Seite wird geladen …
Seite wird geladen …
Artikel

Lesezeit ca. 16 Min.
Nebst dem innerlichen Glaubenslichte, womit der göttliche Geist unsere Herzen erleuchtet und wovon ich in meiner ersten Rede gehandelt habe, sind die äußeren Beweggründe ungemein nützlich, uns, liebste Brüder, in dem Glauben, den wir in der Taufe angenommen haben, zu stärken und wider alle feindliche Anfälle, denen wir so häufig ausgesetzt sind, zu schützen. Heute will ich nur von dem Altertum unserer heiligen Kirche zu euch reden.
Das Altertum unseres Gesetzes ist ehrwürdig, wir mögen die Schrift, worin es enthalten ist, oder die Kirche, die uns in demselben unterrichtet, in Betrachtung ziehen. Denn gleichwie Gott vor dem Teufel, das Gute vor dem Bösen und die Wahrheit vor der Lüge gewesen ist; so war auch die Heilige Schrift, die Stadt Gottes und die wahre Religion vor den Irrlehren und abergläubischen Versammlungen des Teufels; wie es der heilige Augustin und Tertullian augenscheinlich beweisen. Die Bücher, welche Moses geschrieben, sind einige Jahrhunderte älter als die Schriften, falschen Götter, Weissagungen und Tempel der Heiden. Die griechischen Weltweisen sind alle entweder gleichzeitig oder jünger als unsere Propheten. Orpheus, Musäus und Linus, der Sohn des Apollo, haben zwar vor unseren Propheten, aber nicht vor Moses gelebt. Es ist also gewiss, dass der Aberglaube der Griechen viel jünger sei als unsere Religion. Bei den Ägyptern waren zwar vor Moses einige Wissenschaften; sonst würde der heilige Stephanus in den Geschichten der Apostel nicht gesagt haben: „Moses erlernte alle Weisheit der Ägypter.“ Aber sind die weisen Ägypter auch älter als unsere Patriarchen? Haben sie nicht von diesen im Lande ihrer Wanderschaft alle Weisheit erlernt? War nicht Isis, welche die Ägypter in den Wissenschaften unterrichtet hatte, zu Zeiten der Nachkömmlinge Abrahams geboren worden? Was sollte ich von Enoch, dem siebenten Stammvater von Adam, sagen, welcher ein Glied unserer Kirche war und von unseren Zeiten geweissagt hatte, wie es der heilige Apostel Judas in seinem Briefe bezeuget?
Aber ich will von diesem Altertum unserer heiligen Kirche keine weitere Erwähnung machen, sondern sie nur von jener Zeit an betrachten, in welcher Jesus Christus, unser Erlöser, die zerstreuten Kinder Gottes zu versammeln angefangen hatte. Die christliche Religion ist gewiss nicht erst gestern oder vorgestern entstanden, sondern von Christus, dem Sohne Gottes und Maria, vor mehr denn fünfzehnhundert Jahren in Palästina verkündigt und nachher auf der ganzen Erde verbreitet worden. Denn so hatte es der Prophet Isaias vorhergesagt: „Von Sion wird das Gesetz ausgehen und von Jerusalem das Wort des Herrn.“ – „Es ist ein Geringes, dass du mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten und die Hefe Israels zu bekehren: siehe, ich mache dich zum Lichte der Heiden, dass du mein Heil bis an der Erde Grenzen bringest.“
Wer weiß nun nicht den späteren Ursprung aller Ketzereien? Die Arianer waren gewiss nicht vor dem Arius noch die Macedonianer, Nestorianer, Pelagianer, Mohammedaner und Lutheraner vor Macedonius, Nestorius, Pelagius, vor Mohammed und Luther. Wem ist es unbekannt, dass all die Sekten, welche diese Irrlehrer gestiftet haben, erst im vierten, fünften, sechsten und sechzehnten Jahrhundert nach der Ankunft unseres Heilandes Jesu Christi entstanden sind? Ist es nicht für die Wahrheit unserer Kirche ein einleuchtender Beweis, dass wir den Ursprung jeder Ketzerei, ihren Urheber, das Jahr, den Ort und die Ursache oder Gelegenheit dazu genau bestimmen und anzeigen können? So wissen wir z. B., dass die lutherische den Luther, einen Augustiner-Mönch im Jahre 1517 nach Christi Geburt zu Wittenberg in Sachsen, bei Gelegenheit