Wer den Herrn fürchtet, handelt so, / und wer das Gesetz einhält, erlangt sie.
Sie geht ihm entgegen wie eine Mutter, / und wie eine junge Gattin nimmt sie ihn auf.
Sie nährt ihn mit dem Brot der Klugheit / und tränkt ihn mit dem Wasser der Einsicht.
Er stützt sich auf sie und wankt nicht, / er vertraut auf sie und wird nicht enttäuscht.
Sie erhöht ihn über seine Mitmenschen, / und inmitten der Gemeinde öffnet sie ihm den Mund.
Jubel und Freude findet er, / und sie beschenkt ihn mit unvergänglichem Namen.
Nicht erlangen sie schlechte Menschen, / und Gottvergessene werden sie nicht schauen.
Fern ist sie von Überheblichkeit, / und lügnerische Menschen erinnern sich ihrer nicht.
Gotteslob ziemt sich nicht im Mund des Gottlosen, / denn nicht ist es ihm vom Herrn zugeteilt.
In Weisheit soll das Gotteslob erklingen, / und der Herr wird es leiten.
Sage nicht: Vom Herrn kommt meine Sünde; / denn was er hasst, bewirkt er nicht.
Sage nicht: Er hat mich zu Fall gebracht; / denn er bedarf der schlechten Menschen nicht.
Allen Gräuel hasst der Herr, / und gar keinen lieben die, die ihn fürchten.
Er schuf am Anfang den Menschen / und überließ ihn der Macht der eigenen Entscheidung.
Wenn du willst, kannst du die Gebote halten, / und Treue zu üben liegt in deiner Macht.
Hingeschüttet hat er vor dich Feuer und Wasser, / wonach dich verlangt, streck deine Hand aus.
Vor dem Menschen liegen Leben und Tod; / was er will, wird ihm gegeben.
Reich ist die Weisheit des Herrn, / er ist stark an Macht und sieht alles.
Seine Augen schauen auf die, die ihn fürchten, / und jede Tat des Menschen ist ihm bekannt.
Niemandem hat er befohlen zu freveln, / und keinem Erlaubnis gegeben zu sündigen.