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Beim Beginne des Streites über die heiligen Bücher drängt sich mir zuerst jene Frage auf, ob die Schriften der Propheten und Apostel als Gottes Wort anzunehmen seien oder ob man nur dasjenige für Gottes Wort halten dürfe, was der Heilige Geist einem jeden insbesondere im Herzen spricht. Diese Frage hat uns in neuester Zeit zum Teil der Aberwitz Schwenkfelds und der Libertiner, zum Teil die Gottlosigkeit und Unverschämtheit der Lutheraner auf die Welt gebracht, sonst verdiente sie nicht bei christlichen Theologen untersucht zu werden. Kaspar von Schwenkfeld verwirft das geschriebene Wort als den tötenden Buchstaben und verlangt, wir sollten uns mit dem inneren Geist allein begnügen. (Fridericus Staphylus. De concordia discipulorum Lutheri. Petrus Palladius. De haeresibus hujus temporis.) Über die Libertiner, deren Stifter Coppin und Quintin sind, schreibt Johann Calvin: „Wir haben schon anfänglich bemerkt, dass jene Menschen laut zu lachen pflegten, wenn jemand die heilige Schrift anzog. Sie verheimlichten nicht, dass sie die Schrift für Fabelei hielten, unterließen jedoch dabei nicht, diejenigen Bibelstellen zu gebrauchen, welche sie allenfalls für ihre Meinung verdrehen konnten. Dies taten sie nicht aus Glauben daran, sondern nur um unwissende Leute zu verwirren, schwankend zu machen und endlich auf solche Art leichter für sich zu gewinnen. Wenn man ihnen selbst eine Stelle entgegenhielt, antworteten sie, wir müssen uns dem Buchstaben nicht unterwerfen, sondern dem Geist, der lebendig macht, folgen. Ja Quintin, jenes Schwein, hatte sogar jeden Apostel mit einem Spottnamen belegt, nannte z. B., auf seine picardische Ausdrücksweise, den Paulus ein zerbrochenes Fass, den Johannes einen tölpelhaften Jungen, den Petrus einen Gottesverleugner, den Matthäus einen Wucherer.“ So jener (Instructio adversus Libertinos c. 9.). Ferner scheuen sich Martin Luther und Johann Calvin und alle ihre Nachfolger und Schüler nicht, diesen Irrtum Schwenkfelds und der Libertiner dem römischen Papste und der gesamten katholischen Kirche aufs Unverschämteste anzulügen. Luthers Worte lauten so: „Der Papst stopfte darüber beinahe den ganzen Erdkreis mit einer ungeheuren Last von Erläuterungen und Büchern an und verwandelte die Gesetze, Forderungen, göttliche und menschliche Rechte, die Glaubenssätze, den Namen der Sünde und der Gerechtigkeit in bloße Fallstricke der Gewissen, so dass er verdient hat, dass sein Dekretale zum zweiten Male dem Feuer übergeben werde. Denn leicht würde die Kirche ein solches Buch entbehren, das bei einem großen Teil des Menschengeschlechts einen furchtlichen, unersetzlichen Schaden angerichtet, die heilige Schrift in Schmutz und Staub begraben und die christliche Lehre beinahe gänzlich zerstört hat.“ Calvins Worte (Instructio adversus Anabaptistas. Initio.) lauten: „Denn wir sagen nicht, wie die Papisten, man müsse die heiligen Schriften fahren lassen, um bei menschlicher Autorität Beruhigung zu finden. Denn diesen Ausweg halten wir für eine verfluchenswerte Gotteslästerung.“ Deshalb wird man, um den Irrtum jener und die Lüge dieser kurz zu widerlegen, feststellen müssen, dass die Bücher der Propheten und Apostel, nach dem Sinne der katholischen Kirche, wie er sich einst auf dem dritten karthagischen Concilium (Cap. 47.) und neulich auf dem tridentinischen (Sess. 4.) kundgab, das wahre Wort Gottes und eine sichere und beständige Regel des Glaubens seien. Dies beglaubigen wir durch folgende Beweise.
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Zum Schlusse der ganzen Erörterung wollen wir ein göttliches Gericht oder Zeugnis beifügen. Denn Gott zeigte, nach Entstehung der Spaltung, auf vielfache Art, ob die Griechen irrten oder die Lateiner. Bis zur Zeit der Spaltung hatte Griechenland eine solche Blüte von gelehrten und heiligen…
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Aber es ist notwendig, ihre Einwürfe zu widerlegen. Der erste lautet: die dritte allgemeine Synode verbot jede Änderung an dem Symbol, denn es steht am Ende des Conciliums: „Die hl. Synode setzte fest, dass es niemanden erlaubt sei, einen anderen Glauben vorzutragen oder schriftlich zu verfassen,…
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Noch habe ich zu zeigen, dass die Lateiner durch die Hinzufügung jenes Teiles „Und vom Sohne“ das Symbol erklären konnten und mussten. Zuerst will ich nun zeigen, dass sie es tun mussten. Sodann, dass die Lateiner es ohne die Griechen konnten. Dass das Symbol erklärt werden müsse, erhellt nun…
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In diesem Auszug aus der Summa Theologiae untersucht Thomas von Aquin, ob lässliche Sünden zu Todsünden werden können. Er verneint eine direkte Umwandlung des Aktes, zeigt aber auf, wie sie dispositiv oder durch die Zielsetzung dazu führen können.
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Viele leben in Todsünde und merken es nicht. Die moderne Welt hat das Gewissen umgedeutet, die Sünde verharmlost und Gott zum Schweigen gebracht. Ein Mahnruf, der unbequem ist, aber notwendig.
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Manchmal verlasse ich den Beichtstuhl mit Zweifeln im Kopf: „Habe ich wirklich richtig gebeichtet? Hätte ich bei bestimmten Dingen genauer sein müssen? War ich am Ende aufrichtig genug?“