der von Leo X. verliehenen Ablässe, zum Anfänger gehabt habe. Vor dieser Zeit hatte niemand von einem Lutheraner etwas geträumt; selbst Luther war noch in der katholischen Kirche ein Priester, Lehrer und Mönch, der sich als einen gehorsamen Sohn des römischen Papstes bekannte. Da er sich aber von der römischen Kirche trennte, fand er nicht einen einzigen Menschen, der das Glaubenssystem gehalten hätte, das er nachmals erdichtet. „Er war der Erste, ohne Vorgänger, der von sich selbst anfing, eine ganz neue Gemeinde zu sammeln“; wie solches der heilige Cyprian von dem Novatianus beobachtet hat. Es waren damals nebst der wahren römisch-katholischen Kirche viele andere Sekten als der Juden, Heiden, Griechen, Jakobiten, Armenier, Waldenser und Hussiten; aber dem Luther, wie er es selbst gestand, gefiel keine von allen diesen. Was war ihm also anders übrig, als dass er eine neue Ketzerei erweckte? Oder zeige er uns einen älteren Ursprung seiner Versammlung; mache er uns seine Vorfahren bekannt und die Orte und Zeiten, in welchen sie gewohnt und gelebt haben!
Er wird vielleicht antworten, dass er zwar keine Vorgänger gefunden, aber deswegen keine neue Religion angefangen, sondern nur der alten, christlichen und apostolischen Kirche ihre erste Zierde und Reinigkeit wiedergegeben habe. Doch gerade dieses streitet handgreiflich gegen die Lehre Christi und seiner Apostel. Denn wenn die Lehre der katholischen Kirche verderbt war, wo sind die Verheißungen, welche der Erlöser seinen Aposteln und ihren Nachfolgern gemacht hatte? „Sehet, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt. Auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. Ich habe für dich, Simon, gebeten, dass dein Glaube nicht gebreche.“ Wie hätte der heilige Cyprian sagen können: „In die römische Kirche kann kein Irrtum einen Eingang finden.“ Und der heilige Hieronymus: „Der römische Glaube, der durch den apostolischen Mund ist angerühmt worden, ist keinem Betruge unterworfen.“ Und der heilige Bernhard: „Wenn der Glaube einen Schaden leidet, so scheint es mir billig zu sein, dass dieser dort (nämlich in der römischen Kirche) gutgemacht werde, wo der wahre Glaube keine Abnahme leiden kann.“ Ist aber der wahre Glaube niemals zugrunde gegangen, wie er auch gewiss niemals zugrunde gegangen ist; wo hat er sich vor dem Ursprunge der lutherischen Sekte befunden? War er vielleicht bei den Juden, Mohammedanern, Armeniern, Griechen oder bei den Waldensern und Hussiten anzutreffen? Nein, selbst Luther bekennt es, dass er sich bei diesen abergläubischen und falschen Sekten nicht befand. Was übrigt also, als dass die wahre von Jesus Christus gestiftete Religion nur allein in der römischen Kirche ohne Unterlass verblieben ist?
Ich wiederhole es, liebste Zuhörer, und ich halte mich fest an diesem Schluss: Entweder hatten wir die wahre Religion verloren, da Luther erschien, oder wir hatten sie nicht verloren. Hatten wir sie verloren, so sind wir von der ewigen Wahrheit betrogen und von Christus, der uns ihre immerwährende Dauer so feierlich versprochen, getäuscht worden. Hatten wir sie aber nicht verloren, so musste sie sich entweder bei den Juden, Mohammedanern, Armeniern, Griechen, Waldensern, Hussiten oder bei der römischen Kirche befunden haben; denn außer diesen war damals keine Sekte auf Erden. Weil es nun selbst nach dem Geständnisse Luthers gewiss ist, dass die wahre Religion weder bei den Juden, Mohammedanern, Armeniern und Griechen noch auch bei den Waldensern und Hussiten anzutreffen war, so muss sie notwendigerweise bei der römischen Kirche gewesen sein; folglich hat Luther, da er sich von dieser Kirche trennte, die alte und wahre Religion meineidigerweise verlassen und dafür eine neue und falsche Sekte gestiftet.
