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Gut informierte Eltern, geschützte Kinder — Elternnetzwerk-Kinderschutz und Prävention · Diese Website wurde geschaffen, um Eltern über das neue Rahmenkonzept „Sexuelle Bildung" zu informieren, das das Erzbistum Hamburg ab dem Schuljahr 2026/2027 an allen katholischen Schulen einführen möchte. Es geht weit über eine altersgerechte Sexualaufklärung hinaus. Es fördert ein neues Verständnis von Sexualität, Geschlechtsidentität, Ehe, Familie und menschlichen Beziehungen und widerspricht der katholischen Lehre sowie dem Erziehungsauftrag der Eltern.
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Je kühner jemand das Alte umstößt, die Überlieferung und die kirchliche Lehre von sich weist, für um so gelehrter gilt er.

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Bei dieser Lage der Dinge, Ehrwürdige Brüder, ist es nicht zu verwundern, wenn die Modernisten den Katholiken, die entschieden für die Kirche eintreten, ihren ganzen Groll und Unwillen fühlen lassen. Keine Art von Beleidigungen wird ihnen erspart; der Vorwurf der Unwissenheit und Hartnäckigkeit ist ständig. Flößt ihnen dann Gelehrsamkeit und Schlagfertigkeit eines Gegners Respekt ein, so schweigen sie wie auf Verabredung und suchen so die Antwort wirkungslos zu machen. Diese Art, die Katholiken zu behandeln, ist um so mißgünstiger, als sie ihre eigenen Parteigänger zur gleichen Zeit mit maßlosen, nicht enden wollenden Lobsprüchen überschütten und deren Bücher, die von Anfang bis zu Ende von Neuerungen strotzen, mit lautem Beifall begrüßen und bestaunen; je kühner jemand das Alte umstößt, die Überlieferung und die kirchliche Lehre von sich weist, für um so gelehrter gilt er; und wenn schließlich jemanden die kirchliche Verurteilung getroffen hat, so wird er nicht nur — zum Entsetzen aller guten Katholiken — von der ganzen Schar laut und öffentlich gelobt, sondern fast als ein Märtyrer der Wahrheit verehrt.
Von all dem Lärm dieser Lob- und Schmähreden lassen sich dann die jungen Leute verwirren und verführen; sie wollen nicht als Ignoranten gelten und streben nach dem Ruf der Gelehrsamkeit, und so lassen sie sich — gedrängt von ihrer Neugierde und ihrem Stolz — nur zu oft fangen und schließen sich dem Modernismus an.
Doch das gehört bereits zu den Kunstgriffen, womit die Modernisten ihre Ware an den Mann bringen. Nichts lassen sie unversucht, um die Zahl ihrer Anhänger zu vermehren. An den Priesterseminaren und Universitäten lauern sie auf Professoren, um sie dann bald in Lehrstühle des Verderbens zu verkehren. Bei Predigten in der Kirche tragen sie ihre Lehren — wenn vielleicht auch bloß versteckt — vor; in Versammlungen sprechen sie freier; bei sozialen Veranstaltungen flechten sie ihre Lehren ein und preisen sie an. Bücher, Zeitungen und Abhandlungen lassen sie unter eigenem oder fremdem Namen erscheinen. Der gleiche Schriftsteller gebraucht oft viele Namen, um Unvorsichtige durch Vorspiegelung vieler Autoren zu täuschen. Kurz, in ihrer Aktivität, in Wort und Schrift, überall entfalten sie eine wahrhaft fieberhafte Tätigkeit. — Und was ist das Ergebnis von alldem? Es ist sehr bedauerlich, daß eine große Anzahl junger Leute, welche die größten Hoffnungen erweckten und für das Wohl der Kirche so viel Gutes tun könnten, vom rechten Wege abgewichen sind. Auch das berührt Uns schmerzlich, daß viele, die zwar nicht so weit gehen, doch von der schlechten Atmosphäre angesteckt sind und sich angewöhnen, mit einer Ungebundenheit zu denken, zu reden und zu schreiben, die für einen Katholiken recht unpassend ist. Sie finden sich unter den Laien und ebenso im Klerus; ja sogar in religiösen Orden, wo man es am wenigsten erwarten sollte, fehlen sie nicht. Man behandelt die biblischen Fragen nach den Regeln des Modernismus. Schreibt man Geschichte, so stellt man — unter dem Schein der Objektivität — mit sichtlichem Vergnügen alles ans Licht, was für die Kirche einen Makel bedeuten könnte. Fromme Volksüberlieferungen sucht man nach vorgefaßtem Urteil mit aller Entschiedenheit abzutun. Altehrwürdige Reliquien gibt man der Verachtung preis. Die Eitelkeit verlangt ja in der Welt von sich reden zu machen; und das glaubt man nicht erreichen zu können, wenn man nur das wieder sagt, was schon immer und allgemein gesagt worden ist. Vielleicht redet man sich dabei noch ein, man tue Gott und der Kirche einen Dienst; tatsächlich wird dadurch schwer gefehlt, und zwar nicht allein durch die Arbeiten selbst, sondern noch mehr durch die Gesinnung, woraus diese entstehen, und weil dadurch die Modernisten in weitgehendem Maße Bedeutung gewinnen.
Unser Vorgänger glorreichen Andenkens, Leo XIII., hat sich in Wort und Tat besonders in der Bibelfrage mannhaft diesem Strom grober Irrtümer entgegengestemmt, der insgeheim und offen einzudringen suchte. Aber die Modernisten lassen sich - wie wir sehen - nicht leicht durch solche Abwehr schrecken: die Worte des Papstes haben sie, während sie die größte Ehrfurcht und Unterwürfigkeit dagegen zur Schau trugen, zu ihren Gunsten verdreht und sein Einschreiten auf irgend welche andere Leute bezogen. So ist das Ubel von Tag zu Tag schlimmer geworden. Deshalb, Ehrwürdige Brüder, haben Wir beschlossen, nicht länger zuzusehen, sondern energischere Maßregeln zu ergreifen. - Euch aber bitten und beschwören Wir, daß Ihr es in einer so wichtigen Sache auch nicht im geringsten an Wachsamkeit, Eifer und Festigkeit fehlen lasset. Und was Wir von Euch wünschen und erwarten, das wünschen und erwarten Wir ebenso von den übrigen Seelsorgern, von den Erziehern und Lehrern des jungen Klerus, besonders aber von den Generalobern der religiösen Orden.
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