
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 3
32 er bezeugt, was er gesehen und gehört hat, aber niemand nimmt sein Zeugnis an. 33 Wer sein Zeugnis annimmt, bestätigt damit, dass Gott wahrhaftig ist. 34 Denn der, den Gott gesandt hat, verkündet die Worte Gottes; denn er gibt den Geist unbegrenzt. 35 Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. 36 Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn den Gehorsam verweigert, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm.
(Hom. xxx. 2) Unter „Geist“ ist hier die Wirksamkeit des Heiligen Geistes zu verstehen. Er will zeigen, dass wir alle die Wirksamkeit des Geistes nach einem Maß empfangen haben, Christus aber in sich die ganze Wirksamkeit des Geistes enthält. Wie sollte Er also verdächtigt werden, der nichts sagt, was nicht von Gott und dem Geist kommt? Denn Er erwähnt noch nicht Gott, das Wort, sondern stützt Seine Lehre auf die Autorität des Vaters und des Geistes. Denn die Menschen wussten, dass es Gott gibt, und wussten, dass es den Geist gibt (obwohl sie keinen rechten Glauben über Seine Natur hatten); aber dass es den Sohn gibt, wussten sie nicht.