Seite wird geladen …
Seite wird geladen …
Artikel
Lesezeit ca. 2 Min.
Weil „sola Scriptura“ keinen tragfähigen Grund liefert, wie man Inspiration und Kanon sicher erkennt. Ohne von Christus eingesetzte Auslegungsautorität bleibt nur subjektives Urteil. Die Kirche bewahrt und authentifiziert die Schrift.
Vgl. Mt 16,18–19; 1 Tim 3,15;
Augustinus: „Ich würde dem Evangelium nicht glauben, wenn mich nicht die Autorität der katholischen Kirche dazu bewegte.“
Der reformatorische Ansatz behauptet, allein die Schrift sei Regel des Glaubens und lege sich selbst aus. Doch:
Wer sagt uns verlässlich, dass die Schrift inspiriert ist? Wenn der Grund „die Schrift sagt es über sich selbst“ lautet, ist das Zirkelschluss. Wenn man sich auf ein inneres Gefühl oder Ergriffenheit beruft, ist das subjektiv und würde in anderen Kulturen andere „heilige Bücher“ ebenso legitimieren.
Wer legt verbindlich aus? Die Vielfalt privater Deutungen in den letzten Jahrhunderten zeigt, dass die Formel „Scriptura sui ipsius interpres“ praktisch keine Einheit erzeugt. Der selige John Henry Newman nannte es „unvernünftig“ anzunehmen, ein komplexes, vielstimmiges, teils dunkles Buch sei gegeben ohne einen „ständigen Ausleger“ – die Inspiration bürgt für Wahrheit des Textes, nicht automatisch für seine rechte Interpretation (vgl. 2 Petr 3,16).
Schrift und Kirche gehören zusammen. Augustinus bekennt: „Ich würde dem Evangelium nicht glauben, wenn mich nicht die Autorität der katholischen Kirche dazu bewegte.“ Damit sagt er nicht, die Kirche sei „über“ der Schrift, sondern dass Christus selbst seiner Kirche die Autorität verliehen hat, die überlieferte Offenbarung (Schrift und Tradition) authentisch zu beglaubigen und auszulegen.
Lehramtliche Bestätigung: Dei Verbum 10 (II. Vatikanum) lehrt: Die Auslegung der geoffenbarten Wahrheit ist der Kirche anvertraut, dem Bischofskollegium mit dem Papst; die Kirche dient dem Wort Gottes, sie steht nicht darüber.
Quellen:
Schrift (EÜ): 1 Tim 3,15; 2 Petr 1,20–21; 2 Petr 3,16; Joh 16,13; Mt 16,18–19; Apg 15.
Väter/Lehrer: Augustinus; Irenäus (Adversus haereses zur apostolischen Tradition); Hieronymus; Newman.
Lehramt: Dei Verbum 9–10; Vatikanum I (Unfehlbarkeit in definierten Fällen).
Kostenlos · für iPhone und iPad · öffnet den App Store
Lesezeit ca. 12 Min.
Thomas von Aquin beweist die Vergänglichkeit der Tierseele. Da ihre Tätigkeiten (Wahrnehmung und Bewegung) an den Körper gebunden sind, kann sie ohne ihn nicht fortbestehen. Platons Unsterblichkeitsthese wird widerlegt.
Lesezeit ca. 10 Min.
Damit wir aber die Natur der Religion erkennen können, wollen wir nach dem Ursprung dieses Namens fragen. Der Name „Religion“ ist also, wie Augustinus im Buch Über die wahre Religion anzudeuten scheint, von „wiederverbinden“ [religare] genommen. Im eigentlichen Sinn aber heißt dasjenige gebunden,…
Lesezeit ca. 11 Min.
Was Robert Mäder 1923 anprangerte, ist heute noch schlimmer: die Abkehr der Gesellschaft von Gott. Ein zeitloser Aufruf zur Rückkehr zum Christkönigtum gegen den modernen Liberalismus.
Lesezeit ca. 12 Min.
Der moderne Irrtum, dass Himmelskörper unsere Entscheidungen beeinflussen, ist nicht neu, sondern wurde bereits in der Antike vertreten. Dieser Irrtum ist offensichtlich und nichtig. Der hl. Thomas von Aquin widerlegt die Argumente dafür.
Lesezeit ca. 4 Min.
Wer Mühsames meidet und beim kleinsten Lustmangel aufgibt, ist wahrhaft weichlich – nicht wer großen Gefahren nachgibt. Denn echte Schwäche zeigt sich nicht im Scheitern an Überwältigendem, sondern im Nachgeben gegenüber dem Kleinen.
Lesezeit ca. 6 Min.
Der Jakobusbrief stellt die Leser der Bibel vor viele Herausforderungen. Zum einen scheint das, was Jakobus über Glauben und Werke lehrt, dem zu widersprechen, was Paulus im Römer- und Galaterbrief zum selben Thema sagt. Beide behandeln Themen wie Glaube, Werke und Rechtfertigung, scheinen aber zu…