Der Himmelshöhe Stolz ist das Firmament in seiner Klarheit, / und die Himmel selbst tun seine Herrlichkeit kund.
Die Sonne, die aufstrahlt, ruft bei ihrem Aufgang: / Was für ein Wunder ist das Werk des Höchsten!
Steht sie im Zenit, so lässt sie die Welt verdorren, / wer kann es aushalten in ihrer Hitze?
Ein entfachter Ofen bringt Glut hervor, / dreimal mehr brennt die Sonne die Berge. Glut sendet sie aus, / und durch ihr Feuer erblindet das Auge.
Groß ist der Herr, ihr Schöpfer, / sein Wort lenkt ihren schnellen Lauf.
Der Mond, in allem zur rechten Zeit, / bezeichnet die Monate und teilt die Zeit ein.
Der Mond bestimmt die Feste, / dieses Gestirn, das abnimmt, wenn es voll geworden ist.
Am Neumond ist so, wie sein Namen sagt: / wunderbar erneuert er sich nach seinem Wechsel. Er lehrt das Heer in der Höhe, / das am Firmament des Himmels leuchtet.
Die Schönheit des Himmels ist die Pracht der Sterne, / sie schmücken mit ihrem Schein die Höhen des Herrn.
Durch das Wort des Heiligen hat die Ordnung Bestand, / und sie ermatten nicht auf ihrer Nachtwache.
Schau den Regenbogen und preise seinen Schöpfer, / denn überaus herrlich ist er an Pracht.
Das Himmelsgewölbe umspannt er mit seinem Glanz, / die Hände des Höchsten haben ihn ausgespannt.
Durch seine Anordnung lässt der Herr den Schnee fallen, / er schleudert die Blitze.
Zu seinem Dienst öffnet er seine Speicher, / und die Wolken fliegen wie Vögel.
In seiner Größe verdichtet er die Wolken / und zerstößt die Hagelsteine.
Bei seinem Anblick wanken die Berge, /
bei der Stimme seines Donners gerät die Erde in Wehen. [Sir 43:17 ] Nach seinem Willen jagt der Südwind dahin / und ebenso der Orkan aus dem Norden und die Wirbelstürme.
Wie Vögel lässt er seine Schneeflocken fliegen, / und wie einfallende Heuschrecken ist ihr Fall. Ihr weißer Glanz blendet die Augen, / und bei seinem Rieseln freut sich das Herz.
Auch den Reif gießt er aus wie Salz, / ihn wandelt der Frost in Spitzen von Dornen.
Den kalten Nordwind lässt er wehen, / und auf dem Wasser bildet sich das Eis. Jedes stehende Gewässer überzieht er mit einer Decke / und bekleidet es wie mit einem Panzer.
Er verzehrt die Berge und brennt die Wüste aus / und versengt das Gras wie eine Flamme.
Doch Linderung für alles bringt die Wolke, / und der Tau schenkt Leben nach der Trockenheit.
Nach seinem Beschluss ließ er die Wasser sich senken / und pflanzte die Inseln.
Die das Meer befahren, erzählen von seiner Gefahr, / und wenn unsere Ohren es hören, sind wir voll Staunen.
Dort gibt es Wunderdinge, die erstaunlichsten seiner Schöpfung, / aller Art Lebewesen und die Ungeheuer des Weltmeers.
Gott sei Dank endet alles gut, / und alles fügt wieder sich nach seinem Wort.
Viel könnten wir noch sagen und kämen nicht ans Ende, / darum sei der Rede Schluss: Er ist alles!
Wo finden wir die Kraft, ihn zu preisen? / Er ist ja größer als all seine Werke.
Furchtbar ist der Herr und überragend groß, / und wunderbar sind seine Taten.
Euer Lobpreisen erhebe den Herrn, / so viel ihr könnt, denn er ist noch größer. Wenn ihr anhebt, schöpft neue Kraft, / und werdet nicht müde, denn ergründen könnt ihr ihn nicht.
Wer hätte ihn gesehen und könnte davon erzählen, / und wer kann ihn preisen, so wie es ihm gebührt?
Die Menge des Unbekannten ist größer als dies, / wenig nur sah ich von seinen Werken.
Alles das aber hat der Herr hervorgebracht, / und den Frommen hat er Weisheit verliehen.