Wehe der stolzen Krone der Trunkenen Efraims,der welkenden Blumen seiner prächtigen Zierauf dem Haupt der vom Wein Berauschten!
Seht, einen Starken und Gewaltigen schickt der Herrwie Hagelwetter, wie einen verheerenden Sturm, wie einen Schwall gewaltig flutender Wasser,und er reißt sie zu Boden mit Macht.
Mit den Füßen zertritt er die stolze Kroneder Trunkenen Efraims.
Den welkenden Blumen seiner prächtigen Zierauf dem Haupt des üppigen Talswird es wie der Frühfeige vor der Ernte ergehen. Wer sie erblickt, der verschlingt sie,kaum ist sie in seiner Hand.
An jenem Tag wird der Herr der Heerscharen zur herrlichen Kroneund zum prächtigen Stirnreif für den Rest seines Volkes,
zum Geist des Rechts für den, der zu Gericht sitzt,und zur Heldenkraft für die, die den Kampf zum Tor zurücktreiben.
Doch auch diese da wanken von Weinund schwanken vom Bier. Priester und Propheten wanken vom Bier,sind übermannt vom Wein; sie taumeln vom Bierund wanken beim Schauenund schwanken beim Richten.
Ja, alle Tische sind voll von Erbrochenemund Unrat bis zum letzten Platz.
Wen will er denn Erkenntnis lehren?Wem die Offenbarung auslegen? Kindern, die kaum der Milch entwöhnt,die eben von der Mutterbrust genommen sind?
Zaw lazaw zaw lazaw, kaw lakaw kaw lakaw,ein wenig hier, ein wenig dort.
Jawohl, mit Lippengestammel und fremder Zungewird er zu diesem Volk da reden,
er, der zu ihnen sprach:Das ist die Ruhe,gönnt Ruhe den Müden, und das ist der Ort der Erholung!Doch sie wollten nicht hören.
Darum ergeht das Wort des Herr an sie:Zaw lazaw zaw lazaw, kaw lakaw kaw lakaw,ein wenig hier, ein wenig dort, damit sie auf ihrem Weg rücklings straucheln,zerschellen, sich verstricken und gefangen werden.
Darum hört das Wort des Herrn, ihr Spötter,ihr Sprüchemacher dieses Volkes in Jerusalem!
Ihr habt gesagt: Wir haben einen Bund mit dem Tod geschlossenund mit der Unterwelt einen Vertrag gemacht. Braust die reißende Flut heran,sie wird uns nicht treffen. Denn wir haben die Lüge zu unserer Zuflucht gemachtund uns im Trug geborgen.
Darum -- so spricht Gott, der Herr:Seht, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein als Fundament.Wer glaubt, wird nicht wanken.
Ich mache das Recht zur Richtschnur,zum Senkblei die Gerechtigkeit. Hagel aber wird die Lügenzuflucht vernichtenund Wasser das Versteck hinwegschwemmen.
Euer Bund mit dem Tod wird hinfälligund euer Vertrag mit der Unterwelt hat keinen Bestand. Braust die reißende Flut heran,werdet ihr von ihr zermalmt.
Sooft sie heranbraust, wird sie euch packen.Morgen für Morgen braust sie heran,bei Tag und bei Nacht.Ein Schrecken nur wird es dann sein, sich auf Offenbarung zu verstehen.
Denn zu kurz ist das Bett,um sich auszustreckenund die Decke zu schmal,um sich einzuhüllen.
Fürwahr, wie einst am Berg Perazim erhebt sich der Herrund wie im Tal bei Gibeon tobt er im Wetter, um sein Werk zu vollbringen, sein befremdliches Werk,um seine Arbeit zu vollenden, seine seltsame Arbeit.
Und nun lasst eueren Spott,sonst werden euere Fesseln nur noch fester angezogen. Denn dass Vernichtung beschlossen ist über die ganze Erde,hörte ich vom Herrn der Heerscharen.
Horcht auf und hört meine Stimme!Merkt auf und vernehmt mein Wort!
Pflügt etwa der Pflüger alle Tage, um zu säen,bricht er nur um und eggt er seinen Acker immerfort?
Nicht wahr, wenn er die Fläche geebnet hat,streut er Dill darauf und sät Kümmel; dann legt er Weizen, Hirse und Gersteund schließlich Dinkel an die Ränder.
Das rechte Verfahren hat ihn sein Gott gelehrtund ihn darin unterwiesen.
Auch wird der Dill nicht mit dem Schlitten gedroschenund das Dreschrad nicht über den Kümmel gezogen, sondern den Dill klopft man mit dem Stock ausund den Kümmel mit dem Stecken.
Wird Brotkorn etwa zermalmt?Man drischt doch nicht immerzu darauf los, noch treibt man ständig das Rad seines Wagens darüber hin;man körnt es aus, doch zermalmt man es nicht.
Auch dies geht vom Herrn der Heerscharen aus.Wunderbar ist sein Ratschluss und groß seine Weisheit.