Leere und trügerische Hoffnungen hat ein unverständiger Mensch:denn Träume setzen nur Toren in Erregung.
Wie einer, der nach dem Schatten greift und den Wind zu haschen versucht,so ist einer, der sich auf Träume verlässt.
Verwandt sind Spiegel und Träume,das Bild eines Gesichts erscheint dem Gesicht selbst gegenüber.
Wie ist von einem Unreinen Reines zu erwarten,und wie von der Lüge Wahrheit?
Wahrsagen, Zeichendeuterei und Träume sind nichtig,Einbildungen einer schwangeren Frau.
Wenn sie nicht vom Höchsten zur Warnung gesandt sind,so schenk ihnen keinerlei Beachtung.
Träume haben schon viele in die Irre geführt;weil sie ihnen vertrauten, strauchelten sie.
Mit Sicherheit wird das Gesetz in Erfüllung gehen;die Weisheit in einem ehrlichen Mund ist vollkommen.
Ist einer viel herumgekommen, so hat er ein reiches Wissen,und ein viel erfahrener Mann kann verständige Ausführungen geben.
Wer nichts erfahren hat, weiß wenig,doch wer viel herumgekommen ist, erwarb Klugheit in Fülle.
Vieles habe ich gesehen, als ich unterwegs war,und ich habe mehr erfahren, als ich erzählen könnte.
Oft schwebte ich in Todesgefahr,doch ich wurde wegen all dieser Erfahrungen gerettet.
Der Geist derer, die den Herrn fürchten, wird leben;denn sie sind voller Hoffnung auf ihren Retter.
Wer den Herrn fürchtet, verzagt nicht,er zittert nicht, denn er ist seine Hoffnung.
Glücklich die Seele des Gottesfürchtigen.Auf wen verlässt er sich und wer ist seine Stütze?
Die Augen des Herrn sind auf die gerichtet, die ihn lieben,ist er doch ein starker Schild und eine mächtige Stütze, ein Schutz vor der Glut und ein Schirm gegen die Mittagshitze,eine Bewahrung vor dem Anstoß und eine Hilfe vor dem Fall,
eine Freude des Herzens und ein Licht für die Augen,ein Heilmittel des Lebens und ein Segen.
Ein Opfer von unrechtem Gut ist eine Gabe zum Hohn,und die Gaben der Gottlosen sind kein Wohlgefallen.
Kein Gefallen hat der Höchste an den Gaben der Frevler,auch bei einer Fülle von Opfern verzeiht er die Sünden nicht.
Den Sohn opfert vor den Augen des Vaters,wer eine Gabe darbringt vom Gut der Armen.
Ein kärgliches Brot ist der Lebensunterhalt der Armen;wer es ihnen verwehrt, ist ein Blutsauger.
Ein Mörder seines Nächsten ist, wer ihm den Unterhalt wegnimmt,und Blut vergießt, wer dem Arbeiter den Lohn vorenthält.
Der eine baut, der andere reißt ein,was haben sie mehr davon als Mühe?
Der eine betet, der andere flucht,auf wessen Stimme wird der Herr hören?
Reinigt sich einer nach der Berührung eines Toten und fasst ihn wieder an,was hat einer von seinem Waschen?
So ist ein Mensch, der seiner Sünden wegen fastetund doch wieder dasselbe tut. Wer wird auf sein Gebet hören,und was hat er von seiner Kasteiung?