Der Herr hat auch den Menschen aus Erde erschaffenund lässt ihn wieder zu ihr zurückkehren.
Er teilte dem Menschen eine Zahl von Tagen und eine bestimmte Frist zuund übertrug ihm die Herrschaft über alle Wesen auf ihr.
Ähnlich sich selbst bekleidete er die Menschen mit Kraftund schuf sie nach seinem Bild.
Er legte die Furcht vor ihnen auf alles Fleischzur Herrschaft über Tiere und Vögel.
[Sie empfingen den Gebrauch der fünf Kräfte des Herrn,als Sechste wurde ihnen Anteil am Verstand gegebenund als Siebte das Wort, den Deuter seiner Kräfte.]
Er bildete Mund und Zunge, Auge und Ohrund gab ihnen ein Herz zum Denken.
Mit verständiger Einsicht erfüllte er sieund zeigte ihnen, was gut und böse ist.
Er setzte ihnen sein Auge in das Herz,um ihnen die Größe seiner Werke kundzutun.
Sie sollten für immer seine Wunderwerke rühmen,
seinen heiligen Namen lobenund die Größe seiner Werke weiter verkünden.
Er hat ihnen die Weisheit zum Geschenk gemachtund das Gesetz des Lebens in Besitz gegeben.
Einen ewigen Bund hat er mit ihnen geschlossenund ihnen seine Gebote mitgeteilt.
Seine majestätische Herrlichkeit haben ihre Augen gesehenund seine machtvolle Stimme in ihren Ohren vernommen.
Er sprach zu ihnen: Hütet euch vor jedem Unrecht!Er ordnete das Verhalten eines jeden zu seinem Nächsten.
Ihre Wege liegen vor ihm allezeit,und nicht sind sie verborgen vor seinen Augen.
[Ihre Wege sind von Jugend an auf das Böse gerichtet,und sie vermögen ihr steinernes Herz nicht in ein Herz von Fleisch zu verwandeln.]
Jedem Volk hat er seinen Fürsten gesetzt,aber Israel ist der Anteil des Herrn,
[sein Erstgeborener, den er liebevoll aufzog,an den er das Licht seiner Liebe austeilte, ohne ihn aufzugeben.]
Alle ihre Werke liegen wie die Sonne vor ihm,und seine Augen ruhen stets auf ihren Wegen.
Nicht sind vor ihm ihre Frevel verborgen,alle ihre Sünden liegen vor dem Herrn.
[Aber der Herr ist gut und kennt sein Geschöpf,weder vernichtet er sie, noch verlässt er sie, sondern er verschont sie.]
Das Almosen eines Menschen ist wie ein Siegelring bei ihm,und eines Menschen Güte hütet er wie den Augapfel.Er lässt seinen Söhnen und Töchtern Umkehr zuteil werden.
Später erhebt er sich und zahlt ihnen heim,Vergeltung lässt er kommen über jedes Haupt.
Den Reumütigen hat er einen Rückweg gewährt,und er spricht denen zu, die die Hoffnung verloren haben.
Kehre dich zum Herrn und lass ab von der Sünde,flehe vor ihm und beseitige das Ärgernis.
Kehre zum Höchsten zurückund wende dich von der Ungerechtigkeit,ganz entschieden hasse den Gräuel.
Wer wird den Höchsten in der Unterwelt preisenan Stelle der Lebenden, die ihm Lobpreis darbringen?
Bei einem Toten, der nicht mehr ist, hat der Lobgesang ein Ende,nur wer lebt und gesund ist, kann den Herrn preisen.
Wie groß ist das Erbarmen des Herrnund die Nachsicht gegen die, die sich ihm zuwenden!
Denn im Menschen kann nicht alles sein,ist der Mensch doch nicht unsterblich.
Was ist heller als die Sonne? Und selbst diese verdunkelt sich;Fleisch und Blut können nur Böses ausdenken.
Die Heerscharen des Himmels mustert er,erst recht die Menschen, die doch alle nur Staub und Asche sind.