Jetzt fordere ich die Ketzer auf, dass sie uns ebenfalls, wenn sie es imstande sind, zeigen, in welchem Jahre, an welchem Orte und durch welchen Urheber jener Glaube seinen Anfang genommen habe, den sie bestreiten und den wir den alten, sie den neuen; wir den wahren und katholischen; sie aber den falschen und papistischen Glauben nennen. Welcher ist, ihrem Vorgeben nach, der hauptsächlichste Irrtum der Papisten? Gewiss kein anderer, als dass sie den römischen Papst einen allgemeinen und der ganzen Erde vorgesetzten Statthalter Christi, den Bischof, Vater und Lehrer nicht nur aller Völker, sondern auch aller Bischöfe nennen. Dieser Ursache wegen heißen sie uns Papisten. Wir wollen also sehen, wann dieser vorgebliche Irrtum seinen Anfang genommen habe. Saget es, ihr Anhänger Luthers, zu welcher Zeit ist der Papismus statt der christlichen Religion eingeführt worden? Vielleicht ist das Reich der Päpste mit dem Reiche der scholastischen Theologen entstanden; nämlich zur Zeit Innocenz des Dritten, da die römische Kirche eine Mutter und Lehrerin aller übrigen Kirchen in der lateranensischen Kirchenversammlung genannt wurde und die Ordensstände des heiligen Dominikus und Franziskus ihren Anfang nahmen? Aber ich lese bei dem heiligen, gelehrten und durch viele Wunderwerke berühmten Bernhard, der mehrere Jahre vor diesem Concilium gelebt hatte, nachstehende Worte an Papst Eugenius: „Es sind zwar auch andere, welche die Gewalt zu binden und zu lösen haben und Hirten ihrer Herde sind; aber du hast beides vor ihnen mit einem großen und für dich rühmlichen Unterschiede ererbt. Sie haben ein jeder seine besondere Herde; dir allein sind alle ohne Ausnahme anvertraut; denn du bist der Hirt nicht nur der Schafe, sondern auch aller Hirten. Andere haben einen Teil der Obsorge; du die Vollmacht. Ihre Gewalt hat die bestimmten Grenzen; die deinige erstreckt sich auch über die Bischöfe; denn wenn eine Streitigkeit entsteht, so kannst du dem Bischof den Himmel schließen, ihn seines Bistums entsetzen und dem Satan übergeben.“ Aber vielleicht wollte Bernhard dem Papste Eugenius, der vorher ein Mönch seines Ordens war, schmeicheln und ersann deswegen diese schädliche Ketzerei.
Doch was werden wir von dem großen Gregorius sagen, der schon viele Jahrhunderte vor ihm an den Kaiser Mauritius geschrieben hatte: „Allen, die das Evangelium wissen, ist bekannt, dass der Herr dem Apostelfürsten Petrus die Obsorge der ganzen Kirche anvertraut hat.“ Was werden wir von dem heiligen Leo sagen, der in einer Rede über seine Erhöhung zum Papsttume sprach: „Aus allen Menschen wird der einzige Petrus erwählt und allen übrigen, selbst allen Aposteln und Vätern der Kirche, vorgezogen, damit er allein alle übrigen Priester und Hirten des Volkes, nach Christus, ihrem höchsten Beherrscher, regiere.“ Aber vielleicht sind Gregor und Leo die Ersten gewesen, welche diese Ketzerei der Papisten erfunden haben, der päpstlichen Würde, die sie bekleideten, Ansehen zu verschaffen. Doch was werden wir von der allgemeinen und heiligen chalcedonensischen Kirchenversammlung sagen, die den Papst Leo einen allgemeinen Patriarchen und die römische Kirche das Haupt aller übrigen Kirchen genannt hatte? Was von dem nicänischen Concilium, das aus den allgemeinen das erste Concilium war und die feierliche Verordnung machte, dass alle Bischöfe der ganzen Welt zum römischen Papste, als dem höchsten Richter, appellieren und zum römischen Stuhle, wie zu einer Mutter, ihre Zuflucht nehmen sollten, wie es auch Athanasius und Marcellus, Paulus und Chrysostomus, Theodoretus und andere Väter getan haben, da sie von ihren Bistümern vertrieben wurden. Was von dem heiligen Cyrillus, Bischof zu Alexandrien, der den Papst das Oberhaupt aller Gläubigen nennt, bei dem sich diese erkundigen müssen, was sie zu halten und zu glauben schuldig sind? Was von dem heiligen Chrysostomus, welcher sagt, „Petrus sei von Christus zum Vorsteher der ganzen Welt gesetzt worden; er sei der Vater und das Haupt der Kirche“. Was von dem heiligen Optatus, der an Parmenian schrieb: „Du weißt es und kannst es nicht leugnen, dass dem Petrus ein bischöflicher Stuhl zu Rom errichtet wurde, worauf er als das Haupt aller übrigen Apostel saß – damit die Einigkeit von diesem Stuhle aus bei allen erhalten würde – und jener ein Schismatiker und Sünder wäre, der wider diesen besonderen Stuhl einen anderen errichtete?“ Was von dem heiligen Märtyrer Irenäus, welcher lehret, dass sich an die römische Kirche ihres Vorzuges wegen alle anderen Kirchen wenden und halten müssen.
