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Zurückweisung des Einwurfes aus den Worten des heiligen Paulus: Der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.

Veröffentlicht18. März 2026

Der Apostel Paulus, sagen sie, unterscheidet mit deutlichen Worten den Buchstaben vom Geiste und weist jenen, den er auch den tötenden heißt, klar in das Alte Testament zurück, nennt aber diesen lebendig machend und stellt ihn als Eigentum des Neuen Testamentes hin. „Tüchtig", sagt er (2Kor 3, 6), „machte Er uns, Diener des neuen Bundes nicht dem Buchstaben, sondern dem Geiste nach zu sein; denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig." Wie also das Alte Testament Sache der Juden ist und die Christen nichts angeht, so gehen auch die göttlichen Schriften, welche nichts anderes als Buchstaben sind, die Christen nichts an.

Darauf antworten wir ohne Mühe, und wenn fürs Erste die Sache sich so verhält und die heiligen Schriften uns nichts angehen, warum sagt dann Christus selbst (Joh 5, 39): „Ihr forschet in der Schrift"? Warum schrieb Paulus so viele Briefe? Warum ermahnt er (1 Tim 4, 13) den Schüler, die Schrift fleißig zu lesen? Aber in Wahrheit wollte der heilige Paulus weder unter dem tötenden Buchstaben die heilige Schrift noch unter dem lebendig machenden Geiste die innere Ansprache des Geistes verstanden wissen. Paulus versteht unter Buchstabe und Geist nichts anderes als was Johannes unter Gesetz und Gnade. „Das Gesetz", sagt Johannes (1, 17), „wurde durch Mose gegeben; Gnade und Wahrheit ist aber durch Jesus Christus geworden." Und der hl. Augustin (Contra Faustum. lib. 15. c. 8.) sagt: „Dasselbe Gesetz, welches durch Mose gegeben worden ist, ist durch Jesus Christus Gnade und Wahrheit geworden, indem zum Buchstaben der Geist kam, auf dass die Gerechtigkeit des Gesetzes erfüllt zu werden anfinge, welche, ehe die Verheißung erfüllt war, Schuldige machte. " Dass aber Paulus unter dem Buchstaben das Gesetz verstand, kann aus den folgenden Worten erkannt werden. Denn nachdem er gesagt: Er hat uns tüchtig gemacht, Diener des neuen Bundes, nicht dem Buchstaben, sondern dem Geiste nach zu sein; denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig" - fährt er sogleich fort: „Wenn nun das Amt des totbringenden Buchstabens, der in Steine eingegraben war, eine solche Herrlichkeit hatte, dass die Söhne Israels das Angesicht Moses nicht schauen konnten, wegen des Glanzes seines Antlitzes, der doch vergänglich war: wie sollte nicht vielmehr das Amt des Geistes Herrlichkeit haben?* Durch diese Worte lässt er keinen Zweifel mehr übrig, dass unter dem tötenden Buchstaben das in Stein gegrabene Gesetz zu verstehen sei.

Aber es wird der Mühe wert sein, kurz zu erklären, warum jenes durch Mose gegebene Gesetz Buchstabe, tötend und Eigentum des Alten Testamentes genannt wird, damit wir nicht den Lutheranern etwas zuzugeben scheinen, Während wir die Libertiner und Schwenckfeldianer widerlegen. Der erste Zweifel ist nun ganz leicht zu lösen und beinahe gar keiner, wenn man Mose mit Christus und das Gesetz mit der Gnade vergleicht. Als nämlich Mose das Gesetz, wie es Gott gegeben, zum Volke brachte, so brachte er bloß in Stein gegrabene Buchstaben. Aber Christus schrieb nichts und brachte auch keine fremde Schriften herbei, sondern hauchte den Geist der Liebe und Gnade, welcher nicht einmal geschrieben werden kann, den Herzen der Seinigen ein. Deshalb ist mit Recht das Gesetz Christi Geist und Gnade, das Gesetz Moses Buchstabe genannt worden.

