Pseudo-Chrysostomus
Catena Aurea · Markusevangelium 3
1 Als er wieder in eine Synagoge ging war dort ein Mann mit einer verdorrten Hand. 2 Sie beobachteten ihn, ob er ihn am Sabbat heilen würde, damit sie ihn anklagen könnten. 3 Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und komm in die Mitte! 4 Dann sagte er zu ihnen: Ist es erlaubt, am Sabbat Gutes oder Böses zu tun, ein Leben zu retten oder zu töten? Sie aber schwiegen. 5 Und er blickte sie ringsherum zornig an, betrübt über die Verhärtung ihres Herzens, und sagte zu dem Mann: Streck die Hand aus! Er streckte sie aus und seine Hand wurde wieder gesund.
(Vict. Ant. e Cat, in Marc.) Denn sie wussten, dass Er ihn sicher heilen würde. Es folgt: Und Er blickte sie ringsum zornig an. Sein zorniger Rundblick auf sie und seine Betrübnis über die Blindheit ihrer Herzen ziemt seiner Menschheit, die Er auf sich zu nehmen würdigte für uns. Er verbindet die Wirkung des Wunders mit einem Wort, das beweist, dass der Mann allein durch seine Stimme geheilt wird. Es folgt daher: Und er streckte sie aus, und seine Hand wurde wiederhergestellt. Mit all diesen Dingen antwortete Er für seine Jünger und zeigte zugleich, dass sein Leben über dem Gesetz steht.