Was von dem heiligen Anakletus, der ein Jünger der Apostel war und in einem seiner Briefe schrieb: „Diese heilige römische und apostolische Kirche hat den Primat und die höchste Gewalt über alle Kirchen und die ganze Herde des christlichen Volkes nicht von den Aposteln, sondern von unserem Herrn und Heilande selbst erhalten.“ Was werden wir endlich von so vielen anderen sehr alten und heiligen Vätern der griechischen und lateinischen Kirche sagen, die den römischen Papst als einen Stellvertreter Christi und das Haupt der ganzen Kirche anerkannt haben und deren Zeugnisse so viele sind, dass wir unsere Gegner damit überhäufen könnten?
Aber sie erwidern: Es waren zwar viele Väter dieser Meinung; doch sie schmeichelten dem Papste. O die unverschämte Vermessenheit! Irenäus, Cyrillus, Chrysostomus, Optatus und andere wegen ihrer Frömmigkeit und Rechtschaffenheit so berühmte Väter sollen aus Schmeichelei gegen den Papst von der Lehre der wahren Kirche abgewichen sein? Und warum dieses? Vielleicht, damit sie Schätze und Reichtümer von ihm erhielten? Aber die damaligen Päpste waren selbst an zeitlichen Gütern sehr arm und nur an Tugenden reich. Vielleicht damit sie zu einem Bistume gelangten? Aber die bischöfliche Würde war damals eine Tür zum Tode; denn sie wurden vor allen Übrigen ausgesucht und zur Marter hingerissen. Die alten Väter waren demnach von der Schmeichelei gegen die Päpste so weit entfernt, dass sie ihnen vielmehr mit großer Freiheit Widerstand getan haben würden, wenn sie sich eine widerrechtliche Gewalt angemaßt hätten. Aber setzen wir, dass sie aus Schmeichelei geredet haben; was werden wir wohl von Christus, unserem Heilande, halten, welcher den Petrus allein und vor allen übrigen Aposteln befragte: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?“ Und da Petrus antwortete: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe“, ihm anfänglich seine Lämmer und nach wiederholter Frage wiederum seine Lämmer, endlich auch seine Schafe zu weiden übergeben hat; als hätte er sagen wollen: Weide meine Lämmer, das heißt jene, die sich aus dem jüdischen Volke zur christlichen Religion bekehren werden: Weide meine Lämmer, das heißt, auch jene, die ich aus dem Heidentume zu meiner Kirche berufen werde; endlich: Weide meine Schafe, nämlich die Bischöfe, welche gleichsam die Mütter und Säugammen der Völker sind. Was könnte deutlicher sein? Jesus Christus, der höchste Hirt, hat dem Petrus seine ganze Herde ohne Ausnahme, folglich auch alle übrigen Apostel und Bischöfe, zu weiden übergeben; wer also immer kein Lamm oder Schaf des Stellvertreters Christi ist, der wird am jüngsten Tage mit den Böcken zur linken Seite gestellt werden.
Man bilde sich aber nicht ein, diese oberhirtliche Gewalt sei nur dem Petrus und nicht auch seinen Nachfolgern gegeben worden; denn die Kirche, welche der Heiland gestiftet hat, wird bis zum Ende der Welt bestehen; und wenn sie in den apostolischen Zeiten, da die wenigen und frommen Christen von den Aposteln selbst regiert wurden, eines Hauptes bedurfte, alle Gelegenheit zur Trennung, wie Hieronymus bemerkt, dadurch zu beseitigen, so war ihr dieses in den folgenden Zeiten ebenso notwendig, als das Kriegsheer eines Anführers, das Schaf eines Hirten und das Schiff, welches dem Sturme ausgesetzt ist, eines Steuermannes bedarf.
