Pseudo-Chrysostomus
Catena Aurea · Markusevangelium 2
23 Er wanderte am Sabbat durch die Kornfelder und seine Jünger machten sich unterwegs daran, Ähren abzurupfen. 24 Da sagten die Pharisäer zu ihm: Siehe, was sie am Sabbat Unerlaubtes tun! 25 Er antwortete ihnen: Habt ihr noch nie gelesen, was David tat, als er Not litt und er und seine Gefährten hungrig waren? 26 Wie er in das Haus Gottes ging, zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar, und die Schaubrote aß, die außer den Priestern niemand essen darf, und auch seinen Gefährten davon gab? 27 Und er sagte zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen da und nicht der Mensch um des Sabbats willen. 28 Darum ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat.
(Vict. Ant. e Cat. in Marc.) Er nennt sich selbst mit Recht Herr des Sabbats und Menschensohn, da Er, obwohl Sohn Gottes, um der Menschen willen sich würdigte, Menschensohn genannt zu werden. Nun hat das Gesetz keine Autorität über den Gesetzgeber und Herrn, denn dem König ist mehr erlaubt, als vom Gesetz bestimmt wird. Das Gesetz ist zwar den Schwachen gegeben, aber nicht den Vollkommenen und denen, die über das hinaus wirken, was das Gesetz vorschreibt.