Reise,auf den Lippen des Weisen aber findet man Wohllaut.
Nach dem Mund des Verständigen verlangt man in der Versammlung,und seine Worte erwägt man im Herzen.
Wie ein Haus in Trümmern ist die Weisheit des Toren,und des Toren Erkenntnis ist unverständliches Gerede.
Wie Ketten an den Füßen ist dem Unvernünftigen die Zuchtund wie Handschellen an der rechten Hand.
Der Tor lässt beim Lachen die Stimme laut erschallen,der kluge Mann lächelt kaum leise.
Ein goldener Schmuck ist dem Weisen die Zuchtund wie ein Zierstück am rechten Arm.
Der Fuß des Toren eilt rasch ins Haus,der viel erfahrene Mensch aber übt Zurückhaltung.
Der Tor schaut schon von der Tür her ins Haus hinein,der wohlerzogene Mensch aber bleibt draußen stehen.
Unerzogenheit eines Menschen ist es, wenn er an der Tür horcht;der Weise aber verschließt sein Ohr vor dem Unehrenhaften.
Die Lippen der Schwätzer wiederholen die Worte der anderen,die Worte der Weisen jedoch sind auf der Waage abgewogen.
Im Mund der Toren ist ihr Herz,das Herz der Weisen aber ist ihr Mund.
Wenn der Gottlose den Widersacher verflucht,dann verflucht er sich selbst.
Der Verleumder beschmutzt sich selbst,und wo er wohnt, hasst man ihn.