Über den Grund aber, warum es heißt, das Gesetz töte, sind nicht alle einer Meinung. Origenes (Contra Celsum. lib. 6. prop. extr. Lib. 7. ant. med.) scheint sagen zu wollen, der tötende Buchstabe sei die Schrift selbst, wenn sie nach der eigentlichen Bedeutung der Worte ausgelegt wird, dieselbe sei aber der lebendig machende Geist, wenn sie mystisch und geistlich erklärt werde. Buchstaben, sagt er, nannte er sie insofern, als wir die göttlichen Schriften nach dem einfachen Sinn auffassen, Geist aber, insofern wir dieselben nach der Bedeutung auslegen ... Wir sagen, das Gesetz sei doppelt, nämlich nach den Buchstaben und nach der Meinung, wie auch unsere Vorfahren gelehrt haben. Das erste, welches so genommen wird, wie es geschrieben steht, nennt Gott, nicht wir, durch einen Propheten nicht gute Lehren, nicht gutes Recht. Diesen hat unser Paulus nachgeahmt und ausgesprochen, der Buchstabe töte, was dasselbe ist, als wenn er gesagt hätte, die Worte töten. Ubrigens sagt er, der Geist macht lebendig, was so viel gilt, als wenn er geschrieben hätte, wir erlangen durch Einsicht in die Bedeutung der Worte das Leben. So Origenes. Fasst man seine Meinung so auf, dass gar nichts in den göttlichen Schriften nach dem Buchstaben ausgelegt werden dürfe, so enthält sie einen ausgemachten Irrtum und ist längst von den Vätern verworfen. (Epiphanius. Epist. ad Joan. Heresis Origenis. Chrysost. Hom. 13. in Genes. Hieron. Epist. ad Pammachium. De erroribus Joannis Hierosolym. In Danielis c. 10. August. De civit. Dei l. 13. c. 21. Genes. 1.8. c. 1.) Fasst man sie aber so, dass man dasjenige, was figürlich gesagt ist, nicht nach der eigentlichen Wortbezeichnung auslegen dürfe, so ist die Meinung zwar richtig, passt aber nicht über die Figuren der Schrift, indem er sagt, dass der Buchstabe töte, sondern über jene ganz deutlichen Vorschriften, welche auf die zwei steinernen Tafeln geschrieben waren. Denn er drückt sich so aus: „Der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig. Wenn nun das Amt des totbringenden Buchstabens, der in Stein eingegraben war, eine solche Herrlichkeit usw." Auch in dem Brief an die Römer, wo er einige Male wiederholt, dass das Gesetz töte, bringt er kein anderes Gesetz vor als jenes: „Du sollst nicht begierlich sein!" „Und es wird", um mich der Worte des hl. Augustin (De spiritu et litera. c. 4.) zu bedienen, „durchaus nichts figürlich gesagt und unbuchstäblich in den Worten ,Du sollst nicht begierlich sein!' - sondern sie sind eine sehr klare und heilsame Vorschrift, deren Erfüllung von aller Sünde rein hält."

Der hl. Johannes Chrysostomus aber (In 2. ad Corint. c. 3.) und diejenigen, welche ihm gefolgt sind, Theodoretus, Theophylactus, Oecumenius, auch die Erläuterung, welche dem hl. Ambrosius zugeschrieben wird, und einige andere lehren, der tötende Buchstabe sei das strafende Gesetz, der lebendig machende Geist die von den Sünden befreiende Gnade. Denn das Gesetz befahl, dass nicht nur die Ehebrecher und Räuber, sondern auch der, welcher am Sabbat Holz gesammelt hatte, (Num 15, 32-36) getötet würden. Die Gnade aber spricht die lasterhaftesten und mit jeder Gattung von Schandtaten befleckten Menschen durch das Bad der Wiedergeburt und durch das Wort der Versöhnung los. Ubrigens auch diese Erklärung genügt nicht gänzlich. Denn das Gesetz bestimmt wie den Gottlosen Strafen, so den Guten Belohnungen. Und wie es geschrieben steht (Dtn 27, 26): „Verflucht sei, wer nicht bleibet in den Worten dieses Gesetzes und sie nicht im Werke erfüllet!" — so steht auch geschrieben (Lev 18, 5): „Haltet meine Satzungen und meine Rechte; der Mensch, der sie tut, wird darin leben!* Warum wird also gesagt, das Gesetz töte, nicht auch, es bringe das Leben? Denn wenn es deshalb mit Recht der tötende Buchstabe genannt werden kann, weil es seine Übertreter tötet, so würde es auch lebendig machender Buchstabe heißen können, weil es seinen Verehrern das Leben fortpflanzt.

