Herr, du bist mein Gott,ich rühme dich und preise deinen Namen. Denn Wunderbares hast du vollbracht,Ratschlüsse aus alter Zeit in unwandelbarer Treue.
Du hast ja die Stadt zu einem Steinhaufen gemacht,die starke Feste zu einem Trümmerfeld, die Hochburg der Stolzen zu einer verschollenen Stadt,die in Ewigkeit nicht mehr ersteht.
Darum werden starke Völker dich ehrenund gewalttätige Nationen dich fürchten.
Du warst ein Hort den Bedrängten,ein Hort des Armen in seiner Not, eine Zuflucht vor dem Unwetter,ein Schatten vor der Hitze. Denn das Schnauben der Gewaltigen ist wie ein Winterregen,
wie Sonnenglut über dürrem Land. Du wirst das Toben der Stolzen dämpfen,wie durch Wolkenschatten die Hitze,den Jubel der Bedrücker wirst du unterdrücken.
Bereiten wird der Herr der Heerscharenallen Völkern auf diesem Bergein Festmahl mit fetten Speisen,ein Mahl mit alten Weinen, mit markigen, fetten Speisen,mit alten erlesenen Weinen!
Auf diesem Berg nimmt er die Hülle weg,die auf allen Völkern liegt,und die Decke, die über allen Nationen ausgebreitet ist.
Er vernichtet den Tod auf immer,Gott, der Herr, wischt ab die Tränen von jedem Angesichtund nimmt seines Volkes Schmach hinweg von der ganzen Erde.Ja, der Herr hat gesprochen.
An jenem Tag wird man sagen: Seht, das ist unser Gott,auf den wir hofften, dass er uns hilft, das ist der Herr, auf den wir hoffen.Lasst uns jubeln und uns freuen über seine Hilfe.
Denn die Hand des Herrn ruht auf diesem Berg. Moab aber wird an seiner Stätte zerstampft,wie man Stroh in der Jauche zerstampft.
Und breitet es darin seine Hand aus,wie ein Schwimmer sie ausbreitet beim Schwimmen, so schlägt er seinen Hochmut niedertrotz der gewandten Bewegung seiner Hände.
Deine festen, hochragenden Mauern reißt er ein,wirft sie nieder und stürzt sie zu Boden in den Staub.