Ich liebe den Herrn, / denn er hörte mein Flehen.
Er neigte sein Ohr mir zu / am Tag, da ich ihn anrief.
Es umwanden mich die Stricke des Todes, / die Schlingen der Unterwelt fingen mich ein; / versunken war ich in Elend und Angst.
Da rief ich an den Namen des Herrn: / Ach, Herr, errette mein Leben!
Der Herr ist gerecht und gütig, / unser Gott ist barmherzig.
Der Herr behüte, die ihm dienen in Einfalt; / elend war ich und er brachte mir Heil.
Geh wieder ein, meine Seele, in deine Ruhe, / denn der Herr hat dir Gutes getan.
Er hat meine Seele befreit vom Tod, / meine Augen von Tränen, meine Füße vom Fall.
Und wieder darf ich wandeln vor Gott / im Land der Lebenden.
Ich war voll Vertrauen, auch wenn ich sagte: / Gar tief bin ich niedergebeugt.
Ich sprach in meiner Bestürzung: / Die Menschen alle, sie lügen!
Was soll ich vergelten dem Herrn, / alles, was er mir Gutes getan?
Ich will ergreifen den Kelch des Heiles, / anrufen will ich den Namen des Herrn.
Was ich gelobt dem Herrn, ich bringe es dar / vor dem Angesicht all seines Volkes:
Kostbar ist in den Augen des Herrn, / der Tod seiner Heiligen.
O Herr, ich bin dein Knecht, / dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd. / Du hast gelöst meine Fesseln.
Dir will ich weihen das Opfer des Lobes, / und anrufen will ich den Namen des Herrn.
Was ich gelobt dem Herrn, ich bringe es dar / vor dem Angesicht all seines Volkes,
im Haus des Herrn, in seinen heiligen Hallen, / in deiner Mitte, Jerusalem. Halleluja!