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Alle Menschen werden gerichtet – jene, die sind, die waren und die sein werden: „Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder empfange, was er bei seinen Lebzeiten getan hat, ob es gut oder böse war“ (2 Kor 5,10). Nach der Lehre des heiligen Gregor gibt es vier verschiedene Klassen von Menschen, die gerichtet werden. Der wesentliche Unterschied besteht zwischen den Guten und den Gottlosen.
Unter den Gottlosen werden einige verdammt, aber nicht gerichtet. Dies sind die Ungläubigen, deren Werke keiner Untersuchung bedürfen, denn, wie der heilige Johannes sagt: „Wer nicht glaubt, der ist schon gerichtet“ (Joh 3,18). Andere wiederum werden sowohl verdammt als auch gerichtet. Dies sind jene, die zwar den Glauben besaßen, jedoch in einer Todsünde aus diesem Leben schieden: „Denn der Lohn der Sünde ist der Tod“ (Röm 6,23). Aufgrund des Glaubens, den sie besaßen, werden sie vom Gericht nicht ausgeschlossen.
Unter den Guten werden einige gerettet, ohne gerichtet zu werden. Dies sind jene, die um Gottes willen arm im Geiste sind; sie werden vielmehr selbst richten: „Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet bei der Wiedergeburt, wenn der Menschensohn auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen wird, auch auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten“ (Mt 19,28). Dies ist nicht nur von den Jüngern zu verstehen, sondern von allen, die arm im Geiste sind; denn andernfalls wäre Paulus, der mehr gearbeitet hat als die anderen, nicht unter dieser Zahl zu finden. Diese Worte müssen daher auch auf alle Nachfolger der Apostel und auf alle apostolischen Männer bezogen werden: „Wisset ihr nicht, dass wir über Engel richten werden?“ (1 Kor 6,3). „Der Herr wird in das Gericht treten mit den Ältesten seines Volkes und dessen Fürsten“ (Jes 3,14).
Andere wiederum werden sowohl gerettet als auch gerichtet, nämlich jene, die im Stande der Gerechtigkeit sterben. Denn obgleich sie in der Gerechtigkeit aus diesem Leben schieden, so sind sie doch in zeitlichen Dingen in mancherlei Weise gefehlt; daher werden sie gerichtet, aber gerettet werden. Das Gericht wird sich auf all ihre Taten erstrecken, auf gute wie auf böse: „Gehe auf den Wegen deines Herzens ... und wisse, dass Gott dich für all das vor das Gericht bringen wird“ (Koh 11,9). „Und Gott wird alles, was getan wird, ins Gericht bringen für jeden Irrtum, ob es gut oder böse sei“ (vgl. Koh 12,14). Sogar müßige Worte werden gerichtet werden: „Ich sage euch aber: Von jedem unnützen Wort, das die Menschen reden, werden sie am Tag des Gerichts Rechenschaft geben“ (Mt 12,36). Und ebenso die Gedanken: „Denn es wird eine Untersuchung gehalten werden über die Gedanken des Gottlosen“ (Weish 1,9). Somit ist die Form des Gerichts klar.
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Das Gericht ist in der Tat zu fürchten.
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Wenn ein Mensch das erste Mal sündigt, glaubt er, dass er sich danach von der Sünde fernhalten werde, doch das Gegenteil geschieht.
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Es scheint, dass niemand gehalten ist, seinen Prälaten zurechtzuweisen.
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Die Reinheit unseres Gesetzes ist es also, wodurch sich unsere heilige Religion vor allen übrigen Sekten ganz besonders auszeichnet.
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Wer weiß nun nicht den späteren Ursprung aller Ketzereien? Die Arianer waren gewiss nicht vor dem Arius noch die Macedonianer, Nestorianer, Pelagianer, Mohammedaner und Lutheraner vor Macedonius, Nestorius, Pelagius, vor Mohammed und Luther.
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Es gibt Zeiten, da bin ich ganz für mich allein, und da überkommt mich ein derart herzliches Lachen, dass es geradezu ein Wunder wäre, wenn ich mich in Gegenwart anderer noch beherrschen könnte.