Schweigend horcht auf mich, ihr Inseln, / ihr Völker, wartet auf mich! Zur Unterredung sollen sie erscheinen, / zu einem Rechtsstreit wollen wir zusammentreten.
Wer hat im Osten den erweckt, / dem Sieg auf Schritt und Tritt begegnet? Wer gibt ihm Völker preis / und wirft die Könige zu Boden? Sein Schwert macht sie dem Staub gleich, / sein Bogen verstreut sie wie Spreu.
Er verfolgt sie und rückt unversehrt vor, / seine Füße berühren kaum den Weg.
Wer hat es geplant und es vollbracht? / Der die Geschlechter rief von Anbeginn. Ich, der Herr, bin der Erste, / und bei den Letzten bin ich noch derselbe.
Die Inseln sehen es und beben, / es erzittern die Grenzen der Erde. / Sie nahen, und sie sind da.
Isa 41:7
Du aber, Israel, mein Knecht, / du, Jakob, den ich auserkor, / Spross Abrahams, meines Freundes,
du, den ich von den Grenzen der Welt geholt / und aus ihrem äußersten Winkel berufen habe, zu dir sprach ich: Mein Knecht bist du, / ich habe dich erwählt und nie verworfen.
Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; / schau dich nicht ängstlich um, ich bin ja dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir, / ich stütze dich mit meiner siegreichen Rechten.
Siehe, beschämt und zuschanden werden alle, / die dich hassen; es werden zunichte und verschwinden, / die gegen dich streiten.
Du wirst sie suchen und nicht mehr finden, / die Leute, die mit dir hadern; es werden vernichtet und vergehen, / die dich bekämpfen.
Denn ich bin der Herr, dein Gott, / der deine Rechte erfasst, der zu dir spricht: Fürchte dich nicht, / ich werde dir helfen!
Fürchte dich nicht, du armer Wurm Jakob, / du Würmchen Israel! Ich selber helfe dir, spricht der Herr; / dein Erlöser ist der Heilige Israels.
Siehe, ich mache dich zu einem Dreschschlitten, / zu einem neuen, mit vielen Schneiden. Du wirst Berge dreschen und zermalmen / und Hügel in Spreu verwandeln.
Du wirst sie worfeln, der Wind wird sie verwehen / und der Sturm sie zerstreuen. Du aber wirst jubeln im Herrn / und dich rühmen im Heiligen Israels.
Die Elenden und die Armen suchen Wasser, / aber es ist keines da; / ihre Zunge ist vor Durst vertrocknet. Doch ich, der Herr, ich erhöre sie; / ich, der Gott Israels, ich verlasse sie nicht.
Auf kahlen Hügeln lasse ich Ströme hervorbrechen / und Quellen mitten in den Tälern; die Wüste mache ich zum Teich / und zu Quellen dürres Land.
Ich lasse in der Wüste Zedern wachsen, / Akazien, Myrten und Oliven; ich will Zypressen in der Steppe pflanzen, / Ulmen und auch Fichten.
Sie sollen sehen und erkennen, / beachten und verstehen, dass die Hand des Herrn dies getan, / dass der Heilige Israels es geschaffen hat.
Nun bringt euere Sache vor, spricht der Herr; / legt euere Beweise dar, spricht der König Jakobs.
Sie sollen nähertreten und uns künden, / was sich ereignen wird. Das Frühere -- tut kund, was es war, / damit wir es im Auge behalten! Oder was noch kommen wird, das lasst uns hören, / damit wir wissen, wenn es eintrifft.
Verkündet, was in Zukunft sich ereignen wird, / damit wir erkennen, dass ihr Götter seid. Ja, tut etwas, Gutes oder Böses, / damit wir alle zusammen es sehen und staunen.
Seht, ihr seid ein Nichts, / und euer Tun ist nichtig; / einen Gräuel wählt, wer euch erwählt.
Ich aber habe den Retter von Norden her erweckt und er kam; / vom Aufgang der Sonne her habe ich ihn bei seinem Namen gerufen. Er hat die Satrapen wie Ton zerstampft, / wie ein Töpfer den Lehm zusammentritt.
Wer hat solches von Anbeginn kundgetan, / dass wir es wussten, und im Voraus, / dass wir sagen konnten: Es stimmt? Niemand hat es kundgetan, / niemand hat so etwas je bekannt gegeben; / niemand von euch hat ein Wort vernommen.
Als Erster habe ich Zion gesagt: / Siehe, da ist es! / Ich habe schon einen Freudenboten für Jerusalem bestellt.
Ich schaue mich um, aber da ist niemand, / keiner von diesen weiß Rat und kann Bescheid geben, wenn ich sie fragte.
Seht, sie alle sind nichts, / nichtig ist ihr Tun, / Hauch und Luft sind ihre Bilder.