Verlange nicht nach zahlreichen Kindern, wenn sie nichts taugen,und freue dich nicht über Söhne, die missraten sind.
Mögen sie auch zahlreich sein, sei nicht stolz auf sie,wenn sie keine Gottesfurcht besitzen.
Verlass dich nicht darauf, dass sie am Leben bleiben,und setze keine Hoffnungen auf ihr Schicksal. Denn besser einer als tausendund besser kinderlos sterben als gottlose Kinder zu haben.
Durch einen einzigen Einsichtigen wird die Stadt bevölkert,der Stamm der Gottlosen aber verödet.
Vieles davon sah mein Auge,und Gewichtigeres noch als dies vernahm mein Ohr:
In der Rotte der Gottlosen flammt das Feuer auf,und gegen das frevelhafte Pack entbrennt der Zorn.
Nicht ertrug er die Riesen der Vorzeit,die abtrünnig wurden in ihrer Stärke.
Er verschonte nicht die Mitbürger Lots;ein Gräuel war ihm ihr Übermut.
Er erbarmte sich nicht des verdorbenen Geschlechts,das aus dem Besitz vertrieben wurde in seinen Sünden.
Ebenso wenig der sechshunderttausend Mann Fußvolk,die dahingerafft wurden in ihrer Herzenshärte.
Und erst wenn ein Einzelner halsstarrig ist --es wäre ein Wunder, wenn er straflos bliebe. Denn Erbarmen und Zorn sind bei ihm,er verzeiht und vergibt, aber er gießt auch den Zorn aus.
So groß wie sein Erbarmen ist auch seine Züchtigung,und jeden richtet er nach seinen Werken.
Nicht entkommt der Verbrecher mit seinem Raub,doch die Erwartung des Frommen vernichtet er niemals.
Er lässt seinem Erbarmen freien Lauf;jedem wird vergolten nach seinen Werken.
[Gott verhärtete das Herz des Pharao, dass es ihn nicht erkannte,damit seine Werke offenbar wurden unter dem Himmel.
Der ganzen Schöpfung ist sein Erbarmen sichtbar,sein Licht und sein Dunkel hat er den Menschen zugeteilt.]
Sage nicht: Ich werde mich vor dem Herrn verbergen;wer in der Höhe denkt an mich? In der großen Menge bleibe ich unbemerkt;und was bin ich in der unermesslichen Schöpfung?
Siehe, der Himmel und der Himmel des Himmels,der Ozean und die Erde, sie wanken, wenn er sie heimsucht.
Die Gipfel der Berge und die Grundfesten des Erdkreises,sie erbeben mächtig, wenn er sie nur anblickt.
Doch auf dies alles lenkt man nicht seinen Sinn;und wer achtet auf seine Wege?
Auch der Sturm bleibt unsichtbar,die meisten seiner Werke geschehen im Verborgenen.
Das gerechte Tun, wer macht es kund,und wer erwartet es? Denn fern liegt noch das Strafgericht.
Nur ein Unvernünftiger wird solches behaupten,nur ein törichter, irregeleiteter Mensch hat solche Gedanken.
Mein Sohn, hör auf mich und nimm Weisheit an,richte den Sinn auf meine Worte.
Ich will dir die Lehre wohlabgewogen offenbarenund mit Sorgfalt mein Wissen kundtun.
Als Gott am Anfang seine Werke schufund zu ihrem Dasein die Gesetze gab,
da ordnete er seine Werke für immer,von ihren Anfängen an bis zu ihrer fernen Zukunft. Sie ermatten nicht und werden nicht müde,noch erlahmen sie in ihrem Wirken.
Keines kommt dem anderen zu nahe,und bis in Ewigkeit ist keines ungehorsam seinem Wort.
Danach schaute der Herr zur Erdeund füllte sie mit seinen Gütern an.
Mit allerlei Lebewesen bedeckte er ihre Oberflächeund zu ihr lässt er sie auch wieder zurückkehren.