[Ein Psalm, von David.] Vernimm, o Herr, mein Gebet; / in deiner Treue, o höre mein Flehen; / erhöre mich in deiner Gerechtigkeit!
Mit deinem Knecht gehe nicht ins Gericht, / ist doch keiner vor dir gerecht, der da lebt.
Denn der Feind verfolgt meine Seele, / mein Leben trat er zu Boden, / stieß mich ins Dunkel wie einen, der lange schon tot ist.
Es verschmachtet in mir der Geist, / das Herz in meinem Innern ist wie erstarrt.
Ich gedenke vergangener Tage, / all deinen Werken sinne ich nach, / bedenke, was getan haben deine Hände.
Meine Hände breite ich aus nach dir, / meine Seele dürstet nach dir wie trockenes Land.
Eile, o Herr, erhöre mich, / siehe, es verschmachtet mein Geist. Dein Angesicht wende nicht ab von mir, / sonst gleiche ich denen, die niedersteigen zur Grube.
Lass deine Huld mich bald erfahren, / denn ich vertraue auf dich. Tue mir kund, welchen Weg ich soll schreiten, / ich erhebe zu dir meine Seele.
Von meinen Feinden errette mich, Herr, / ich hoffe auf dich.
Lehre mich, deinen Willen zu tun, / denn du bist mein Gott. Dein Geist ist voll Güte, / er führe mich auf ebener Bahn.
Um deines Namens willen belebe mich, Herr, / in deiner Güte führe mich aus der Not!
In deiner Huld lass zugrunde gehen meine Feinde; / vernichte sie alle, die meine Seele bedrängen! / Denn siehe, ich bin dein Knecht.