Des Geldes wegen haben schon viele gesündigt,und wer reich zu werden sucht, schaut nicht so genau hin.
Zwischen Steinfugen lässt sich ein Pflock hineintreiben;so drängt sich zwischen Verkauf und Kauf die Sünde ein.
Wer nicht mit Eifer an der Furcht des Herrn festhält,dem wird bald das Haus zerstört sein.
Beim Schütteln des Siebes bleibt der Kehricht zurück,ebenso zeigt sich der Unrat eines Menschen, wenn man über ihn nachdenkt.
Was das Töpfergeschirr taugt, richtet sich nach der Brennhitze im Ofen,ebenso beurteilt man einen Menschen nach seiner Rede.
Die Pflege, die man für einen Baum aufwandte, erweist seine Frucht;eine Untersuchung erweist, wie ein Mensch gesinnt ist.
Bevor du ihn beurteilt hast, lobe keinen Menschen,denn so vollzieht sich die Prüfung der Menschen.
Wenn du nach Gerechtigkeit strebst, wirst du sie erlangenund wirst sie wie ein Prachtgewand anlegen.
Vögel lassen sich nur bei ihresgleichen nieder,so kommt die Treue zu denen, die sie üben.
Der Löwe lauert auf Beute;so auch die Sünde auf jene, die Unrecht tun.
Die Rede des Frommen ist allezeit Weisheit,der Tor aber wechselt wie der Mond.
Bist du mit Toren zusammen, so achte auf die Zeit,im Kreis der Weisen dagegen verweile.
Das Geschwätz der Toren ist ein Gräuel,und ihr Lachen ist voll sündhafter Freude.
Beim Gerede dessen, der viel schwört, sträuben sich die Haare,und hat er Streit, verstopft man sich die Ohren.
Der Streit der Übermütigen führt zu Blutvergießen,ihr Gezänk anzuhören, ist grässlich.
Wer Geheimnisse verrät, verliert das Vertrauen,und er findet keinen Freund, der zu ihm steht.
Liebe den Freund und bleibe ihm treu;doch hast du seine Geheimnisse verraten, besuch ihn ja nicht mehr.
Denn wie einer, der seinen Feind zugrunde richtet,so hast du die Freundschaft deines Gefährten zugrunde gerichtet.
Als ob du einen Vogel aus der Hand fortgelassen hättest,so hast du deinen Freund preisgegeben und wirst ihn nicht wiedererlangen.
Folge ihm nicht, denn er hat sich weit entfernt,er floh wie eine Gazelle aus der Schlinge.
Eine Wunde nämlich ist zu verbinden und ein Streit zu schlichten,doch wer Geheimnisse verrät, hat keine Hoffnung.
Wer mit dem Auge zwinkert, plant Böses,keiner kann ihn davon abbringen.
Vor deinen Augen macht er süße Worteund bewundert, was du sprichst. Nachher aber dreht er seine Worte umund macht aus deinen Reden ein Ärgernis.
Vieles ist mir verhasst, aber nichts so wie er;auch der Herr wird ihn hassen.
Wer einen Stein hochwirft, trifft sich selbst auf den Kopf,und wer hinterhältig schlägt, verwundet sich selbst.
Wer eine Grube gräbt, fällt in sie hinein,und wer eine Falle stellt, fängt sich in ihr.
Wer Böses tut, auf den rollt es zu,und er weiß nicht, woher es kommt.
Spott und Schimpf dem Übermütigen,die Strafe lauert auf ihn wie ein Löwe.
In der Falle fangen sich, die sich freuen über den Sturz der Frommen,und der Schmerz verzehrt sie schon vor ihrem Tod.
Groll und Zorn sind gleichfalls abscheulich,und nur der Sünder hält daran fest.