Pseudo-Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 8
1 Als er aber vom Berg herabstieg, folgten ihm große Volksscharen. 2 Da kam ein Aussätziger, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, wenn du willst, kannst du mich rein machen. 3 Da streckte er seine Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will; sei rein! Sofort wurde er von seinem Aussatz rein. 4 Da sagte Jesus zu ihm: Hüte dich, es jemand zu sagen, sondern geh, zeige dich dem Priester und bringe die Gabe dar, die Mose vorgeschrieben hat, zum Zeugnis für sie.
Und so vergalt er einem geistlichen Arzt mit geistlichem Lohn; denn wie Ärzte durch Geld gewonnen werden, so Er durch Gebet. Wir opfern Gott nichts Würdigeres als treues Gebet. Wenn er sagt: „Wenn du willst“, besteht kein Zweifel, dass Christi Wille zu jedem guten Werk bereit ist; nur ob jene Heilung für ihn zuträglich wäre, ist fraglich, weil körperliche Gesundheit nicht für alle gut ist. „Wenn du willst“ bedeutet also so viel wie: Ich glaube, dass Du willst, was gut ist, aber ich weiß nicht, ob dies, was ich für mich begehre, gut ist.