„(ut sup. 13.) Nun erinnerte sich der Teufel, als er sein Angesicht im Gebet leuchten sah, an Mose, dessen Angesicht verherrlicht war. Aber Mose war mit einer Herrlichkeit bekleidet, die von außen kam; unser Herr mit der, die aus dem innewohnenden Glanz der göttlichen Herrlichkeit hervorging. (Exod. 34,29.) Denn da in der hypostatischen Union ein und dieselbe Herrlichkeit des Wortes und des Fleisches ist, wird er verklärt, nicht als ob er empfinge, was er nicht war, sondern indem er seinen Jüngern offenbart, was er war. Daher wird nach Matthäus gesagt, dass er vor ihnen verklärt wurde und dass sein Angesicht wie die Sonne leuchtete; (Mat. 17,2.) denn was die Sonne in den sinnlichen Dingen ist, ist Gott in den geistigen Dingen. Und wie die Sonne, die die Quelle des Lichts ist, nicht leicht gesehen werden kann, aber ihr Licht von dem wahrgenommen wird, was die Erde erreicht; so leuchtet das Angesicht Christi intensiver, wie die Sonne, aber sein Gewand ist weiß wie Schnee; wie folgt: Und sein Gewand wurde weiß und glänzend; das heißt, erleuchtet durch seine Teilhabe am göttlichen Licht. Und ein wenig später: Aber während diese Dinge so waren, damit gezeigt werde, dass es nur einen Herrn des neuen und alten Bundes gibt, und die Münder der Häretiker verschlossen würden, und die Menschen an die Auferstehung glaubten, und auch er, der verklärt wurde, als Herr der Lebenden und der Toten geglaubt werde, stehen Mose und Elia als Diener bei ihrem Herrn in seiner Herrlichkeit; daher folgt: Und siehe, zwei Männer redeten mit ihm. Denn es ziemte sich für Menschen, die die Herrlichkeit und Zuversicht ihrer Mitknechte sahen, zwar die barmherzige Herablassung des Herrn zu bewundern, aber die nachzuahmen, die vor ihnen gearbeitet hatten, und im Blick auf die Annehmlichkeit zukünftiger Güter desto mehr für Kämpfe gestärkt zu werden. Denn wer den Lohn seiner Mühen kennt, wird sie leichter ertragen.