Demnach ist die katholische Lehre von der päpstlichen Würde und Gewalt so wenig ein Irrtum, dass sie vielmehr das Altertum unserer Kirche beweist. Die Ketzer hingegen können wir mit Tertullian fragen: „Wer seid ihr? Woher kommet ihr? Wann seid ihr entstanden? Wo habt ihr euch so lange verborgen? Bis auf diese Zeit haben wir nichts von euch gehört.“ Und mit dem heiligen Optatus von Mileto: „Zeiget uns den Ursprung eures Stuhles, weil ihr euch rühmet, dass die heilige Kirche bei euch ist.“ Und mit dem heiligen Hilarius: „Ihr seid zu spät gekommen: Zu spät seid ihr aufgestanden. Wir wussten schon lange vor euch, was wir von Christus, der Kirche und den Sakramenten zu glauben schuldig sind. Es zeigt für euch nichts Gutes an, dass ihr jetzt erst erscheinet. Das gute Getreide ist schon vor dem Unkraute ausgesät worden und aufgegangen.“ Wir können sie auch mit dem heiligen Hieronymus ermahnen: „Ich bitte dich, der du uns neue Lehrsätze aufdrängen willst, die römischen Ohren und den Glauben, der durch den apostolischen Mund ist angerühmt worden, zu verschonen. Warum bemühst du dich, uns etwas zu lehren, was vor vierhundert Jahren unbekannt war? – Warum bringst du Sachen auf die Bahn, worin uns Petrus und Paulus nicht haben unterrichten wollen? Die christliche Welt ist ohne eure Lehre bis auf den heutigen Tag aufrecht gestanden. Ich will mich als ein Greis an jenen Glauben halten, in dem ich als ein Kind geboren worden bin.“
Folgen wir also, liebste Zuhörer, dem väterlichen Rate des nämlichen heiligen Lehrers: „Wenn du hörest (dies ist seine Ermahnung), dass einige, die sich Christen nennen, diese Benennung nicht von Christus herleiten, wie es die Marcioniten, Valentinianer und Montanisten tun; so wisse, dass sie nicht von der Kirche Christi, sondern von der Synagoge des Anti-Christus sind. Denn eben dadurch, dass sie in späteren Zeiten entstanden sind, geben sie uns zu erkennen, dass sie jene sind, von denen der Apostel geweissagt hat.“ Drücken wir endlich die schreckbaren Drohworte des Apostels tief in unsere Herzen ein: „Wenn auch wir oder ein Engel vom Himmel euch ein anderes Evangelium verkündigen, als wir euch gepredigt haben, der sei verflucht.“
Kostenlos · für iPhone und iPad · öffnet den App Store
Lesezeit ca. 18 Min.
Die Reinheit unseres Gesetzes ist es also, wodurch sich unsere heilige Religion vor allen übrigen Sekten ganz besonders auszeichnet.
Lesezeit ca. 5 Min.
Je kühner jemand das Alte umstößt, die Überlieferung und die kirchliche Lehre von sich weist, für um so gelehrter gilt er.
Lesezeit ca. 7 Min.
Einst hatten die Juden die wahre Religion, das wahre Gesetz und die wahre Kirche; aber nach der Ankunft des Messias kann ihre Religion nicht mehr wahr sein weil sie von Christus erfüllt worden ist.
Lesezeit ca. 5 Min.
Es gibt Zeiten, da bin ich ganz für mich allein, und da überkommt mich ein derart herzliches Lachen, dass es geradezu ein Wunder wäre, wenn ich mich in Gegenwart anderer noch beherrschen könnte.
Lesezeit ca. 4 Min.
O Gott, wie werden ihm jene Augenblicke der Lust sodann erscheinen, nach hundert, nach tausend Millionen Jahren der Hölle!
Lesezeit ca. 4 Min.
Ach, mein Jesus! Ich sehe, wie viel Ihr getan und gelitten habt, um mich in die Notwendigkeit zu versetzen, Euch zu lieben – und ich bin Euch so undankbar gewesen?