Es ist also die Meinung des hl. Augustin am wahrsten und den Worten des Apostels am angemessensten, es sei nämlich aus zwei Ursachen das Gesetz ohne Gnade vom Apostel Paulus der tötende Buchstabe genannt worden. Zuerst, weil es wegen der Unmöglichkeit der Erfüllung, denjenigen, dem es gegeben wird, auf gewisse Art zum Sünder macht. Das Gesetz", sagt derselbe Apostel (Röm 4, 15), „wirket Zorn: wo aber kein Gesetz ist, da ist auch keine Übertretung." Zweitens, weil es durch das Verbot selbst die Begierlichkeit vermehrt. Denn wir streben, wie jener richtig bemerkt, nach dem Verbotenen und wollen, was uns nicht vergönnt ist. „Es nahm", sagt der Apostel (Röm 7, 8), „die Sünde vom Gebote Anlass und wirkte in mir jegliche Lust." Und der hl. Augustin (De spiritu et litera c. 4.) sagt: Jene Lehre, welche vorschreibt ,sei nicht begierlich' ist ein gutes und lobenswertes Gesetz. Aber wenn der heilige Geist nicht hilft und für die böse Begierlichkeit eine gute Begierlichkeit einhaucht, das ist, die Liebe in unseren Herzen ausgießt, so vermehrt in der Tat jenes Gesetz, so gut es ist, durch das Verbot das böse Verlangen, wie der Andrang des Wassers, wenn es nicht aufhört, auf einen Punkt zu strömen, durch den Damm an Heftigkeit gewinnt und sich nur mit größerer Masse und Gewalt, sobald es die Steinmassen überwindet, in die Tiefe stürzt und fortwälzt. Darum verlockt die Sünde durch das Gebot und tötet durch jenes, wenn auch die Überschreitung der Pflicht hinzukommt, welche nirgends ist, wo kein Gesetz ist." Deshalb tötet das Gesetz weder durch sich noch durch eine ihm eigentümliche Lasterhaftigkeit, sondern nur vermittelst der Gelegenheit, die es zudem empfängt und nicht gibt. „Denn die Sünde", sagt der Apostel (Röm 7, 11-13), „nahm Anlass vom Verbote, verführte mich und tötete mich durch selbes. Daher ist das Gesetz heilig, das Gebot heilig, gerecht und gut. Also ist das Gute mir zum Tode geworden? Das sei ferne! Sondern die Sünde, damit sie als Sünde offenbar würde, hat durch das Gute mir den Tod bewirkt: damit die Sünde über die Maßen sündhaft würde durch das Gebot."

Zuletzt ist noch die Frage übrig, warum das Gesetz, oder der Buchstabe Eigentum des Alten Testamentes genannt wird. Denn im alten Bund blühte nicht das Gesetz ohne Gnade oder der Buchstabe ohne Geist, da so viele und Gerechte damals sich hervortaten, welche wie Lukas (1, 6) von Zacharias und Elisabeth sagt, vor Gott wandelten in allen Geboten und Satzungen des Herr tadellos. Und ebenso wenig herrscht im neuen Bunde der Geist ohne Buchstabe oder die Gnade ohne Gesetz, da Christus (Mt 5, 21) sagt: „Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten: wer aber tötet, der soll des Gerichtes schuldig sein usw. Wenn jemand nicht wiedergeboren wird aus dem Wasser und heiligen Geist, so kann er in das Reich Gottes nicht eingehen (Joh 3, 5). Gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie alles halten, was ich euch befohlen habe (Mt 28, 19-20)." Warum sagt also der Apostel „tüchtig machte er uns, Diener des neuen Bundes nicht dem Buchstaben, sondern dem Geiste nach zu sein?" In welchem Sinne schließt er den Buchstaben, das ist, das Gesetz vom Neuen Testament aus, in dem wir doch Christum selbst so viele Gesetze geben sehen? Aber diese Frage wird leicht aufgelöst, wenn wir dasjenige, was jedem Testamente wesentlich und eigentümlich ist, auch aus dem Zwecke eines jeden Testamentes entscheiden.

Der eigentümliche Zweck des Alten Testaments bestand darin, das Menschengeschlecht, welches in seinem Stammvater selbst, wie in der Wurzel, verdorben und befleckt worden war, an seine Krankheit und seine Wunden zu mahnen, dadurch mit Furcht und Schmerz zu erfüllen und das Verlangen nach einem Arzt bei ihm aufzuwecken. Zu diesem Ziele führte das Gesetz. „Durch das Gesetz", sagt der Apostel (Röm 3, 20), „kommt Erkenntnis der Sünde. Ich erkannte die Sünde nur durch das Gesetz (Röm 7, 7)." „Der Nutzen des Gesetzes" *, sagt der hl. Augustin (Epist. 200. ad Asellicum.), „besteht darin, dass es die Menschen von ihrer Schwäche überzeugt und antreibt, das Heilmittel der Gnade, welches in Christo ist, zu erbitten." Deshalb ist das Alte Testament wesentlich und eigentümlich in den Gesetzen und Schriften enthalten, bringt Frucht, gebiert zur Knechtschaft, wie Paulus sagt (Röm 8, 15; Gal 4, 24). Diejenigen aber, von welchen wir lesen, dass sie unter dem Alten Testament gerecht und frei gewesen seien, waren nicht durch den Buchstaben des Alten Testaments, sondern durch den Geist des Neuen Testaments so beschaffen. „Es verwalteten jene Heiligen", sagt der hl. Augustin, „nach dem Zeitverhältnis, den alten Bund, gehörten aber zum neuen Bund (Epist. 120. ad Honoratum.). Das Reich des Todes zerstört in jeglichem Menschen die alleinige Gnade des Erlösers, welche in allen alten Heiligen gewirkt hat, die, vor Christi Ankunft im Fleische, doch zu seiner helfenden Gnade gehörten, nicht zum Buchstaben des Gesetzes, der nur befehlen, nicht helfen konnte (De peccatorum remiss. et merit. I. 1. c. 11.)."

