Spruch über Moab: In der Nacht, als Ar verwüstet wurde,ist Moab gefallen! In der Nacht, als Kir verwüstet wurde,ist Moab gefallen!
Die Tochter Dibon steigt hinauf,zu den Höhen, um zu weinen;auf Nebo und auf Medeba klagt Moab. Auf allen Häuptern ist eine Glatze,und der Bart ist abgeschoren.
Auf ihren Gassen zieht man den Sack an,auf ihren Dächern ist Klagegeheul. Auf ihren Plätzen jammern alleund zerfließen in Tränen.
Es schreien Heschbon und Elale,man hört bis Jahaz ihre Stimme. Darüber erzittern Moabs Lenden;in ihm bebt seine Seele.
Mein Herz schreit auf wegen Moab;seine Flüchtlinge kommen bis Zoar [Eglat-Schelischija]. Ja, die Steige von Luhit steigt man weinend hinauf;auf dem Weg nach Horonajim erheben sie Geschrei wegen des Zusammenbruchs.
Ja, die Wasser von Nimrim werden zur Öde;denn verdorrt ist das Gras, verwelkt das Kraut,alles Grün ist verschwunden.
Darum tragen sie, was sie erübrigt,was sie an Habe wohl verwahrten,über den Weidenbach hinüber.
Ja, Wehegeschrei geht rundin Moabs Landen, bis nach Eglajim schallt sein Jammern,bis Beer-Elim seine Klage.
Die Wasser von Dimon sind voll Blut.Doch neues Unheil will ich über Dimon kommen lassen, einen Löwen über die Entronnenen von Moabund über den Rest von Adama.