An deinen Mund das Horn! / Wie ein Geier (kommt) Unheil über das Haus des Herrn, weil sie meinen Bund übertreten, / gegen mein Gesetz gesündigt haben.
Sie mögen noch so schreien: Mein Gott! / Wir, Israel, kennen dich doch!
Verschmäht hat Israel das Gute. / Darum soll der Feind es verfolgen.
Sie setzen Könige ein ohne meinen Willen, / sie stellen Beamte auf, ohne mein Wissen. Aus ihrem Silber und Gold machen sie sich Götzen, / wohl damit es vernichtet wird.
Verworfen ist dein Kalb, Samaria. / Mein Zorn flammt auf darüber. / Wie lange wird es dauern, bis sie rein werden?
Was hat Israel damit zu tun? / Ein Künstler hat das Kalb gefertigt, / es ist kein Gott. Zersplittern soll / das Kalb von Samaria!
Ja, Wind säen sie, / Sturm ernten sie. Ihre Frucht sprosst nicht und bringt kein Mehl. / Und brächte sie es, / die Fremden würden es verschlingen.
Verschlungen ist Israel. / Nun sind sie unter den Völkern geworden / wie ein wertloses Geschirr.
Denn von sich aus sind sie nach Assur gelaufen. / Ein Wildesel bleibt für sich allein. / Efraim aber macht Liebesgeschenke.
Auch wenn sie (weiter) unter den Völkern (Liebesgeschenke) austeilen, / will ich sie nun zusammentreiben, dass sie sich schon bald winden / unter der Last des Königs der Fürsten!
Efraim hat viele Altäre gebaut zur Sühne; / sie dienten ihm zur Sünde.
Schrieb ich ihm noch so viele Gesetze auf, / sie würden ihm gelten wie die eines Fremden.
Sie lieben die Schlachtopfer, / Fleisch, um es zu essen; / der Herr aber hat keinen Gefallen daran. Jetzt denkt er an ihre Schuld / und vergilt ihre Sünden. / Sie müssen zurück nach Ägypten!
Israel hat seinen Schöpfer vergessen und Paläste erbaut, / Juda hat die befestigten Städte vermehrt. Doch ich sende Feuer in seine Städte, / dass es seine Paläste verzehrt.