Das Ziel des Neuen Testamentes ist aber kein anderes als die Heilung, Gesundmachung, Befreiung. Dies leistet ganz die Gnade. „Ich unglücklicher Mensch", sagt der heilige Paulus (Röm 7, 24), „wer wird mich von dem Leibe dieses Todes befreien? Die Gnade Gottes durch Jesum Christum, unseren Herrn usw." Und der hl. Augustin (De spiritu et litera c. 29.) sagt: „Durch das Gesetz kam die Kenntnis der Sünde, durch die Gnade die Heilung der Seele vom Makel der Sünde." Das Neue Testament bringt also wesentlich und eigentümlich nicht das Gesetz, sondern die Gnade, ist nicht der Dienst des Buchstabens, sondern bloß des Geistes, ist nichts anderes, als jene Liebe Gottes, die in unsern Herzen durch den uns verliehenen, heiligen Geist ausgegossen worden. Dies hat so lange vorher der Prophet (Jer 31, 31-33) ausgesagt: „Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da ich mit dem Hause Israels und mit dem Hause Judas einen neuen Bund schließe: nicht einen Bund, wie ich ihn mit ihren Vätern geschlossen, am Tage, da ich ihre Hand ergriff, um sie aus dem Lande Ägypten zu führen, welchen Bund sie brachen, weshalb ich sie meine Macht fühlen ließ, spricht der Herr: sondern dies wird der Bund sein, den ich mit dem Haus Israels schließe nach jenen Tagen, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Inneres legen und es in ihr Herz schreiben." Wenn also von dem gehandelt wird, was zu jedem Testamente wesentlich und eigentümlich gehört, so sagte Paulus (2Kor 3, 6) mit größter Wahrheit: „Er hat uns tüchtig gemacht, Diener des neuen Bundes nicht dem Buchstaben, sondern dem Geiste nach zu sein." Und nicht weniger wahr Johannes (1, 17): „Das Gesetz wurde durch Moses gegeben; Gnade und Wahrheit aber ist durch Jesum Christum geworden."

Aber obgleich das Neue Testament wesentlich eigentümlich die Gesetze nicht bringt, so umfasst es doch auf doppelte Art die Gesetze. Erstens zerstört nämlich die Gnade des Neuen Testaments alle jene Gesetze, welche sich auf ein gutes und glückliches Leben beziehen, nicht, sondern bestätigt sie. Denn die Gnade verleiht ja der menschlichen Schwäche Kraft zur Erfüllung dieser Gesetze. „So heben wir", sagt der Apostel (Röm 3, 31), „das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Sondern wir bestätigen das Gesetz. Denn (Röm 8, 3-4) was dem Gesetze unmöglich war, weil es durch das Fleisch geschwächt ward, das hat Gott bewirkt, indem er seinen Sohn, in der Gestalt des sündigen Fleisches und wegen der Sünde sandte und die Sünde im Fleische verdammte, damit die Satzung des Gesetzes in uns erfüllt werde." Und der hl. Augustin (Lib. de spiritu et litera c. 19.) sagt: „Das Gesetz ist also gegeben worden, auf dass die Gnade gesucht würde, die Gnade ist gegeben worden, auf dass das Gesetz erfüllt würde. Denn das Gesetz wurde nicht aus seiner Schuld, sondern aus Schuld der fleischlichen Klugheit nicht erfüllt. Diese Schuld musste vom Gesetze gezeigt, von der Gnade geheilt werden." Zweitens gab Christus auch einige neue Gesetze, zum Beispiel über die Taufe, über die Eucharistie und über die übrigen Sakramente, ihre Spendung und ihren Empfang. Denn obgleich Christus nicht deshalb zu uns kam, um, wie ein zweiter Moses, uns mit der Last eines neuen Gesetzes zu drücken, sondern uns, die unter der Wucht des Gesetzes lagen, durch die Gnadenhilfe aufzurichten: so glaubte er doch, zum alten Sittengesetz jene höchst heilsamen Gesetze fügen zu müssen, welche uns zu den Sakramenten führen und durch die Sakramente zur Gnade hinleiten „nicht bloß nicht drücken mit der Last der Gewichte, sondern gleich Federn in die Höhe heben" wie der hl. Augustin (Lib de perfect. justit.) spricht. Doch über den ersten Einwurf ist genug gesagt. Die übrigen Einwürfe werden mit Gottes Hilfe passender in der Untersuchung über den Ausleger der Schriften und über den Richter der Streitigkeiten widerlegt werden, weil sie den Schwenckfeldianern und Libertinern mit den Lutheranern und Calvinisten gemeinsam sind.

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