Schlaflosigkeit wegen des Reichtums lässt das Fleisch schwinden,und die Sorge um ihn verscheucht den Schlaf.
Die Sorge um den Unterhalt vertreibt den Schlummer,und schwere Krankheit verjagt den Schlaf.
Der Reiche quält sich, ein Vermögen zu sammeln,und wenn er ruht, greift er nach Lust.
Der Arme plagt sich, weil er des Vermögens entbehrt,und wenn er ruht, muss er hungern.
Wer das Gold liebt, bleibt nicht ohne Schuld,und wer dem Geld nachjagt, wird darum betrogen.
Viele sind Opfer des Goldes geworden,und plötzlich stand ihr Verderben vor ihnen.
Eine Falle ist es für die, die ihm opfern,und jeder Unverständige fängt sich darin.
Glücklich der Reiche, der schuldlos befundenund nicht hinter dem Geld herläuft.
Wo ist ein solcher, dass wir ihn preisen können?Denn Wunderbares vollbrachte er in seinem Volk.
Wer ist es, der versucht wurde und unversehrt blieb?Es soll ihm das zum Ruhm gereichen. Wer konnte sich verfehlen und verfehlte sich nicht,konnte Böses tun und tat es nicht?
Darum steht sein Glück gefestigt,und Wohltaten verkündet die Gemeinde.
Wenn du an der Tafel eines Großen sitzt,dann reiß dabei den Mund nicht auf. Sprich nicht: Überreichlich ist aufgetragen.
Sei eingedenk, wie hässlich ein gieriges Auge ist. Ist etwas Schlimmeres als das Auge erschaffen?Darum muss es auch bei jeder Gelegenheit weinen.
Dorthin, wohin dein Gastgeber blickt, streck deine Hand nicht aus,damit du mit ihm nicht zusammentriffst in der Schüssel.
Schätze deinen Nächsten nach dir selbst ein,und sei besonnen in allem.
Iss wie ein wohlerzogener Mensch, was man dir vorsetzt,und schlürfe nicht, dass man dich nicht verachtet.
Hab den Anstand, als Erster aufzuhören,und sei kein Vielfraß, dass du nicht unangenehm auffällst.
Und wenn du unter vielen sitzt,so greife deinem Nachbarn nicht vor.
Genügt nicht auch wenig für einen verständigen Menschen?Dann ist sein Atem auch ruhig auf seinem Lager.
Gesunden Schlaf hat, der den Magen nicht überlädt;wacht er dann am Morgen auf, so ist er gleich bei sich. Schlaflosigkeit, Erbrechen und Leibschmerzenbekommt ein unmäßiger Mensch.
Wurdest du aber dennoch von den Leckerbissen verführt,steh auf, spei sie aus und es wird dir leichter werden.
Höre, mein Sohn, und missachte mich nicht,so wirst du schließlich meine Worte verstehen. Bei all deinem Tun sei beherrscht,so wird dich keine Krankheit treffen.
Man rühmt hoch einen freigebigen Gastgeber,und das Zeugnis für seine Freigebigkeit währt immer.
Aber über einen schlechten Gastgeber redet man schlecht in der Stadt,zu Recht sieht man darin ein Zeugnis für seinen Geiz.
Beim Wein spiel nicht den starken Mann,denn schon viele hat der Rebensaft zu Fall gebracht.
Wie der Ofen die Härte des Eisens prüft,so ist der Wein eine Erprobung für Leichtsinnige.
Wie Lebenswasser ist der Wein dem Menschen,wenn er ihn mit Maß genießt. Was hat der für ein Leben, der den Wein entbehrt!Dieser ist ja von Anfang an zur Freude der Menschen geschaffen.
Frohsinn und Herzensfreude ist der Wein,zur rechten Zeit und mit Bedacht getrunken.
Bitterkeit der Seele ist der Wein,im Übermaß in Erregung und Zorn getrunken.
Zuviel Wein steigert den Zorn des Toren zu seinem Fall,er schwächt die Kraft und schlägt viele Wunden.
Beim Weingelage tadle nicht deinen Freund,und verachte ihn nicht in seiner Heiterkeit. Sprich kein Schmähwort zu ihmund dränge ihn nicht mit einer Geldforderung.