[Von David, als er sich vor Abimelech wahnsinnig stellte und, von diesem entlassen, davonging.]
Den Herrn will ich allzeit preisen, / immerdar sei in meinem Munde sein Lob.
Es rühme sich des Herrn meine Seele, / hören sollen es die Armen und fröhlich sein.
Vereint mit mir lobpreist den Herrn, / lasst uns gemeinsam seinen Namen erheben.
Ich suchte den Herrn und er hat mich erhört, / er hat mich errettet aus all meinen Ängsten.
Blickt auf ihn und ihr werdet strahlen in Freude, / und euer Angesicht soll nicht erröten.
Seht, ein Armer rief und der Herr hat gehört, / er hat ihn erlöst aus aller Bedrängnis.
Einen Wall richtet auf der Engel des Herrn / die Frommen umgibt er, sie zu erretten.
Kostet und seht, wie gütig der Herr! / Selig der Mann, der flüchtet zu ihm.
Fürchtet den Herrn, ihr, seine Frommen; / die ihn fürchten, sie leiden nicht Mangel.
Mächtige verarmen und hungern; / die aber suchen den Herrn, sie entbehren kein Gut.
Kommt, ihr Kinder, und hört mich! / Ich will euch lehren die Furcht des Herrn.
Wer ist es, der das Leben begehrt? / Wer wünscht sich viele Tage zu genießen das Glück?
Bewahre deine Zunge vor Bosheit, / deine Lippen vor listiger Rede!
Lass ab vom Bösen und wirke das Gute, / suche den Frieden und jage ihm nach!
Auf die Gerechten schaut das Auge des Herrn, / ihrem Rufen leiht er sein Ohr.
Doch sein Antlitz wendet sich ab von den Bösen, / auszutilgen ihr Gedächtnis auf Erden.
Die Gerechten riefen und der Herr hat sie erhört, / er hat sie befreit aus all ihrer Drangsal.
Die gebrochenen Herzens sind, ihnen ist nahe der Herr; / ein zerschlagenes Gemüt wird er heilen.
Viele Leiden erfährt der Gerechte, / doch aus allen wird der Herr ihn erlösen.
Er behütet all seine Glieder, / nicht eines wird ihm zerbrochen.
Die Bosheit führt den Sünder zum Tod; / die hassen den Frommen, sie verfallen der Strafe.
Der Herr befreit die Seelen seiner Getreuen; / wer flüchtet zu ihm, der leidet nicht Schaden.