Warum braucht es eine kirchliche Unfehlbarkeit?
Damit die von Christus verheißenen Wahrheit und Einheit dauerhaft gesichert bleiben; sonst bliebe Lehre relativ.
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Christusverheißung: Der Geist der Wahrheit führt die Kirche „in die ganze Wahrheit“ (Joh 16,13 EÜ).
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Sinn und Umfang: Unfehlbarkeit ist kein „Allwissens-Bonus“, sondern ein negatives Charisma: In genau bestimmten Akten (z. B. ex cathedra) schützt der Heilige Geist vor Irrtum in Glauben und Sitte – damit die Herde Gewissheit hat.
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Lehramtliches Zeugnis: Vatikanum I (Pastor aeternus; DH 3074) definiert die Bedingungen päpstlicher Unfehlbarkeit; Dei Verbum 10 bestätigt die Unfehlbarkeit des gesamten Lehramts unter bestimmten Bedingungen.
Schrift (EÜ): Joh 16,13; Lk 10,16.
Väter/Lehrer: Leo der Große; Gregor der Große; Thomas von Aquin (ST II-II, q.1).