[Ein Lied; von David.] Behüte mich, Gott, ich nehme zu dir meine Zuflucht. /
Ich sage zum Herrn: Du bist mein Gebieter, / ich habe kein Gut außer dir!
An den Heiligen, die auf Erden sind, / an den Herrlichen hab ich all mein Gefallen.
Die aber huldigen fremden Göttern, / ihrer Schmerzen sind viele. Ich gieße nicht aus vor ihnen das Blut ihrer Opfer, / mit meinen Lippen will ich ihren Namen nicht nennen.
Herr, mein Anteil an Erbe und Becher, / du bist es, der in Händen hält meine Lose.
Mir fiel das Los auf liebliches Land, / gar wohl gefällt mir mein Erbe.
Ich preise den Herren, weil er Einsicht mir gab, / weil das Herz mich mahnt sogar in der Nacht.
Allezeit habe ich vor Augen den Herrn, / er steht mir zur Rechten, dass ich nicht wanke.
Darum freut sich mein Herz, es frohlockt meine Seele, / und auch mein Leib wird ruhen in Frieden.
Denn nicht dem Totenreiche gibst du meine Seele anheim, / deinen Heiligen lässt du nicht schauen Verwesung.
Den Weg des Lebens lässt du mich schauen, / vor deinem Angesicht die Fülle der Freude, / Wonne zu deiner Rechten auf ewig.