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Das Gericht ist in der Tat zu fürchten.
(a) Wegen der Weisheit des Richters. Gott kennt alle Dinge, unsere Gedanken, Worte und Werke, und „alles ist nackt und bloß vor seinen Augen“ (Hebr 4,13). „Alle Wege des Menschen sind offen vor seinen Augen“ (Spr 16,2). Er kennt unsere Worte: „Das Ohr des Eifers hört alles“ (Weish 1,10). Ebenso unsere Gedanken: „Arglistig ist das Herz, mehr als alles, und unheilbar; wer kann es ergründen? Ich, der Herr, erforsche das Herz und prüfe die Nieren, um einem jeden zu geben nach seinen Wegen, nach der Frucht seiner Taten“ (Jer 17,9-10). Es wird unfehlbare Zeugen geben – das eigene Gewissen des Menschen: „Sie zeigen, dass das Werk des Gesetzes in ihre Herzen geschrieben ist; ihr Gewissen legt Zeugnis ab, und ihre Gedanken klagen sich gegenseitig an oder verteidigen sich an dem Tag, an dem Gott das Verborgene der Menschen richten wird“ (Röm 2,15-16).
(b) Wegen der Macht des Richters, der in sich selbst allmächtig ist: „Siehe, der Herr, Gott, wird kommen mit Macht“ (Jes 40,10). Und er ist auch allmächtig in anderen: „Die ganze Welt wird mit ihm gegen die Toren kämpfen“ (Weish 5,20). Daher sagt Ijob: „Es gibt niemanden, der aus deiner Hand erretten kann“ (Ijob 10,7). „Steige ich zum Himmel hinauf, so bist du da; bette ich mich in der Unterwelt, so bist du auch dort“, sagt der Psalmist (Ps 139,8).
(c) Wegen der unbeugsamen Gerechtigkeit des Richters. Die Gegenwart ist die Zeit der Barmherzigkeit; die Zukunft aber ist allein die Zeit der Gerechtigkeit; und so ist die Gegenwart unsere Zeit, die Zukunft aber ist Gottes Zeit: „Wenn ich die Zeit bestimmt habe, werde ich Gerechtigkeit üben“ (Ps 75,3). „Denn Eifersucht und Zorn des Mannes werden nicht schonen am Tage der Rache. Er wird auf keines Menschen Bitten eingehen; noch wird er zur Sühne eine Menge von Geschenken annehmen“ (Spr 6,34-35).
(d) Wegen des Zorns des Richters. Er wird den Gerechten und den Gottlosen in verschiedener Weise erscheinen. Den Gerechten wird er freundlich und gnädig sein: „Sie werden den König in seiner Schönheit schauen“ (Jes 33,17). Den Gottlosen gegenüber wird er zornig und mitleidslos sein, sodass sie zu den Bergen sagen werden: „Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Zorn des Lammes“ (Offb 6,16). Dieser Zorn Gottes deutet jedoch nicht auf eine Erschütterung seiner Seele hin, sondern bezeichnet die Wirkung seines Zorns, welche die ewige Strafe ist, die den Sündern auferlegt wird.
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Lesezeit ca. 3 Min.
Alle Menschen werden gerichtet – jene, die sind, die waren und die sein werden: „Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder empfange, was er bei seinen Lebzeiten getan hat, ob es gut oder böse war“ (2 Kor 5,10).
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Wenn ein Mensch das erste Mal sündigt, glaubt er, dass er sich danach von der Sünde fernhalten werde, doch das Gegenteil geschieht.
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Es scheint, dass niemand gehalten ist, seinen Prälaten zurechtzuweisen.
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Die Reinheit unseres Gesetzes ist es also, wodurch sich unsere heilige Religion vor allen übrigen Sekten ganz besonders auszeichnet.
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Wer weiß nun nicht den späteren Ursprung aller Ketzereien? Die Arianer waren gewiss nicht vor dem Arius noch die Macedonianer, Nestorianer, Pelagianer, Mohammedaner und Lutheraner vor Macedonius, Nestorius, Pelagius, vor Mohammed und Luther.
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Es gibt Zeiten, da bin ich ganz für mich allein, und da überkommt mich ein derart herzliches Lachen, dass es geradezu ein Wunder wäre, wenn ich mich in Gegenwart anderer noch beherrschen könnte.