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Zum Schlusse der ganzen Erörterung wollen wir ein göttliches Gericht oder Zeugnis beifügen. Denn Gott zeigte, nach Entstehung der Spaltung, auf vielfache Art, ob die Griechen irrten oder die Lateiner. Bis zur Zeit der Spaltung hatte Griechenland eine solche Blüte von gelehrten und heiligen Männern, dass alle allgemeine Concilien bei den Griechen gefeiert worden sind. Nach der Spaltung hatten sie aber beinahe 800 Jahre kein Concilium, keinen durch Wunder ausgezeichneten heiligen Mann, sehr wenige Gelehrte. Die Lateiner hatten aber zu derselben Zeit zwölf allgemeine Concilien und unzählige Partikularsynoden. Auch in jedem Jahrhundert durch Wunder hervorleuchtende Männer, neue geistliche Orden, sehr viele Gelehrte.
Überdies hat in dieser Zeit der Glaube der Lateiner Zuwachs bekommen in Indien und Amerika. Der Glaube der Griechen vermindert sich aber von Tag zu Tag. Die Griechen haben sich nach den Niederlagen auf den Concilien viermal oder fünfmal und vielleicht auch öfter zu unserem Glauben bekehrt und wandten sich immer wieder zu ihrem Irrtum.
Die Lateiner blieben immer bei den Glaubensstreitigkeiten Sieger und beim alten Glauben und der alten Lehre. Endlich findet sich bei den Lateinern noch die Blüte mächtigster Reiche und Länder. Das Reich der Griechen ist aber durch die Türken, die Feinde Christi, fast ganz geendet und zerstört worden. Die Griechen selbst sind gezwungen, in der jammervollsten Knechtschaft zu leben und das schwerste Joch der Gefangenschaft zu tragen.
Und auf dass sie einsähen, die Ursache ihres Unterganges sei die Hartnäckigkeit im Irrtum über den Ausgang des heiligen Geistes, wurde an Pfingsten Konstantinopel von den Türken erobert, der Kaiser getötet und das Reich gänzlich vernichtet. Denn nach der Nachricht des Gerard Mercator (Chronolog.) sagte im Jahre 1452, am 28. Mai, Mohammed seinem Heere den letzten Sturm an und nahm am folgenden Tage Konstantinopel ein. In jenem Jahre fiel aber das Pfingstfest auf den 28. Mai, wie aus der goldenen Zahl und dem Sonntagsbuchstaben, womit man die beweglichen Feste aufsucht, erhellt. Die goldene Zahl war 9 und der Sonntagsbuchstabe A. Darum verglichen viele die griechische Kirche mit dem Reiche von Samaria, welches sich vom wahren Tempel trennte und endlich in fortwährende Gefangenschaft geführt worden ist.
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Es scheint, dass es nach diesem Leben kein Fegefeuer (Purgatorium) gibt. Denn es heißt (Offb 14,13): Selig sind die Toten, die im Herrn sterben. Von jetzt an, spricht der Geist, sollen sie ausruhen von ihren Mühen.
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Can. 13. Si quis dixerit, receptos et approbatos Ecclesiae catholicae ritus in sollemni sacramentorum administratione adhiberi consuetos aut contemni, aut sine peccato a ministris pro libito omitti, aut in novos alios per quemcumque ecclesiarum pastorem mutari posse: anathema sit. --- Kan. 13. Wer…
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O wie töricht sind die Sünder! Sie wenden allen Fleiß an, sich weltliche Wissenschaften eigen zu machen oder Kunst, sich Güter zu erwerben für ein Leben, welches bald zu Ende gehen wird; um die Güter aber eines Lebens ohne Ende bekümmern sie sich nic